Gnnis Reviews

Category: Konzertberichte (page 21 of 37)

06.12.2014, Übel & gefährlich, Hamburg: TERRORGRUPPE + RANTANPLAN

Die TERRORGRUPPE gibt’s wieder und lassen Erinnerungen an die ‘90er aufkommen, als sie zu Zeiten meines „Szene-Einstiegs“ mit wunderbar eingängigem und dabei textlich herrlich bissigem, sarkastischem Fun-Punk auf ihrem Zenit waren, ‘ne Menge Spaß machten und den Soundtrack zu manch Party lieferten. Später versuchten sie sich dann anscheinend mit kommerziellerem Gewand an der Erschließung des Mainstreams, was glaube ich in die Hose ging, jedenfalls verfolgte ich den Werdegang der Band nicht mehr weiter. Im „Übel & gefährlich“, das im Turmgebäude an der Feldstraße seit einigen Jahren verschiedenste Veranstaltungen auf mehreren Etagen bietet, war ich vorher noch nie, denn aufgrund der Größenverhältnisse sind es eher größere Dinger, die da stattfinden. Nur für die TERRORGRUPPE wäre ich auch diesmal nicht hin, aber da ein Kumpel Gästelistenplätze zugespielt bekommen hatte, gab’s nicht viel zu überlegen. In der Annahme, dass TERRORGRUPPE Headliner wären, machten wir uns zu viert, im Hinterkopf einen Opener, von dem wir noch nie gehört hatten, habend, sehr gemächlich auf den Weg, um vor Ort beim Vorglüh-Bierchen vom Blechbläser RANTANPLANs zu erfahren, dass die Berliner gerade begonnen hätten. An der Kasse dann festgestellt, dass die Bude ausverkauft war, so dass derjenige von uns, der zahlen wollte, kurzerhand den GL-Platz von demjenigen bekam, den das alles am wenigsten interessierte und der mit seiner Flamme direkt gen Lobusch weiterzog. Also zu zweit hinein, mit dem Fahrstuhl in den vierten Stock (!) und durchgedrängelt. Die TERRORGRUPPE war gut in Form, spielte einige alte Hits wie „Mein Skatebord ist wichtiger als Deutschland“, „Namen vergessen“, „Sozialer Misserfolg“ etc. und wurde gebührend gefeiert. Von mir aus hätte das Ganze gern auf sagen wir mal drei Stunden ausgedehnt werden dürfen, denn gute Songs hätte man genug gehabt. Aufgrund des für mich unverständlichen Vorgruppen-Status war die Spielzeit aber natürlich begrenzt und so verabschiedete man sich mit einem Schuss aus der Konfetti-Kanone (ist das noch Punk?) und wenigen Zugaben. Das nächste Mal bitte im Hafenklang, von mir aus zwei Tage hintereinander. Danke! Nun also RANTANPLAN, die sich mittels Hamburger Arroganz auf den Headliner-Posten gemogelt hatten und auf die ich eigentlich gar keinen Bock hatte. Die ersten beiden Alben damals waren erste Sahne, genialer, eigenständiger Ska-Punk mit geilen Texten. Dann aber verließ Markus Wiebusch leider die Band und so fehlte fortan die charismatische Stimme. Das nächste Album hatte ich mir nach einem für mich enttäuschenden Konzert im Schlachthof erst gar nicht mehr angehört, das ging anscheinend alles verstärkt in Richtung Teenie-Ska-Punk und wurde für mich uninteressant. Vor ‘nem Jahr oder so hatte ich dann mal ‘n Interview mit dem Kopf der Band im Plastic Bomb gelesen, das auch nicht unbedingt dazu beitrug, dass mir die Band sympathischer wurde. Nun waren wir aber schon mal da und beschlossen, der Band ‘ne Chance zu geben – doch direkt beim ersten Song war meine Schmerzgrenze erreicht. Austauschbarer, auf Fröhlichkeit getrimmter, deutscher Ska-Punk für ein junges Hipster-Publikum, dargeboten von (vom bereits erwähnten Bläser mal abgesehen) Menschen mit seltsamen Scheitelfrisuren und ausdrucksloser Stimme. Selbst ein alter Kracher à la „Zombie-Che“ klang plötzlich mistig, wie durch den Weichspüler gedreht. Nee, wir suchten das Weite bzw. Unweite, denn die Lobusch, die ein HC-Konzert zu bieten hatte, war nicht weit. Der Fairness halber sei aber noch erwähnt, dass das Ü&G-Personal vom Kassenknecht über Tresenteam bis zum Garderobenmenschen sehr entspannt und hilfsbereit trotz voller Bude war und die Örtlichkeit allgemein einen wesentlich besseren Eindruck auf mich machte als zuvor befürchtet.

