Gnnis Reviews

Category: Konzertberichte (page 29 of 35)

19.11.2011, Linker Laden, Hamburg: EIGHT BALLS

Die EIGHT BALLS baten mal wieder zum Tanz zu erhabenem Oi!-Punk, der zum besten in dieser Richtung gehört, was Deutschland zurzeit zu bieten hat. Diesmal stieg die Party im Linken Laden mit seinem Wohnzimmerambiente, der eigentlich zu klein für so ein Konzert ist, so dass sich erwartungsgemäß das Publikum fast schon übereinanderstapelte, als ich leider aufgrund des überraschend pünktlichen Beginns etwas zu spät eintraf und Gassenhauer wie „Alles für die Firma“ und „Scheißeschmeißer“ verpasste. Alles andere ist aber genauso gut und glücklicherweise funktionierte auch der Ventilator wieder, so dass man nicht sofort wie der „Incredible Melting Man“ zu einem Haufen Grütze zerfloss. Alle Hits im Gepäck, zwei, drei Zugaben und Schluss. Großartig wie immer! Mal wieder mit dabei übrigens Aushilfs-Gitarrero und Quasi-Eight-Ball Ladde (IN VINO VERITAS), der diesmal nicht Mücke, sondern Eike an der Klampfe vertrat und seinen Job wie immer ausgezeichnet erledigte. Und so feierten letztlich St. Paulianer, HSVer und Rostocker einträchtig zusammen – manchmal klappt’s eben doch noch mit der vielbeschworenen Unity. Die schmalen 4 Taler Eintritt jedenfalls waren perfekt investiert. „Auf die Knie, Beine breit, es ist wieder Eight-Balls-Zeit! Erst anal und dann oral, wir sind die Kings of Asozial!“

12.11.2011, Störtebeker, Hamburg: THE ABOUT:BLANKS + CUT MY SKIN + irgend’ne Exotencombo

Auf diesen Abend hatte ich mich im Vorfeld sehr gefreut. Weniger wegen der Bands, vielmehr wegen des sympathischen Orts. Ich war schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr im Störtebeker mit seinen unschlagbar günstigen Getränkepreisen und seinem stimmigen Ambiente und so wurd’s verdammt noch mal wieder Zeit. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn den Anfang machte eine was die Nationalitäten der Bandmitglieder betrifft bunt zusammengewürfelte Band, die aber anscheinend, wie man mir sagte, „hauptsächlich“ aus Südamerika käme. Das war ganz astreiner, superwütender HC-Punk, vorgetragen in Landessprache von einer Ein-Meter-Fuffzich-Sängerin mit unfassbar derbem Organ. Kurze, brutale Songs, dazwischen mindestens doppelt so lange monoton heruntergebetete Ansagen vom Gitarristen. Dadurch bekam das Ganze etwas ein wenig unfreiwillig Komisches, aber ansonsten war’s absolut top und eine wahre Aggressions-Explosion! Ich war verzückt und das sympathische Publikum schien meinen positiven Eindruck zu teilen. Leider weiß ich den Namen der Band nicht, da die gar nicht mit auf dem Flyer stand und ich es auch verpeilt hab, ihn in Erfahrung zu bringen. Ach ja, der Bassist hatte wohl mit ‘ner fiesen Entzündung an der Hand zu kämpfen und kroch auf dem Zahnfleisch, was ihn aber nicht davon abhielt, irgendwann mitsamt Bass ins Publikum zu springen – das ist Einsatz!

Ordentlich euphorisiert ließ ich mich anschließend auf ganzer Linie von THE ABOUT:BLANKS aus Berlin mit ihrem energiegeladenen ’77-Punkrock marke England zum fröhlichen Pogo einladen. Rotzige, geradlinige Songs, Alarmgesang , ordentlich Feuer im Arsch – wat willste mehr? Vielleicht die eine oder andere Coverversion eines Klassikers der PISTOLS oder THE CLASH, ok… aber man kann bekanntlich nicht alles haben. Der Laden war übrigens mittlerweile gerammelt voll und der Sound war von Anfang so dermaßen laut, dass mir tatsächlich so’n bischn die Ohren klingelten – gehört dazu!

CUT MY SKIN stand ich eher skeptisch gegenüber, nachdem ich ein paar Mal gehört hatte, dass Sängerin Patti, die ich noch aus früheren SCATTERGUN-Zeiten kannte, in politischen Fragen gern mal übers Ziel hinaus bzw. in die eigenen Reihen schießen soll. Hab mich auch nie mit der Band befasst, kannte höchstens ein, zwei Songs von Samplern. Doch drauf geschissen, denn was da an völlig geilem Midtempo-UK-Punkrock auf der Bühne zelebriert wurde, hat mich schnell überzeugt und positiv überrascht. Tolle Melodien und Singalongs, klasse Stimme, Sängerin mit viel „Credibility“ – die Band hatte zu 100% das richtige Gefühl für diese Mucke und wurde dementsprechend sehr gut vom Publikum angenommen. Ja, auch dieser Auftritt war geil. Drei Bands – drei absolut sehens- und hörenswerte Gigs. Und das alles im Störtebeker – großartig!

