Günnis Reviews

Monat: Juli 2011

Klartexte – Beiträge zur Geschichtsdebatte

klartexte - beiträge zur geschichtsdebatte„Klartexte“ enthält gesammelte Texte aus den Mitteilungen der ja so oft verteufelten Kommunistischen Plattform der Linkspartei, die in Bezug auf die Geschichte des Sozialismus und der ihn aus Sicht der Kommunisten notwenig machenden Umstände im Allgemeinen und des real existiert habenden Sozialismus im Speziellen stehen.

Diese Texte zeichnen ein sehr differenziertes, reflektiertes Bild der KPF. Nicht alles mag man so unterschreiben, einiges aber dann doch. Mit den wechselnden Autoren wechseln auch die Schreibweisen und inhaltlichen Ausrichtungen. Einiges liest sich sehr gut, anderes eher anstrengend. Manchmal ergeht man sich zu sehr in Detailfragen und Wortklauberei, manchmal eröffnet sich einem aber auch eine interessante, zurzeit unpopuläre Sicht auf die Dinge.

Gastbeiträge sind auch dabei, z.B. vom aus der Partei ja seinerzeit ausgeschlossenen Egon Krenz.

Wer sich gern abseits der Massenmedien ein eigenes Bild über die KPF machen möchte, ist hiermit sicherlich gut bedient. Wer an liebgewonnenen Feindbildern festhalten möchte hingegen weniger.

09.07.2011, Knust, Hamburg: ANVIL

Am gestrigen Freitag ging es dann zu den ehemals notorisch erfolglosen kanadischen Metallern von ANVIL, die auf ihrer Tour einen Abstecher ins Hamburger Knust machten. Hatte ich die Band in der Vergangenheit wie so viele eher am Rande wahrgenommen, wurde mein Interesse durch den tragikomischen Dokumentarfilm „Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft“ nachhaltig geweckt und ich habe mich näher mit der Diskographie der Herren auseinandergesetzt – und dabei so manche Perle entdeckt. Falls wer mit dem Namen gar nichts anfangen kann, zitiere ich mich mal eben selbst: „Die kanadische Heavy-Metal-Band Anvil wurde zu Beginn der achtziger Jahre durchaus vielbeachtet: In ihr vereinten sich ein skandalträchtiges, provokantes Image und technisches wie songwriterisches Geschick; ihre Musik, eine Mischung aus frühem amerikanischen Power Metal und damals visionärem Speed Metal, inspirierte zahlreiche Künstler und übte Einfluss auf die Entwicklung des Thrash Metal aus, der bis dato schnellsten und härtesten Spielart des Metals. Mit ihren Alben „Metal on Metal“ und „Forged in Fire“ schufen sie Referenzwerke, die bis heute Bestand haben und allgemein respektiert werden. Doch dann wurde es ruhiger um die Band, die zwar grundsätzlich in der Fachpresse noch stattfand, aber vielerorts in Vergessenheit geriet, während diejenigen, mit denen sie damals die Bühne teilten oder die sie inspiriert hatten, große kommerzielle Erfolge feierten – und das, obwohl Anvil weiterhin in schöner Regelmäßigkeit Platten veröffentlichten.“

Da sie mich auf dem letztjährigen Wacken Open Air mit ihrer wahnsinnigen Spielfreude und ihrem sympathischen Auftreten bereits überzeugt hatten, beschloss ich, auch diesem Clubgig beizuwohnen. Ein Abendkassenpreis von 24,- EUR für nur eine Band – Vorgruppe gab es keine – hatte mir die Entscheidung aber nicht unbedingt leicht gemacht. Bleibt zu hoffen, dass die Jungs mit der Karsten-Jahnke-Konzertdirektion einen guten Deal ausgehandelt haben und sie auf ihre alten Tage endlich einmal ein bisschen Kohle in ihre Kassen spülen, gegönnt sei es ihnen. Karten waren an der Abendkasse noch reichlich vorhanden und es schien mir, als hätten viele sich ebenfalls eher spontan entschieden, an diesem Abend dem Knust einen Besuch abzustatten. Der Konzertort in Kieznähe und mit seinem zum Verweilen einladenden Außenbereich in Verbindung mit optimalem Wetter machten jedenfalls Lust auf einen metallischen Freitagabend und der Laden wurde letztlich rappelvoll.