29.11.2014, Hafenklang, Hamburg: EIGHT BALLS + DIE SHITLERS

eight balls

„DIE WIEDERAUFERSTEHUNG“ der EIGHT BALLS sollte es werden, jene beste deutschsprachige Oi!-Punk-Band, die bis vor wenigen Jahren regelmäßig sämtliche Würste von allen Tellern zogen und es aufgrund ihrer Kompromisslosigkeit zu überregionaler Anerkennung brachten. Die Gründe des Splits will ich hier nicht vertiefen; jedenfalls reifte in diesem Jahr der Plan, noch einmal zu einem Konzert zusammenzufinden oder gar eine richtige Reunion durchzuziehen. Das Hafenklang war seit Wochen ausverkauft und nicht nur Leute aus Hamburg und dem Umland kamen – manch einer riss eine dreistellige Kilometerzahl herunter, um dem Spektakel beizuwohnen. Dementsprechend voll war’s im Club an der Elbe bereits bei der Vorband, den SHITLERS aus Bochum. Das soll wohl irgendwie ’ne Art Punk-Satire sein und nachdem mir jemand berichtet hatte, dass der deren Gig seinerzeit im Kraken eher unlustiger Natur gewesen sein soll, stand mir danach so gar nicht der Sinn. Erwartet und gefühlt unanhörbar begann die Band dann auch und nicht nur in meinem Gesicht fand sich eine Mischung aus Fragezeichen und Desinteresse. Während ich mich in diverse Sabbeleien vertiefte, die Toiletten konsultierte und Getränke nachorderte, wurde das Treiben auf der Bühne immer turbulenter, irgendwelche Gastsänger oder so tummelten sich auf ihr oder setzten sich schlicht auf ihren Rand und auf eine irgendwie dann doch neugierig machende Weise wirkte das alles recht chaotisch. Einzelne Songs wurden angespielt, für Gelaber unterbrochen, weitergespielt, Coverversionen mit neuen Texten versehen etc. Spätestens, als ich mir die Bande ein wenig schöngetrunken hatte und sie BILLY BRAGGS „To Have and to Have Not“ in der BASTARDS-Version anstimmten, hatten sie mich dann doch irgendwie und ich beobachtete das Geschehen mit einer gewissen Aufmerksamkeit. Spielen können die ja tatsächlich, auch über das EIGHT-BALLS-Cover, mit dem sie sich vermutlich als Vorgruppe empfohlen hatten, hinaus, und tatsächlich hatten sie’s geschafft, größere Teile des Publikums auf ihre Seite zu ziehen – bei einem Oi!-Konzert alles andere als selbstverständlich. Evtl. also doch keine studentische Pseudopunk-Nummer. Die Jungs mischten sich im Anschluss auch unter’s Publikum, Berührungsängste zeigten sie keine. Werde ich wohl weiter beobachten bzw. mich mal näher mit beschäftigen müssen. Über den Auftritt der EIGHT BALLS hülle ich aus Kollegialität und freundschaftlicher Verbundenheit des Mantel des Schweigens, nur soviel: Dass da etwas nicht ganz so war wie früher, dürfte ca. die Hälfte des feierwütigen, betrunkenen oder sich sonstwie in Stimmung gebracht habenden Publikums gar nicht bemerkt haben und natürlich ließ ich mir genauso wenig den Spaß verderben, sang kräftig mit und feierte die Band ab, die über 20 Songs spielte. Auch auf der Aftershow-Party ließ ich’s noch krachen, insofern ein gelungener Abend; da beißt die Maus keinen Faden ab.

22.11.2014, Knust, Hamburg: BERLINER WEISSE + LION’S LAW + HATEFUL + VIOLENT INSTINCT

berliner weisse + lion's law + hateful + violent instinct @knust, hamburg, 22.11.2014