05.11.2011, Lobusch, Hamburg: WICKED CITY + DEAD CLASS + INSIDE JOB

Eine Woche später, gleicher Ort, gleicher Preis:

Ich kenne Stonerrock und finde ihn langweilig, ich kenne Punk und finde ihn aufregend – aber was zur Hölle soll „Stonerpunk“ sein? Langweilig-aufregendes?! Die Australier WICKED CITY belegten ihre Mucke mit diesem Etikett und, naja, was zunächst noch interessant, weil ungewohnt klang, nutzte sich recht schnell ab und trieb mich zum Quatschen vor die Pforten.

DEAD CLASS aus Irland mit ihrem flotten und spritzigen Punkrock machten da schon wesentlich mehr Spaß, wenn’s auch stellenweise arg poppig wurde. Scheißegal, der Funke sprang aufs Publikum über und die mittlerweile wieder überaus anständig gefüllte Lobusch feierte einen guten Gig. DEAD CLASS hatten Stunden vorher übrigens bereits an anderer Stelle in Hamburg einen Gig, zeigten aber keinerlei Ermüdungserscheinungen. Respekt!

Den Rausschmeißer besorgten dann die Hamburger INSIDE JOB, die ich mittlerweile nun schon öfter gesehen hatte und daher wusste, mich erwartete: Absolut geradliniger 80er-Retro-Hardcore à la CIRCLE JERKS und Konsorten mit einem wild posenden Sänger, der sich für kaum etwas zu schade ist und sich auch gern mal auf dem Fußboden wälzt. Wie immer sehr überzeugend und kurzweilig und wie immer mit einigen schönen Coverversionen von BLACK FLAG, NEGATIVE APPROACH und sowat gespickt. Die Überraschung war aber das BODY-COUNT-Cover „Copkiller“ im Oldschool-Soundgewand. Arschgeil! Das Publikum reagierte wie häufig bei solchen Shows sehr wohlwollend, aber insofern verhalten, als nun keine Circle Pits o.ä. durch den engen Laden tobten. Aber auch so immer wieder klasse, meine Empfehlung!

29.10.2011, Lobusch, Hamburg: RUNNIN‘ RIOT + FLEAS AND LICE + INSTINCT OF SURVIVAL

Pierre von FLEAS AND LICE feierte mit diesem wie Lobusch-üblich nur ‘nen schlappen Fünfer kostenden Konzert seinen Geburtstag, die verflohten und verlausten Holländer machten den Anfang in einer derbe vollen Hütte. Schepperiger Hardcore-Punk mit männlichem wie weiblichem Gesang. Kam sehr gut an und hat auch live immer was, wenn’s auch nicht 100%ig meins ist. Ich suchte irgendwann einen Ausweg aus dem Gedrängel und zog es vor, bei noch halbwegs angenehmen Temperaturen vor der Tür mit Bekannten zu quatschen. Jedes Mal, wenn die Tür aufging, drang ein schwüler Wärmeschwall mit nach draußen, drinnen tropfte quasi bereits der Schweiß von der Decke.

Anschließend musste die aufgeheizte Menge allerdings einen Downer in Form der lokalen Crust-Coreler von INSTINCT OF SURVIVAL über sich ergehen lassen und der Platz vor der Bühne wurde wesentlich übersichtlicher. Das, was sie macht, macht die Band bestimmt nicht schlecht und ich versuche auch jedes Mal, dem Ganzen etwas abgewinnen zu können, aber es sollte mir auch an diesem Tag nicht gelingen. Schleppender Crust-Sound mit Gebrülle, ein einziger, monotoner Soundbrei… puh, da muss selbst ich passen. Der eine oder andere ungehaltene Kommentar anderer Konzertbesucher drang zu meinen Ohren, aber ein paar Unerschrockene hatten trotzdem ihren Spaß am Auftritt.

Irgendwann dann aber endlich der eigentliche Grund meines Erscheinens: RUNNIN‘ RIOT aus Belfast! Vor x Jahren mal live gesehen und als ziemlich gut in Erinnerung habend, freute ich mich doch sehr auf ein Wiedersehen – und wurde keinesfalls enttäuscht. Knackiger, aggressiver Oi!-Punk in Landessprache, schnörkellos und 100%ig authentisch. Der Sänger fegte in Mönchsrobe über die kleine Bühne und war darunter bestimmt am Transpirieren wie die Sau. Der Funke sprang sofort über und neben den eigenen Songs machten auch die Coverversionen u.a. von TWISTED SISTER, „We Are Not Gonna Take It“, mächtig Laune. Total geiler Auftritt und sehr schöner Abschluss einen lohnenden Konzertabends!