Um ca. 21:15 Uhr betraten Lips, Robb Reiner und G5 die Bühne und legten mit ihrem eigenen, kongenialen Instrumental „March of the Crabs“ los – nicht als Einlaufmusik vom Band, sondern direkt live gespielt. Seine Begrüßung sprach Sänger und Gitarrist Lips nicht durchs Gesangsmikro sondern durch das seiner Gitarre und sprang bereits nach den ersten Takten ins Publikum, wo er den Song auch zu Ende spielte – da weißte gleich Bescheid. Von Scheu oder irgendwelchen Allüren keine Spur, ganz im Gegenteil. Der Sound im Knust war sehr gut und perfekt aufeinander abgestimmt, alles andere wäre gerade bei dem Eintrittspreis aber auch eine Enttäuschung gewesen. Es folgten die Klassiker „666“ und „School Love“, anschließend der Titeltrack vom aktuellen, vierzehnten Studioalbum „Juggernaut of Justice“, mit „Winged Assassins“ ein weiterer Klassiker, dann erneut vom „JoJ“-Album „On Fire“ gefolgt vom Titeltrack des vorausgegangenen, sehr guten Albums „This is Thirteen“, der in seinem schleppenden Tempo live besonders mächtig und erhaben klang und seine volle Wucht entfaltete. Sehr geil! Der Überhit „Mothra“ über das japanische B-Movie-Ungeheuer wurde dann mit ausufernden Gitarrensoli und Lips’ berüchtigtem Gitarrenspiel mittels einen Vibrators als Showeinlage unheimlich in die Länge gezogen. Eigentlich kann ich solchem Angeber-Metall und Gitarrengewichse ja nicht viel abgewinnen und mag es eher geradliniger, bei ANVIL-Lips wirken solche Einlagen jedoch nicht arrogant, selbstverliebt und abgehoben nach dem Motto „Ich bin Gott und ihr seid Dreck!“, sondern eher wie „Hey, ich bin genauso Dreck wie ihr, aber hört mal, was ich Tolles kann!“ – also weniger wie ein verzogener reicher Junge, der seinen Schulfreunden von seinen Erlebnissen im elitären Tennisclub berichtet, sondern mehr wie ein rotznäsiger Straßenjunge, der im Müll ein paar Schätze gefunden hat und diese stolz seinen Kumpels zeigt. Da macht es einfach Spaß, zuzusehen und zuzuhören, das hat Credibility. Sehr zu meiner Freude hatte man den Bonustrack und meinen heimlichen Favoriten vom „This is Thirteen“-Album „Thumb Hang“ in die Setlist aufgenommen, der nun dargeboten wurde. Anschließend ging’s noch mal so richtig rund, denn es erklang das eigentlich nur um ein kolossales Drumsolo konstruierte „White Rhino“. Der unglaubliche Robb Reiner bewies jetzt mit enormem Nachdruck, warum er als einer der besten Metal-Drummer gehandelt wird: Krakengleich verprügelte er minutenlang sein Schlagzeug, während Lips und G5 von der Bühne gingen und sich eine Pause gönnten, um nicht von Robb abzulenken. Was für eine eindrucksvolle Demonstration seiner Schlagzeugkünste, ich musste vor Begeisterung laut loslachen! Ich frage mich nur, wo er im Alltag seine sechs weiteren Arme versteckt… Es folgten „Fuckin’ Eh“ und „New Orleans Voodoo“ von „JoJ“ und als vermeintlich letzter Song das frenetisch gefeierte „Metal on Metal“, der wohl populärste Song des Trios.

Um Zugaben ließ man sich aber nicht lange bitten und das hypnotische „Forged in Fire“ läutete den abschließenden Dreierblock ein, der mit dem Klassiker „Jackhammer“ um dem straighten „JoJ“-Rocker „Running“ endete und den Schlusspunkt unter das Konzert setzte. Insgesamt stand die Band knapp zwei Stunden auf der Bühne und hat zwischen und auch während der Songs viel mit dem Publikum kommuniziert, ein paar Anekdötchen erzählt, Späßchen gemacht usw. Es wirkte fast wie ein Abend mit alten Freunden, kurioserweise. Etwas übertrieben hat es Lips aber mit seinen Sympathiebekundungen an das Publikum, die er vermutlich bei jedem Gig, egal wo, bringt. Nach dem Konzert blieb ein großer Teil des Publikums noch vor Ort, trank ein paar Bierchen, quatschte und genoss den lauen Hamburger Sommerabend. Die Band hat sich wohl noch unters Publikum gemischt und ordentlich Hände geschüttelt.