Oi!-Punk-Konzert im Knust mit gleich vier Combos. Da mich die Freunde von VIOLENT INSTINCT netterweise auf die Gästeliste gesetzt hatten, musste ich keine 25 Flocken am Einlass latzen und kam so in den Genuss, dem ersten Gig der Band nach pünktlicher Fertigstellung ihrer Demo-CD beizuwohnen, die sie für ’nen Fünfer vertickte und die äußerst gelungen ist! Das war auch der Auftritt, wenn man auch als lokaler Opener aufgrund begrenzter Spielzeit nicht das komplette Set spielen konnte. Der mittlerweile dritte Bassist (strenggenommen der zweite, denn „der“ erste war eine Bassistin) ist nun fest dabei und macht seine Sache einwandfrei, ebenso der Rest der Bande um Sängerin Aga. Man hatte einen prima Sound auf die Leiber geschneidert bekommen und so konnte man die ausdrucksstarken deutschen 1A-Texte gut verstehen, die Aga in Top-Form leidenschaftlich ins Publikum schmetterte, das sich interessiert zeigte und den einen oder anderen zum Tanzen verleitete. Drummer Stefan lieferte wie immer eine astreine Show und Gitarrero Dennis sorgte für die feinen Melodien mit ihrem hohen Wiedererkennungseffekt. Hat mir wie immer bestens gemundet und ich freue mich auf die Platte, die im Frühjahr in Angriff genommen wird! Während ich mir dank des gesparten Eintritts das eine oder andere 0,3l-Jever vom Fass für satte 3 Taler leisten konnte („Heute nur Fassbier“, eine Alternative gab’s nicht), füllte sich der Laden weiter mit einigen bekannten Gesichtern, die zum Sabbeln einluden, aber auch KB-Merch-tragender Klientel, die solche Konzerte eben auch anzieht. Dafür wussten mich HATEFUL, drei Herren aus Glasgow im gesetzteren Alter, nach einem vielleicht nicht optimal gewählten Eröffnungssong mit zunehmender Dauer immer mehr zu begeistern, ihr schnörkelloser, klassischer Britpunk lieferte den einen oder anderen Hit zutage, der gleich beim ersten Hören zündete („Backstabber“!), strafte mich ob meiner bisherigen Ignoranz lügen und empfahl sich für meinen Einkaufszettel. Der Drummer versuchte, der vorausgegangenen Show von VI-Stefan noch einen draufzusetzen und warf ständig seine Sticks in die Luft, um sie zielsicher wieder zu fangen. Tolle Band und ein schöner Kontrast zu dem, was da noch kommen sollte. Nämlich die Franzosen von LION’S LAW, die bisher ebenfalls völlig an mir vorbeiliefen, aber flotten, dreckigen und vor allem aggressiven Oi!-Sound mit englischsprachigen Lyrics schmetterten, um dafür im mittlerweile bis zur Enge gefüllten Knust hart abgefeiert zu werden – im wahrsten Sinne des Wortes, denn im Pogo vor der Bühne ging’s richtig rund und manch einer dürfte durchaus Blessuren davongetragen haben. Ein ebenfalls sehr überzeugender Auftritt, ein schweißtreibender Oldschool-Tritt in den Allerwertesten! Ja, es lohnt sich, mal wieder regelmäßiger diese von „Hard & Smart“-Sam organisierten Konzerte aufzusuchen, um in Sachen Oi! auf dem Laufenden zu bleiben. BERLINER WEISSE nun allerdings waren nie mein Ding. Vor gefühlt 1000 Jahren hatte ich mal eines ihrer Konzerte im Osten (war’s Greifwald?) besucht, da waren die glaub ich noch relativ neu und mit schwerprolligem Deutsch-Oi! konnte man mich damals in alkoholschwangerer Partylaune noch sehr gut vor die Bühne locken. An ein weiteres Konzert in Ahrensburg habe ich aber keine Erinnerungen mehr und danach hatte ich auch keinen Bock mehr auf das Brachial-Geprolle von Bands aus dem KRAWALLBRÜDER-Klüngel, zu dem ich BERLINER WEISSE lange Zeit zählte, hatten sie doch eine Split zusammen aufgenommen, zusammen gespielt etc. eine BW-Platte am Stück hatte ich ehrlich gesagt nie gehört. Seit geraumer Zeit wollen die Berliner aber anscheinend irgendwie raus aus diesem Teil der Szene, haben eine Art Anti-„Deutschrock“-Song aufgenommen und spielen Konzerte mit einwandfreien Bands. An diesem Abend stand ich dem Gig aber skeptisch gegenüber und hatte ohnehin noch etwas anderes vor. Beim ersten Song stimmte der Sound, der bei allen vorherigen Bands bestens war, noch nicht so recht und schnell begab ich mich wieder auf Klönschnacktour, um schließlich den nächsten Abendsordnungspunkt aufzusuchen und das Knust zu verlassen. Aber was hatte ich zwischendurch mit halbem Ohr gehört? Hatten die tatsächlich „Deutschland“ von SLIME gecovert? Falls dem so war, dürfte das den einen oder anderen im Publikum sicherlich etwas irritiert haben… Mal gucken, vielleicht werd ich die BW’ler ja irgendwann mal neu für mich bewerten. Als Fazit bleibt zu sagen, dass mir persönlich naturgemäß intimere Gigs in kleineren Clubs lieber sind, Konzerte wie diese aber anscheinend derart viel Publikum ziehen, dass Läden wie das Knust nötig werden und aufgrund der „Niedrigschwelligkeit“ und Popularität von Bands wie BERLINER WEISSE viele Leute aufkreuzen, die man auf anderen Punk- und HC-Konzerten eher nicht sieht – wie eben die „KB-Fraktion“, auf die auch gut verzichten kann. Nach längerer Abstinenz mal wieder eine interessante Erfahrung mit viel guter Musik. Danke noch mal an VIOLENT INSTINCT!