21.10.2011, Platzhirsch, Hamburg: VIOLENT INSTINCT + RIOT COMPANY + LOST BOYZ ARMY

Am Freitag, dem 21.10.2011, ging’s zu VIOLENT INSTINCT + RIOT COMPANY + LOST BOYZ ARMY in den Hamburger „Platzhirsch“, direkt am Hans-Albers-Platz auf dem Kiez. Die Hamburger Newcomer VIOLENT INSTINCT hatten das Konzert organisiert und den Laden angemietet, der mal so gar keinen Punkspirit versprühte und mit ziemlich hohen Preisen nicht gerade zu einer ausgelassenen Party einlud. Die 12,- EUR Eintritt war’s aber dennoch wert, denn man hat in jederlei Hinsicht das Beste draus gemacht. VIOLENT INSTINCT eröffneten den Abend mit überraschend kraftvollem und sehr gekonnt dargebotenem Punkrock mit melodischem, aber sehr energiegeladenem weiblichem Gesang mit deutschen Texten und wurden sehr gut vom Publikum, das mittlerweile doch einigermaßen zahlreich eingetroffen war, aufgenommen. Deren Darbietung rang mir wirklich großen Respekt ab, da ich nicht gedacht hätte, dass eine so neue Band solch ausgefeilte und technisch einwandfreie Songs abliefern und so souverän auf der Bühne agieren würde. Ich glaube, von VIOLENT INSTINCT wird man noch viel hören! Eine überraschende Coverversion gab’s mit „Dreht die Zeit zurück“, einem uralten Stück von einem der ersten Projekte von LBA-Sänger Peter, OI! THE BAND.

RIOT COMPANY hingegen hatten sicherlich schon bessere Auftritte. War der Sound zuvor bei VIOLENT INSTINCT noch schlichtweg perfekt, hatten RIOT COMPANY mit einer sagen wir mal suboptimalen Abmischung zu kämpfen, die die Songs nicht so wie von Platte oder wie ich es von früheren Konzerten gewohnt war knallen ließ. Ich hatte RIOT COMPANY selbst seit Jahren nicht mehr live gesehen und kenne auch die jüngsten Veröffentlichungen gar nicht. Das Publikum reagierte zunächst recht verhalten, doch später platzte der Knoten und die Band wurde doch noch recht ordentlich unterstützt. Inwieweit zuvor öffentlich gestreute Kritik an der Band Grund für die Zurückhaltung war, vermag ich nicht zu beurteilen. Alles in allem habe ich mich aber gefreut, die Streetpunk-Songs in vornehmlich englischer Sprache der Hildesheimer Band mal wieder live um die Ohren geballert zu bekommen, denn auch, wenn ich vielleicht nicht mehr so drauf abgehe wie früher, als ich generell mehr Musik aus dieser Richtung gehört habe, ändert das nichts an der Qualität des Materials, das so gar nichts mit dem im negativen Sinne Prollschrott zu tun hat, der heutzutage in deutschen Landen gern unter dem Banner Oi!- oder Streetpunk vermarktet wird.

Eine kleine Überraschung in Form eines COTZRAIZ-Kurzauftritts folgte. Die mit der LBA mitgereisten Cotzrocker intonierten zusammen mit ihrem Ex-Gitarrero Kai und mit LBA-Unterstützung ein Intro und den Obergassenhauer „Stolz & stark“ – das erste Mal COTZRAIZ in Hamburg seit gefühlt 1000 Jahren. Das sollte aber nur der Auftakt für geballte Ruhrpott-Power sein, denn endlich bekam ich Gelegenheit, mir mal ex-VERLORENE-JUNGS-Peters neue Band LOST BOYZ ARMY anzusehen, die zudem mit dem zweiten Album in den Startlöchern steht. Dementsprechend wurde sehr viel neues, dem Publikum größtenteils noch unbekanntes Material gespielt, das aber ausnahmslos super ankam und Qualität verspricht. Ebenso natürlich die Stücke des Erstlings „VMK Negativ“, die live von der Band dargeboten noch mal intensiver wirken als aus der Konserve. Emotionale, kämpferische, schnörkellose Streetpunk-Songs, die weder die unsägliche „Deutschrock“-Ecke bedienen, noch sich in typischen Szeneklischees und –plattitüden verlieren, sondern eine hohe Eigenständigkeit und allem voran aufgrund Peters markanter Stimme einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen. Man beherrscht auch die leiseren Töne, die noch mal eine ganz besondere Atmosphäre entfachen. Die Band scheint mir sehr gut aufeinander eingespielt zu sein und hat sichtlich Spaß an dem, was sie tut. Spaß machten natürlich auch die Coverversionen von ACHIM REICHEL und – eine weitere Überraschung – NOFX („The Brews“ mit deutschem Text!), bis es am Schluss noch mal sentimental wurde, als man als einzigen Song aus dem VERLORENE-JUNGS-Repertoire „Gekreuzte Hämmer“ zum Besten gab. Ein großartiger Auftritt, der mich in allen Belangen überzeugt hat.

Danke an alle, die das Konzert möglich gemacht haben. Schön, dass auch mal eine Band wie LOST BOYZ ARMY nach Hamburg geholt wird. Sehr gerne in nicht allzu ferner Zukunft wieder!

15.10.2011, Hamburg, Lobusch: MEATFIST

Am nächsten Tag verschlug es mich spontan in die Hamburger Lobusch zu MEATFIST, einer dänischen MISFITS-Coverband, die dem ca. halbvollen Laden gut einheizte und zum Feiern einlud. Klar, ein Hit folgte auf den nächsten und der Funke sprang schnell von der Band aufs Publikum über. Kurzweilig und gut und mit ’nem Fünfer auch aus der Portokasse bezahlbar.

14.10.2011, Bambi Galore, Hamburg: ORÄNG ATTÄNG + NEUE KATASTROPHEN + VLADIMIR HARKONNEN + THRASHING PUMPGUNS

Am Freitag, dem 14.10.2011, ging’s nach HH-Billstedt zu ORÄNG ATTÄNG, NEUE KATASTROPHEN, VLADIMIR HARKONNEN und THRASHING PUMPGUNS in der Bambi Galore. Wegen eines vorausgegangenen Termins kam ich recht spät, löhnte die angenehm bescheidenen 5,- EUR Eintritt und hatte zwar ORÄNG ATTÄNG bereits komplett verpasst, wurde in einer recht vollen Bude aber noch Zeuge der letzten Stücke der NEUEN KATASTROPHEN – zu meiner Freude inkl. des Hits „Degowski-Beat“!. Das hörte sich sehr gut an und das sympathische Publikum hatte seinen Spaß. VLADIMIR HARKONNEN sollte ich daraufhin zum ersten Mal live sehen. Etwas seltsam eigentlich, hatte ich doch die Vorgängerband BONEHOUSE früher etliche Male gesehen. Die Schleswig-Holsteiner spielten punkigen Metal mit viel Druck und technisch sauber. Der Sänger lieferte wie schon zu BONEHOUSE-Zeiten eine klasse energiegeladene Performance und geizte nicht mit amüsanten Ansagen und Anekdoten. Sehr guter Auftritt! Anschließend ging’s mit den THRASHING PUMPGUNS noch mal richtig ab. Ex-SMALL-TOWN-RIOT-Bassist Rolf am Gesang, zwei Gitarristen und derber, hektischer Oldschool-Crossover-Sound zwischen Thrash, Speedcore, Hardcore und Punk. Das Publikum ging sehr gut ab und forderte frenetisch Zugaben, die Band fabrizierte amtlichen Krach und Sänger Rolf fegte voller Adrenalin über die Bühne. Sehr geil, sollte man sich mal angesehen haben!

30.09.2011, Indra-Club, Hamburg: SPELLBOUND + THE WRECK KINGS

Nach langer Zeit mal wieder auf ein Psychobilly-Konzert ging’s kürzlich an einem Freitagabend, genauer: am Freitagabend nach dem denkwürdigen HVV-Abschiedssaufen, wo ordentlich vorgeglüht wurde, um den ÖPNV gebührend in seine alkoholfreie Zukunft zu verabschieden. Aus einer S-Bahn voller völlig durchdrehender, grölender, feiernder und stockbesoffener Menschenmassen direkt in einen nur äußerst spärlich gefüllten Club mit recht teurem Bier und wenigem, was auf eine bevorstehende Rock’n’Roll-Party hindeuten würde, erwies sich aber als ziemliche Euphoriebremse und die deutschen THE WRECK KINGS wurden größtenteils ignoriert, obwohl sie ihre Sache ziemlich gut machten. Sicherlich nicht unbedingt sonderlich eigenständig, aber echt ok und mit Spielfreude. Mir gefiel’s jedenfalls, aber die Band tat mir schon ein bisschen leid.

Zu SPELLBOUND füllte sich die Bude aber deutlich und die Iren bliesen so einiges weg! Ich kannte die Band vorher überhaupt nicht, wurde aber von Top-Musikern, die Spitzensongs zelebrierten, schnell überzeugt. Gecovert wurde übrigens „Whiplash“ von METALLICA (!) in einer arschgeilen Version, ’ne sehr feine Surfsound-Einlage gab’s auch und generell sprühte die Band nicht nur vor Spielfreude, sondern auch vor Kreativität. Sehr geil und mit ’ner ganz eigenen Note. Klasse! Ein paar Mädels tanzten, ich bewegte mich ’n bischn, der Großteil zog es aber vor, die Band relativ bewegungsarm und aus sicherer Entfernung zu begutachten.

Gekostet hatte der Spaß ’nen Zehner, was ok war. Das Drumherum ist mir aber eigentlich bischn zu teuer und m Zusammenhang mit der gedämpften Stimmung habe ich mich daran erinnert, warum ich, von der Bandauswahl einmal abgesehen, so selten in den Indra-Club gehe.