14.11.2014, Kraken, Hamburg: BOLANOW BRAWL

kraken-programm 11.2014Nach unserer letztjährigen Schmach, zu Zeiten, als der Kraken noch Skorbut hieß, konnten wir froh sein, dass man uns wieder in diese sympathische Punkrock-Kneipe mitten auf dem Kiez lud und beschlossen, diesmal das Gesaufe auf nach den Gig zu verschieben. Im Gepäck hatten wir einen neuen Song zur Uraufführung und im Nacken zahlreiche Konkurrenzveranstaltungen, von der Flora über den Gaußplatz bis hin zu MOTÖR-fuckin‘-HEAD und einem euphemistisch „Hooligans gegen Salafisten“ genannten Fascho-Aufmarsch in Hannover am nächsten Tag, zu dessen Gegenveranstaltung ebenfalls der eine oder andere frühmorgens aufzubrechen gedachte und ihm demnach vernünftigerweise weniger der Sinn nach einem Bolanow-Rausch in der Nacht zuvor stand. So sah es längere Zeit eher mau aus, was den Publikumsandrang betrifft. Zum Startschuss gegen 22:45 Uhr aber kamen aus allen möglichen Ecken plötzlich zahlende Gäste, so dass die Party mit stattlicher Anzahl Feierwütiger gesichert war! Was den Sound betraf, machte es sich bezahlt, dass wir (nachdem ich mit beiden Bands zuletzt paar Soundprobleme im Skorbut bzw. Kraken hatte) trotz Zuspätkommens in aller Ruhe einen ausgiebigen Soundcheck mit Soundmensch Andy absolviert hatten. Ohne Gefiepe, Rückkopplungen etc. und unverwaschen klangen wir so, wie wir es wollten und dank reparierter Hochtöner in den Boxen konnte ich mich auf der monitorlosen Bühne selbst ebenfalls prima hören. Der neue Song „Tattooed Like Me“ funktionierte ebenfalls problemlos und so bekam der Mob zwölf Bolanow-getränkte Streetpunk-Songs von uns, welcher es uns mit Tanz und Gejohle dankte. Trotz zahlreicher Aufforderungen zogen wir uns nicht aus, sondern gaben mit unserem OXYMORON-Cover und der Wiederholung des Openers „Total Escalation“ für alle Zuspätgekommenen noch zwei Zugaben, bevor sich die Bandkollegen ihren wohlverdienten Alkoholrausch am Tresen abholen konnten. Ich bin der Meinung, dass das einer unserer besten Gigs bis dato war; klar gab’s hier und da kleine Verhacker, aber sonst lief alles molto bene und hat arschviel Laune gemacht. Danke an alle, die uns MOTÖRHEAD & Co. vorgezogen und uns unterstützt haben sowie an die Kraken-Crew für den geilen Abend!

08.11.2014, Gängeviertel, Hamburg: LADEHEMMUNG + ABSTURTZ + THANHEISER

ladehemmung + absturtz + thanheiser @gängeviertel, hamburg, 08.11.2014In der Druckerei des Gängeviertels wurde ein weiteres Konzert anberaumt, das man, wenn man so will, als „Deutschpunk-Abend“ zusammenfassen kann. In der vollen Hütte machten THANHEISER aus Triberg den Anfang, die in meiner Erinnerung irgendwann auf die diversen D-Punk-Sampler-Reihen drängten, als ich mich von selbigen abwandte, weil mir zu viel Ausschuss enthalten war und THANHEISER zählte ich zu eben jenem. Mit ihrem als Punk getarnten Sozialarbeiterrock konnte ich auch an diesem Abend nichts anfangen, was einige jüngere Punks im Publikum jedoch anders sahen. Irgendwann ertönte eine weibliche Stimme von der Bühne und ich blickte irritiert auf selbige, bis ich am hinteren Rand die Drummerin entdeckte. Immerhin so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. Gut informiert schien der Sänger jedenfalls nicht, als er ins Publikum fragte, ob jemand wisse, was RAZZIA denn aktuell so machen würden und trotzdem prompt glaubte, den Hamburgern Nachhilfe in Sachen lokaler Punkkultur geben zu müssen. Ähem… Den Abend lohnenswerten machten sodann ABSTURTZ aus Schleswig-Holstein, das Trio um das Brüderpaar an Klampfe/Gesang und Drums sowie den langhaarigen Bassisten. Noch weitaus stärker als von Platte kam der Bandsound mit seinem aggressiven Gesang und den schnellen Gitarrenleads rüber, der vom Bauch direkt in die Beine zielte und ob seiner Ungehobeltheit sauviel Spaß machte. Respekt, was die Drei da fabrizieren, die machen Krach für fünf oder mehr. Rundum geglückter Gig, der seine aufpeitschende Wirkung nicht verfehlte! Ostpunk galore gab’s dann von LADEHEMMUNG aus Halle/Saale, kurzweilige Songs, spielerisch nix zu meckern und der Sänger betonte seine sachsen-anhaltinische Herkunft, indem er die Ansagen mit Fistelstimme im Ossi-Dialekt vortrug. Ich fand’s geil, bekomme sehr viel mehr Details jetzt aber nicht mehr zusammen. Auf jeden Fall mal wieder ‘ne gelungene Party im Gängeviertel, wo Eintritt und Getränkepreise aus Spenden bestand, deren Höhe jeder selbst bestimmen konnte. Ich labte mich am schmackhaften Störtebeker-Pils und freute mich darüber, dass dank den Mädels und Jungs der „Beyond Borders“-Konzertgruppe wieder verstärkt Konzerte wie diese in Hamburg stattfinden!