01.-03.09.2011: Marathon: Vier Konzerte in drei Tagen (EMILS + AMMUNATION / HAMMERHEAD + OVERPOWER + T-34 / SMALL-TOWN-NORMAN / MENACE)

Marathon: Vier Konzerte in drei Tagen

Los ging’s Donnerstag, 01.09.2011, mit den für einige Gigs reformierten Lokalhelden EMILS, die im Molotow auf dem Kiez spielen sollten. Die erste EMILS-Platte „Fight Together For…“ besitzt einen hohen Stellenwert bei mir und ist neben der neu eingespielten Best-Of „Der schwarze Fleck“ das einzige Album der Band, das ich habe. Auf „Der schwarze Fleck“ waren aber auch locker 50% echte Hits, wie auch vieles, was ich von Samplern kannte. Angefangen als Hardcore-Punk-Band nahmen später die Metal-Anteile immer mehr Raum ein und die Songstrukturen wurden komplexer, die Stücke verkopfter. So hatte ich das zumindest bei einigem Material empfunden und mir deshalb keine weiteren Alben mehr zugelegt. Das letzte Album „Partytime“ bekam fast ausschließlich miese Kritiken und bald löste sich die Band auf. Die Gelegenheit, die EMILS einmal live zu sehen, hatte sich in der Vergangenheit nie für mich ergeben. Umso mehr freute ich mich auf das Konzert, denn die Zeit scheint mir reif für ein „Comeback“. AMMUNATION machten den Anfang, hassiger Hardcore aus Hamburg, mehr old- als newschool, ein guter Anheizer. Die EMILS starteten mit „Viel zu langsam“ und hatten mich sofort auf ihrer Seite. Geiler Sound im Molotow, eine total sympathisch wirkende Band auf der Bühne, einer meiner Lieblingssongs direkt zu Beginn und dieses unbeschreibliche Glücksgefühl, diese schon länger nicht mehr gehörten Hits alter Zeiten ungefiltert live um die Ohren geballert zu bekommen. Der Glückshormonausstoß beförderte mich direkt in die erste Reihe, um ekstatisch zu zucken, die Faust zu ballen und trotz einiger Textunsicherheiten die Band nach allen Kräften zu unterstützen. Der Großteil des Publikums nahm die Band zwar grundsätzlich sehr positiv auf („Schön, dass ihr wieder da seid!“ hieß es da z.B.), war aber eher bewegungsfaul. Das war aber auch sicherlich dem Umstand geschuldet, dass a) das Konzert mitten in der Woche stattfand und b) ich nach langer Zeit mal wieder das Gefühl hatte, den Altersschnitt eher zu senken denn zu erhöhen. Die Kids waren bei SS-KALIERT, die zeitgleich im Hafenklang lärmten, bei den EMILS die älteren Semester. Scheißegal, zusammen mit einer Handvoll weiterer Hartgesottener wurde ordentlich gefeiert und zu etwas vorgerückter Stunde war letztlich dann doch auch ein amtlicher Mob vor der Bühne zu sehen. Die Band wirkte bisweilen ein klein wenig unsicher; ich kann mir vorstellen, dass es früher mehr Interaktion mit dem Publikum gab. Dafür wurden die Songs aber nicht in gemäßigten Rentnerversionen dargeboten, sondern in Hochgeschwindigkeit wie eh und je. Wie bereits erwähnt „Viel zu langsam“, gefolgt von „Wer frisst wen?“, „Kosaken-Kaffee“, der Oberknaller „Die Abrechnung“, „Kirche nein“, „Kampfsignal“, „Schönes Leben“ etc. pp – man ließ sich nicht lumpen und feuerte eine Salve nach der anderen ab. Exzellente Songauswahl, in die sich ein paar Stücke eingeschlichen hatten, die ich gar nicht kannte, die sich aber so gut anhörten, dass ich beschlossen habe, meine Sammlung nun doch endlich um die noch fehlenden Scheiben zu erweitern. Zwischendurch sorgte ein Amp-Ausfall für Zeit zur Erholung, eigentlich gar nicht verkehrt. Als eigentlich der Zugabenblock beginnen sollte, fiel eben jener Amp aber erneut aus und sorgte für eine diesmal etwas nervige Zwangspause. Die Band bzw. vor allem deren Sänger überspielten diese aber durch humorvolle Kommunikation mit dem Publikum, bat den Schlagzeuger, etwas von Slayer zu spielen (was dieser auch tat) usw. und irgendwann ging es mit Zeug wie „Neo-Nazis“, „Deutsch und gut“ und „Dumm-Punk“ weiter, bis der Abend seinen Schluss fand. Die EMILS hatten lange genug gespielt, um mich auszupowern, ich hab keinen Song zwingend vermisst und der Gesamteindruck war sowas von positiv, dass ich hoffe, dass es das nicht schon wieder gewesen sein soll und man vielleicht doch noch weitermacht. Zumindest unregelmäßige Live-Gigs wären klasse und werden definitiv gebraucht! Ach ja, eine Coverversion gab’s, „Nein nein nein“ von den BUTTOCKS.

Am nächsten Tag wollte ich das Wochenende mit HAMMERHEAD auf der MS Stubnitz einläuten. Die MS Stubnitz ist ein im Hamburger Hafen liegendes Rostocker Schiff, auf dem ich, wie sich herausstellen sollte, bereits vor Jahren in Rostock schon mal war, als DRITTE WAHL auf ihm spielten. Zunächst einmal musste ich den ollen Kutter aber finden, denn sonderlich zentral liegt er nicht. Einen so langen Fußmarsch hat man in Hamburg auch nicht alle Tage, aber zusammen mit zwei anderen unterwegs getroffenen nicht ganz Ortskundigen war man dann doch irgendwann am Ziel angelangt. Zwar stand irgendwo im Internet irgendwas von 19:00 Uhr, doch mit der Realität hatte das nicht viel zu tun. Man musste ‘ne Zeitlang auf den Einlass warten und dann noch mal auf die erste Band. Die Zeit verbrachte ich natürlich mit viel Gequatsche, außerdem floss das „Force-Attack-Bier“, original Rostocker Pilsener, stets bis an den Rand der 0,5-l-Becher gezapft, wie Wasser die Kehle runter. Ein netter Gruß aus meiner mecklenburg-vorpommer’schen Heimat. Irgendwann machten T-34 den Anfang, eine augenscheinlich sehr junge Hardcore-Band mit schnörkellosem, sehr angenehmem Sound. Gefiel mir sehr gut, Plattitüden wie einen Anti-Oi!-Song hab ich geflissentlich überhört und lieber das BUTTOCKS-Cover (schon wieder?) „Deutsche raus aus Deutschland“ wohlwollend wahrgenommen. Geiler Gig, interessante Band! Die nun folgenden Leipziger OVERPOWER wussten ebenfalls zu gefallen, HC mit bischn Metalkante oder so und schön aggressiv röhrendem Sänger. Mittlerweile war die Zeit schon ordentlich vorangeschritten und von meinem Gedanken, nach Konzertschluss mit der letzten Bahn zurück in meine sympathische Kleinstadt zu fahren, verabschiedete ich mich langsam, aber sicher und besoff mich stattdessen mit dem köstlichen Rostocker Pils, das zudem meine Halsschmerzen vom übertriebenen Mitgegröle am Vortag bei den EMILS angenehm linderte. Irgendwie war die Luft aber bei mir raus, trotzdem wollte ich endlich HAMMERHEAD sehen. Ich erwartete nicht weniger als eine hasserfüllte, unterhaltsame Show, die Songs sind meines Erachtens beim Gesamtkunstwerk HAMMERHEAD nebensächlich. Ich kannte sie von Platte und von der schwerst unterhaltsamen „Sterbt alle!“-DVD, hatte aber bisher konsequent jeden Live-Gig verpasst. Ich weiß nicht genau, ob es an meinem Zustand lag oder meine Erwartungshaltung zu groß war, jedenfalls war ich von der HAMMERHEAD-Show mit ein paar wenig spontan wirkenden Sprüchen, monotonen Songs und albernem Outfits etwas enttäuscht. Hatte ich mir mehr von versprochen, hatte aber eben auch irgendwie nicht mehr so recht Bock. Vielleicht an anderer Stelle zu ‘nem anderen Zeitpunkt. Für den Rückweg schloss ich mich einer Gruppe Kidpunks an, die vorgaben, einen guten Weg zu kennen, der mich diesmal aber nach heillosem Gelatsche direkt zum Hauptbahnhof führte… Das kommt davon, wenn man sein Taxigeld versäuft. So richtig scheiße dekadent ging’s dann aber von der S-Bahn-Endhaltestelle noch mit dem Taxi nach Hause und es hieß Kraft tanken für…

…den Samstag, für den ich mich hatte überreden lassen, dem Auftritt SMALL-TOWN-RIOT-Normans vorm True Rebel Store in Hamburg-Altona beizuwohnen, der dort anlässlich eines Straßenfestes unplugged ein paar Rock’n’Roll-Klassiker und Artverwandtes zum Besten geben sollte. Bei bestem Wetter bekämpfte ich meinen leichten Kater mit Asianudeln, Cola und alkoholfreiem Bier und genoss die Zusammenkunft einer respektablen Rasselbande vorm Laden. Der Beginn verzögerte sich von 15:00 auf ca. 16:00 Uhr und als die ersten Akkorde gespielt waren, platzte mitten im Song ein Ordnungsfutzi herein, der anscheinend die Aufbauarbeiten beobachtet und nur darauf gewartet hatte, sich wichtig zu machen. Die Veranstaltung sei nicht angemeldet, Norman könne nicht weiterspielen, blabla, die ganze Scheiße. Während das sich mittlerweile zu ca. 50% aus „Laufkundschaft“ und 50% Freundes- und Bekanntenkreis zusammensetzende Publikum in den vorderen Reihen freundlich darum bat, ihn einfach weiterspielen zu lassen, kamen aus den hinteren Reihen bereits unentspanntere Sprüche und letztlich verschwand der Depp und es ging einfach weiter, diesmal ungestört. Norman spielte sich durch drei ca. halbstündige Sets und der eine oder andere soff sich bereits zu dieser Zeit einen beachtlichen Pegel an, während um ihn herum Familien mitsamt Kindern das Ambiente genossen. Schön war’s!