01.11.2014, Lobusch, Hamburg: CRASS DEFECTED CHARACTER

crass defected character @lobusch, hamburg, 01.11.2014Eine der Hamburger Nachwuchs-Hoffnungen in Sachen schnörkellosem Hardcore-Punk, nämlich CRASS DEFECTED CHARACTER, gab sich in der Lobusch die Ehre und rotzte in Trio-Größe einige harte Klopper gekonnt ins zahlreiche erschienene und sehr dankbare Publikum, von dem eine Handvoll Leute vor der Bühne ekstatisch das Tanzbein schwang. Ehrlich und direkt hieß die Devise und wenn die Jungs so weitermachen, wird man noch einiges von ihnen hören. Von den anderen beiden Bands wiederum hörte ich null komma nix, da ich mich aus privaten Gründen danach schon wieder auf den Weg machte.

25.10.2014, Gängeviertel, Hamburg: KEIN HASS DA + VIOLENT INSTINCT + THE JANE DOE INCIDENT + KIRA KANOA

kein-hass-da-soli-konzert @gängeviertel, hamburg, 25.10.2014„Wer unkommerzielle Bands beklaut, hat nichts verstanden!“, so war es auf dem Konzert-Flyer zu lesen. Dieser Aussage ist nichts hinzuzufügen, außer vielleicht, dass es sich um ein Solidaritätskonzert zugunsten der deutschsprachigen BAD-BRAINS-Coverband KEIN HASS DA um Sänger Karl Nagel handelte, der jüngst tatsächlich Teile des Equipments gestohlen wurden. Wie immer war alles in der Gängeviertel-Druckerei auf Spendenbasis (Eintritt + Getränke), außer dass eben zwischenzeitlich noch einmal gesondert ein Hut für KEIN HASS DA rumging. Der musikalische Teil des Abends begann relativ spät mit KIRA KANOA, einer Band aus Neuruppin. Während ich noch draußen vor der Tür stand und sabbelte, begann die sich „Antifascist Hardcore-Punk“ verschrieben habende Band zu spielen und ob der superrotzigen, bösen, aggressiven Stimme hatte ich gleich das Bild eines Rotzlöffel-Punks mit Mikro in der Hand vor Augen. Doch weit gefehlt! Wer den sehr eigenwilligen, melodischen, sich aus flotteren und betont ruhigen Teilen zusammensetzenden, emotionalen HC-Punk da mit Gesang versah, entpuppte sich als zartes Mädchen, das aber aus seinem tiefsten Inneren scheinbar ohne jegliche Anstrengung ein gutes Pfund rostiger Schrauben und Nägel holte. Zum Kontrast wirkte sie ansonsten zurückhaltend und schüchtern auf der Bühne, ab und zu entfleuchte ihr ein verlegenes Lächeln. Unterstützt wurde sie gesanglich von ihren Bandkollegen und der Sound war derart gut abgemischt, dass man sogar vieles der deutschen Texte verstand, die zwar dann und wann auf plakativen Antifaschismus zurückgriffen, aber auch Kritik an gesellschaftlichen Umständen aus persönlicher, wohlformulierter, bisweilen gar düsterer Perspektive aufgriffen. Insgesamt wirkte die anscheinend 2010 gegründete Band vielleicht noch etwas unlocker, aber sie gibt sich engagiert, ist mutig genug, ihr individuelles Ding durchzuziehen und will ganz sicher auch gar nicht allen gefallen. Bei einer Handvoll Leuten vor der Bühne tat sich trotzdem etwas und es gab viele Respektsbekundungen in Form von Applaus. Ich fand’s echt gut und würd’s mir jederzeit wieder anschauen und -hören. Pause, Soundcheck, THE JANE DOE INCIDENT aus dem Schwabenländle auf der Bühne: Noch während des Soundchecks riss dem Bassisten eine Saite und irgendwie verzögerte dieser Zwischenfall den Beginn des Gigs enorm. Zunächst versuchten die anderen Bandmitglieder noch, das Publikum bei der Laune zu halten, spielten ein paar Songs an, jammten, einer der beiden Gitarristen spielte „Be All, End All“ von ANTHRAX an, aber dann hieß es auch bald: „Holt euch noch ein Bier oder am besten gleich zwei, dauert noch…“ Man tat wie geheißen, aber irgendwann ging’s dann wirklich los: Alter Vatter, die Band war nicht nur locker ein paar Dezibel lauter als die vorherige, sondern spielte ein brachiales Newschool-HC-Brett mit infernalem Gebrüll und vertrackten Songstrukturen, aber immer brutal auf die Zwölf, technisch absolut einwandfrei, ja, herausragend. Im Gegensatz zu anderen Vertretern derartiger Mucke waren die Bandmitglieder allerdings keine dichttätowierten Anabolika-Härtner und kamen zwischen den Songs sympathisch und humorvoll rüber, besonders, wenn man kein Wort ihres schwäbischen Geschwätzes verstand – aber es klingt eben so spaßig. 😀 Normalerweise kann ich mit dieser Musik nicht sonderlich viel anfangen, doch je länger der Gig andauerte, desto mehr gewöhnte ich mich an den Sound und fand ich gefallen an der Durchschlagskraft der Songs, die mit der Zeit glücklicherweise auch geradliniger und weniger verspielt wurden. Auf Dauer bischn zu monoton ist mir aber das durchgehend wahnsinnige Gebrülle, als ginge es in jeder einzelnen Silbe um Leben und Tod, Apokalypse und Wahnsinn. Das nutzt sich schnell ab und wenn ALLES der totale Terror ist, ist’s irgendwann gar nichts mehr. Klar muss solche Mucke derbe und übertrieben sein, aber ich würd mir ein bisschen mehr Natürlichkeit und Dynamik beim Geshoute/Gegrowle/whatever wünschen sowie ein kleines bisschen Augenzwinkern in den auf totale Härte getrimmten Songs. Wie auch immer, ich fand THE JANE DOE INCIDENT interessant und absolut hörenswert. Stilistisch wiederum ganz anders waren dann natürlich VIOLENT INSTINCT, die Hamburger Oi!-Punk-Band um Sängerin Aga. Wie immer klasse Songs mit ebensolchen deutschen Texten, Agas Gesang, den man auch wirklich als solchen bezeichnen kann, eingängige Melodien, coole Refrains, die zum Mitsingen animieren und ein dankbarer Mob vor der Bühne. Die neueren Songs reihen sich nahtlos ein und auch hier waren oftmals die Texte gut zu verstehen. Leider war die Gitarre anfänglich viel zu leise und der Bass zu laut abgemischt, aber auch das bekam man mit der Zeit in den Griff. Apropos Bass: den bediente wieder der Aushilfsbasser, der schon beim Gig in der Astra-Stube ranmusste. Oder ist der jetzt fest? Obwohl’s mittlerweile schon reichlich spät war, ließ man sich nicht lumpen und spielte satte drei Zugaben, darunter auch das ANGELIC-UPSTARTS-Cover „Solidarity“, wo ich dann wieder mitsingen durfte (was ich angesichts meiner irgendwie verschleppten Erkältung vielleicht lieber gelassen hätte, aber egal). Ich finde diese Band nach wie vor super, die Melodien können wat, die Texte haben Niveau und Anspruch und der Drummer liefert jedes Mal eine irre Show. Ich find aber auch, dass dem Gesamtsound ‘ne zweite Klampfe ganz gut täte, für noch mehr Druck auffem Kessel! Längst war’s weit nach Mitternacht, als KEIN HASS DA die Bühne erklommen. Auch hier findet sich eine immer wieder erstaunliche Perfektion an den Instrumenten, während Karl Nagel als geborener Entertainer den BAD-BRAINS-Songs durch seine ganz eigenen deutschen Texte und seine Art der Darbietung seinen persönlichen Stempel aufdrückt, ihnen einen neuen Charakter verleiht. Nagel unternahm Ausflüge ins Publikum, trat auch während der Songs in direkte Kommunikation mit ihm und ließ sich auch von anfänglichen Mikrofon-Problemen nicht aus dem Konzept bringen. Die eigenen Songs, von denen glaube ich ein, zwei eingestreut wurden, fallen kein bisschen aus der Reihe, passen perfekt ins Programm. Grandiose Musik und viel „positive mental attitude“, egal, ob gerade eine der wenigen Reggae-Nummern oder einer der Hektiker-HC-Songs gespielt wurden. Das Publikum war teilweise mittlerweile etwas müde (oder betrunken) und konnte keine ungeteilte Aufmerksamkeit mehr bieten, so dass ein dauerhafter Pogo-Mob vor der Bühne leider ausblieb, aber der Laden war immer noch ordentlich gefüllt – und das trotz mehrerer Konkurrenzveranstaltungen (ARRESTED DENIAL im Skorbut, die Rote Flora blies zur Mega-Party mit x Bands). Alles in allem ein sehr gelungener Abend, wie ich ihn mag: Ein abwechslungsreiches Programm ohne Scheuklappen, klasse Bands, die es zu entdecken gab und sympathische Gäste. Zum einen oder anderen Störtebeker-Pils wurde sich viel ausgetauscht und da bei einer solchen Mischung nicht jede Band jedem gefallen konnte, gab es reichlich Gesprächsstoff. Abschließend hoffe ich, dass genügend Kohle für KEIN HASS DA herumgekommen ist und kann dem Gängeviertel sowie allen Bands nur zu diesem Abend gratulieren.