Ich hingegen hielt mich zurück, da ich beschlossen hatte, abends den Linken Laden in der Schanze aufzusuchen, um mir die UK-Alt-Punks MENACE anzuschauen. Sehr kleiner Laden für eine Band dieses Bekanntheitsgrads, die ich zuletzt vor etlichen Jahren im Logo gesehen hatte, wo sie vollends überzeugten. In sehr netter Atmosphäre wurden nun ein paar aktive Getränke gekippt, bis es gegen 21:30 Uhr losging. Der Konzertraum mit seiner Wohnzimmeratmosphäre war natürlich proppenvoll, doch das Schlimmste war die fast unerträgliche Hitze! Ich glaube, ich war noch nie auf einem Konzert, bei dem es so dermaßen heiß war… der Ventilator an der Decke verweigerte seinen Dienst und nur vom reinen Rumstehen lief einem schon die Suppe runter, das Bier verdunstete in Sekundenschnelle. Viele hatten da offensichtlich wenig Bock drauf und hielten sich lieber draußen am Tresen auf, hätten aber vermutlich eh nicht alle hineingepasst. MENACE waren gut drauf und hatten Bock, spielten natürlich hauptsächlich die alten Klassiker und weniger Zeug von den neueren, nach der Reunion veröffentlichten Alben. Leider ist der Originalsänger tot und als Trio, das sich den Gesang teilt, funktionieren MENACE zwar durchaus, mit einem richtigen Frontmann wär’s aber sicherlich geiler. Gerade der Gesang klang diesmal teilweise recht übel, was aber alles wiederum zur Atmosphäre des Gigs passte. Witzigerweise startete das Publikum irgendwann eine fiese Pogo-Attacke, bei der zwangsläufig alle mitmachen mussten, anders ging es angesichts der Enge gar nicht. Da kam richtig Bewegung in die Bude. Dass es der Luft nicht sonderlich gut tat, dürfte aber klar sein, und gnädigerweise wurde der Auftritt durch eine längere Pause unterbrochen. Neben der schönen und obligatorischen CLIFF-RICHARD-Coverversion „The Young Ones“ wurde übrigens mit „Monkey Man“ von den SPECIALS einer der miesesten Coverversionen gespielt, die ich jemals hören musste, haha… Letztendlich war sowas aber völlig egal, denn der Gig war einfach nett, hat Spaß gemacht, das Publikum war cool, der Laden schwül, die Band sympathisch usw… Seinen Ausklang fand dieser erinnerungswürdige Tag im Skorbut, wo ich bald mehr alkoholfreies als -haltiges Bier trank – von wegen „The Young Ones“, „The Last Year’s Youth“ und wie sie alle heißen – „I’m Civilised“, fürchte ich…

19.08.2011, Lobusch, Hamburg / 20.08.2011, Hamburg: Schanzenfest

Freitag (19.08.2011) bin ich noch spontan nach langer Zeit mal wieder in die Lobusch in Hamburg-Altona. Dass BLUTTAT leider ausfallen würden, wusste ich, letztendlich war’s mir aber auch egal. Ich bin in erster Linie hin, um noch ein, zwei, drei Absacker nach Feierabend zu trinken und mich mit ‘nem Kollegen zu treffen. Mitbekommen habe ich eine lokale Band, die deutschsprachigen HC-Punk spielte, deren Namen ich aber vergessen habe. Klang krachig, engagiert und kämpferisch, nicht verkehrt. Mit „St. Pauli bleibt dreckig“ war ein kleiner Hit dabei, Tiefpunkt war hingegen ein stumpfer Anti-Bayern-Song. Wegen des späten Konzertbeginns habe ich mir die kolumbianische Mädelsband nicht mehr ansehen können, da ich es bevorzugte, mir nicht die ganze Nacht um die Ohren zu schlagen und stattdessen die letzte Bahn gen Heimat zu nehmen.