24.10.2014, Fährstraße 105, Hamburg: AGENT ATTITUDE + SCHWACH

agent attitude + schwach @fährstraße 105, hamburg, 24.10.2014Viel zu lange war ich nicht mehr in der Fährstraße 105, wo seit einigen Jahren engagierte Punks in einem Wohnhaus in der Hamburger Migrantenhochburg Wilhelmsburg regelmäßig Punk- und HC-Konzerte veranstalten. Diesen Freitag schien die Gelegenheit günstig, also los und mir unbekannte HC-Bands reinziehen. BRUISED SHINS mussten leider kurzfristig absagen, so dass der Konzertbeginn auf eine spätere Stunde verlegt wurde. 5,- EUR Eintritt gelöhnt, länger nicht mehr gesehene Leute getroffen und viel gequatscht, dadurch glatt den Anfang von SCHWACH, „Positive Hardcore“ aus Berlin, verpasst. Nach wenigen Songs begab ich mich dann endlich in den proppevollen Konzert“saal“ und hörte engagiert vorgetragenen und in den Ansagen mit politischem Anspruch versehenen, schnörkellosen und metalfreien Hardcore. Kurze knackige Songs ohne Überraschungen, ernst und humorlos und recht schnell wieder vorbei. Dadurch kurzweilig und generell ok, würde ich mal sagen, aber irgendwie fehlte mir noch das gewisse Etwas. Aber was weiß ich schon, wenn ich a) zu spät komme und b) die Songs erstmals überhaupt höre. Der Bandname ist vermutlich als Gegenentwurf zum Bollo-Testosteron-Anabolika-HC zu verstehen…? Also doch etwas Humor! 😉 AGENT ATTITUDE aus Schweden zündeten dagegen sofort, wenn auch leider der Sänger unter den Gitarren etwas unterging. Dreckiger, schneller Hardcore mit viel Wut und Energie, der sich traute, auch mal so was wie ein Solo unterzubringen. Hat nicht nur mir richtig gut gefallen und die gelungene DEAD-BOYS-Coverversion „Sonic Reducer“ im Zugabenteil besiegelte einen richtig geilen Gig!

16.10.2014, El Dorado (Gaußplatz), Hamburg: DRONGOS FOR EUROPE + OMIXAH

drongos for europe + omixah @el dorado (gaußplatz), hamburg, 16.10.2014Der Gaußplatz lud mal wieder zu ‘nem feinen Donnerstags-Konzi in der platzeigenen Kneipe und reichlich Volk folgte dem Aufruf, so dass die Bude wie eigentlich immer wieder gut gefüllt war. Der Eintritt war frei, zwischendurch wurde um Spenden für die Bands gebeten. Den Anfang machten die Griechen von OMIXAH, die eine schöne Mischung aus Street- und Hardcore- bzw. Chaos-Punk spielten, mit eingängigen Chören, zwei bestens aufeinander abgestimmten Klampfen und vornehmlich englischsprachigen Texten. Das zündete auch dank der klasse Melodien sofort und machte viel Spaß, so dass die Jungs nicht ohne Zugabe davonkamen. Witziges Detail am Rande: Wenn eine fünfköpfige Band wie OMIXAH im El Dorado spielt, muss sich mindestens ein Bandmitglied vor der einzigen Tür des Ladens positionieren, die sich hinter der „Bühne“ befindet. Das hat zur Folge, dass von hinten ständig Leute an ihm vorbeilaufen – sicherlich ein eigenartiges Gefühl, wenn man’s nicht gewohnt ist, dank der Rücksichtnahme der Leute aber nie ein Problem. Nach kurzer Pause dann die DRONGOS FOR EUROPE aus England, die ein herrliches Oldschool-UK-Punk-Brett ablieferten, wo’s dann kein Halten mehr gab. Die Party erreichte ihren Höhepunkt, die Band wurde gebührend gefeiert, liefert einen energischen und perfekt auf den Punkt gebrachten Auftritt und bewies unheimliches Durchhaltevermögen, als sie eine Zugabe nach der anderen in den Mob feuerte. Zwei großartige, sympathische Bands mit bemerkenswerter DIY-Attitüde, die sich im Wagenplatz-Ambiente sichtlich wohlfühlten und hoffentlich bald wiederkommen! Der Sound war übrigens wie üblich top!