Schließlich spielte ich mit dem Gedanken, bei gutem Wetter dem Schanzenfest am Samstag einen Besuch zu abzustatten. So kam es dann auch. Gegen 16:00 Uhr war ich dort, Menschenmassen drängelten sich bei bestem Wetter und vollkommen entspannter Atmosphäre durch den Flohmarkt. Überall gab es günstige Kaltgetränke und leckeres Essen. Angekommen am Schulterblatt lärmte gerade irgendeine eher langweilige Band auf der Bühne schräg gegenüber von der Roten Flora. Es folgten I-FIRE mit deutschsprachigem Reggae, die verdammt viele Leute anzogen und spitzenmäßig ankamen. Nicht ganz meins, aber durchaus gut gemacht. Nach und nach traf man immer mehr bekannte Gesichter, plauderte, trank und sah sich die nächste Band an: G-PUNKT-EFFEKT oder so aus Berlin. Eine Handvoll Frauen in den geschmacklosesten Klamotten, die aufzutreiben waren, spielten eine völlig abgefahrene Mischung aus Chanson und Punk, inkl. ungewöhnlicher Begleitinstrumente wie einer Geige. Es war nicht unbedingt gut, aber auch nicht scheiße, auf jeden Fall war’s interessant und unterhaltsam. Die Songs über Liebe und Lust fand ich textlich sogar recht inspirierend, soweit ich sie verstanden habe. Die LEISTUNGSGRUPPE MAULICH mit ihrem von zwei Bässen unterstützten Punk mit eher persönlichen, düstereren Texten legte sich mächtig ins Zeug, passt meines Erachtens aber besser in einen dunklen, verqualmten Club als bei strahlendem Sonnenschein auf ein Straßenfest. Nichtsdestotrotz kein schlechter Auftritt. Der musikalische Höhepunkt folgte im Anschluss mit CONTRAREAL, jener noch relativ jungen Hamburger Band, bestehend aus R. an Gitarre und Gesang, M. am Schlagzeug und Hauptgesang und D. am Bass. Ob des späten Beginns – ca. 21:00 Uhr – witzelte man im Vorfeld, ob es angesichts der drohenden Polizeigewalteskalationen, für die das Schanzenfest berüchtigt ist, überhaupt noch zum CONTRAREAL-Auftritt kommen würde, doch man wurde eines Besseren belehrt. Die Bullen hielten sich ziemlich lange sehr zurück und waren quasi überhaupt nicht zu sehen, was entschieden zur friedlichen Stimmung beitrug. So konnte der CONTRAREAL-Gig problemlos über die Bühne gehen. Die Band spielt flotten, deutschsprachigen HC-Punk mit weiblichem Gesang, trotz des recht hohen Tempos macht die Schlagzeugerin und Sängerin ihre Sache sehr souverän und mitreißend. Wenn Gitarristin R. das Mikro übernimmt, bekommt man eine wahnsinnig fiese, aggressive Stimme um die Ohren gehauen, dass es einen umhaut. Große Klasse, macht richtig Laune. Textlich bisweilen eher einfach gestrickt und mit Mitgrölparolen versehen, eigentlich der perfekte Ausklang für den „offiziellen“ Teil des Schanzenfests. Gecovert wurden CANALTERROR mit „Staatsfeind“ sowie ein verstorbener niederländischer Entertainer mit einer eigenen textlichen Interpretation DES Sommerhits überhaupt, ähem… Sehr schöner Gig, der dank des satten Sounds wesentlich besser rüberkam als seinerzeit IN der Flora, wo ich sie erstmals gesehen hatte.

Mittlerweile war es dunkel, die Bühne wurde abgebaut, die Leute verteilten sich auf der Straße. Man trank noch ein Bierchen zusammen und beschloss, noch vor Ausbruch irgendwelcher obligatorischen Rituale den Ort des Geschehens Richtung Kiez zu verlassen, um die Nacht im Skorbut zu verbringen. Der Fußweg dorthin durch menschenbevölkerte Straßen voller feiernder Leute in einer lauen Sommernacht hatte eine ganz besondere Atmosphäre und die Nacht fand ihren verdienten Ausklang am Tresen bzw. auf der Straße davor, denn noch immer lud das Wetter zum Freiluftaufenthalt ein.

Im Nachhinein war es wohl diesmal auch zu vorgerückter Stunde und nach Ende des Schanzenfests wesentlich ruhiger dort als die letzten Male. Dennoch fand die Polizei im Freudenfeuer vor der Roten Flora anscheinend endlich einen Anlass, ihren neuen Wasserwerfer auszuprobieren und schritt ein, als eine kleine Gruppe versuchte, sich Zutritt zu einer Bankfiliale zu verschaffen, während Teile des Publikums den Einsatz freundlich honorieren wollten, indem sie den Beamten ihr Flaschenpfand zur Verfügung stellten – in weiser Voraussicht aus einem gewissen Sicherheitsabstand heraus. Als Dankeschön sorgten die Behelmten für etwas Abkühlung und Erfrischung. Insofern hatten am Ende dann doch wieder alle ihren Spaß (soweit zumindest mein Eindruck, war ja wie gesagt nicht vor Ort)…

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