04.10.2014, Indra-Club, Hamburg: LAST SEEN LAUGHIN‘ + GRADE 2 + DÖRMPS

last seen laughing + grade 2 + dörmps @indra-club, hamburg, 04.10.2014Nachdem ich tagelang den Ohrwurm „Shout out loud – Evil Conduct Punk & Proud“ im Kopf mit mir herumschleppte, hielt ich das für ein Zeichen und entschied mich, an einem Abend diverser Hamburger Konzertmöglichkeit nach längerer Zeit mal wieder das Indra auf St. Pauli aufzusuchen, um einem Oldschool-Oi!-Konzert beizuwohnen. Leider mussten EVIL CONDUCT verletzungsbedingt spontan absagen und konnten ihr neues Album somit nicht live präsentieren. Der Eintritt würde fairerweise um 5 Öcken auf 13 Taler gesenkt und zusammen mit Jungs von IN VINO VERITAS und CURB STOMP entschied ich mich, den Abend trotzdem zu unterstützen. Und damit waren wir nicht die einzigen; der Club war zwar nicht ausverkauft, aber doch ansehnlich gefüllt. Den Anfang machten die DÖRMPS aus Dortmund, der Drummer des Trios ist gleichzeitig der Sänger und gibt deutsche Texte zwischen Freizeitgestaltung und Gesellschafskritik von sich. Die Band hat ‘ne sympathische Ausstrahlung und scheint nicht unbedingt von der dummen Sorte zu sein, für meinen persönlichen Geschmack fehlen aber ein bisschen Dreck und hier und da ein einprägsamer Singalong – so zumindest mein erster Eindruck, denn vorher hatte ich höchsten mal ‘nen Sampler-Track gehört. Mal gucken, was da noch so kommt oder wie ich’s das nächste Mal auffasse. Von GRADE 2 hatte ich zuvor schon gehört, Englands jüngste Oi!-Band, sagt man. Und tatsächlich standen da drei Jungspunde auf der Bühne, die es aber bereits faustdick hinter den Löffeln hatten und schnörkellosen, klassischen Oi!-Sound mit heiserem Gesang, kräftigen Refrains und Oldschool-Schrammel-Gitarre mit schnieken eingestreuten Melodien zu bieten hatten. Da konnte einem schon das Herz aufgehen. Gecovert wurde auch, nämlich „One Law For Them“ von den 4-SKINS, wat von RUNNIN‘ RIOT und möglicherweise noch etwas, weiß ich gar nicht mehr genau – egal. Vor der Bühne tummelten sich ein paar wenige, dafür umso tanzwütigere Gestalten, da ging’s rau zur Sache und so richtig leiden konnte man sich auch nicht unbedingt immer… aber dazu später mehr. LAST SEEN LAUGHIN‘ sagte mir erst mal gar nix – da kann man mal sehen, mit welcher Aufmerksamkeit ich die Oi!-Szene die letzten Jahre verfolgt hatte. Schon wieder ein Trio, diesmal ein dänisches, zusammengesetzt aus Leuten von THE OUTFIT, THE HOOLIES und ZERO POINT. Ok, zwei von dreien kenne ich dann doch. Was LSL da ablieferten, war rauer, fieser Oi!-Punk der aggressiveren Sorte, der weniger um Filigranes bemüht ist, sondern eher das Äquivalent zu einem hässlichen Straßenköter, der dich ankläfft, darstellt. Die englischen Songs waren dennoch alles andere als bemüht aggro, sondern klangen wunderbar natürlich und ungekünstelt, hatten ihre Chöre in den Refrains, die für Eingängigkeit sorgten und – wie übrigens alle Bands des Abends – einen druckvollen, satten Sound, in diesem Falle verstärkt durch etwas ‘80er-Hall. Ein Song wurde dann auch noch auf Dänisch vorgetragen und am Ende „Evil“ von den 4-SKINS gecovert. Da hielt es dann auch mich nicht mehr und obwohl ich angesichts des mit Scherben übersäten Bodens eigentlich keine rechte Lust hatte, ließ ich mich mitreißen und schwang doch noch einmal kurz das Tanzbein. Die Scherben kamen zustande, weil der eine oder andere gut Angeschossene nicht nur ausgelassen vor der Bühne feierte, sondern auch mal ein Glas zerklirrte und sonstwie provozieren zu müssen meinte, was bei mind. einem Gast zu gleich drei Rauswürfen führte. Und obwohl das Indra keine Drehtür hat, tauchte er immer wieder auf. Immerhin trug er stark zum Unterhaltungsfaktor bei und wirkte auch nie gefährlich. Eigenartiger fand ich da das Pärchen, das bei LSL wie aus dem Nichts nach vorn geschossen kam, einmal wüst durch die nichttanzende Menge pogte und anscheinend genauso schnell wieder des Feldes verwiesen wurde. Das ging natürlich auch nicht ohne weiteren Glasbruch vonstatten… Sämtliche Gemüter des ansonsten vollkommen friedlichen und angenehmen Abends beruhigten sich spätestens, als DJ EMPEROR nach dem Gig mit Reggae- und Ska-Klängen den Soundtrack zum gemütlichen Absacker im Biergarten oder am Tresen lieferte. Insgesamt ein gelungener Abend, trotz des bedauerlichen Ausfalls des Headliners.

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