Ich hab es keinesfalls bereut, dem Ganzen beigewohnt zu haben, denn ANVIL machen live einfach jede Menge Spaß und sind zudem eine technisch brillante Liveband, die dabei auch noch die ganze Zeit wirkt, als würde sie das alles locker aus dem Ärmel schütteln, viel wert auf Entertainment legt und dabei ohne irgendein albernes, aufgesetztes Image auskommt. Ein erinnerungswürdiges Konzert. Den Publikumsreaktionen und aufgeschnappten Gesprächsfetzen konnte ich entnehmen, dass ich mit meiner Meinung nicht allein dastand. Lediglich den fiesen Thrash-Klopper „Doctor Kevorkian“, auf den ich mich den ganzen Tag gefreut hatte, hätte man dann auch gern mal spielen dürfen… aber irgendwas ist ja immer. Verwundert war ich allerdings auch vom Publikum. Dass man auf Metal-Konzerten nicht (mehr) so abgeht wie z.B. auf Punk- oder HC-Shows, weiß ich ja, aber dass man wie angewurzelt auf einer Stelle steht und sich auf reines, vorsichtiges Headbangen beschränkt, hat mich als jemanden, der sehr selten derlei Gigs besucht, dann doch überrascht. Etwas mehr Bewegung wäre schon schön gewesen. Positiv zur Kenntnis genommen habe ich aber den hohen Anteil weiblicher Konzertbesucher.

Also, es gilt: „The ANVIL was forged in fire!“ pommesgabel

02.07.2011, Skorbut, Hamburg: EIGHT BALLS

Es ist endlich an der Zeit, vom vergangenen Wochenende, genauer: dessen Samstag zu berichten und einmal mehr die famosen EIGHT BALLS zu würdigen und zu feiern. Diese bliesen für ’nen schlappen Fünfer im sympathischen Hamburger Skorbut zum Pubgig-Angriff und fast alle kamen, bis man innerhalb der Lokalität quasi keinen Schritt mehr vor den anderen setzen konnte. Optimale Bedingungen für ein intensives Konzert vor heimischer Kulisse, auf enger Minibühne und vor einem sich stapelnden, feierwütigen Mob. Da Gitarrist Mücke studienbedingt zurzeit in Afrika weilt, übernahm kurzerhand Ladde, „Sänger“/Bassist von IN VINO VERITAS, die Rhythmusklampfe. Ob das gut geht? Na, und ob. Die Band feuerte eine proletarische Oi!-Punk-Attacke nach der anderen in die verschwitzten Reihen, den nach eigenen Bekunden noch vom Vortag vorhandenen Kater merkte man ihnen zu keiner Sekunde an. Alle waren 1a drauf, hochmotiviert, Sänger Pierre wie immer ein spitzenmäßiger, aufgedrehter Entertainer und Aushilfs-Gitarrero Ladde so sicher an seinem ungewohnten Instrument, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Von sämtlichen Veröffentlichungen hagelte es Hit an Hit und nach ein paar Songs gab es kein Halten mehr und der Laden war gut in Bewegung. Frenetisch wurden die Texte mitgegrölt, die Fäuste geballt und sich verausgabt. Schon vom Rumstehen war man schweißgebadet, so aufgeladen war die Atmosphäre. Die wie immer grandiose Auswahl an Coverversionen, diesmal von SOCIAL DISTORTION („When She Begins“ mit deutschem Text), MISFITS („Skulls“) und SLIME („1,7 Promille-Blues“), rundete das starke Set ab und bereitete auch Ladde keine Probleme. „Alles für die Firma“ wurde gleich zweimal gespielt und bedingungslos abgefeiert. Die EIGHT BALLS waren, sind und bleiben Deutschlands beste Oi!-Punk-Band, gegen die zurzeit einfach sämtliche anderen Vertreter gnadenlos abkacken. Endgenial vom ersten bis zum letzten Akkord. Ich habe mich hinterher bei jedem Bandmitglied persönlich dafür entschuldigt, mich wegen eines frischen Beintattoos diesmal eher am Rande aufgehalten zu haben und nicht völlig ausgerastet zu sein – alles andere wäre eine Beleidigung gewesen. „Wir sind die Punks aus der Arbeiterklasse und wir halten zusammen, weil wir euch hassen!“

28.06.2011, Kaiserkeller, Hamburg: BLOOD FOR BLOOD + FIRST BLOOD + ANTICOPS

Dienstag (28.06.2011) stand eine weitere Premiere an: Ich sollte zum ersten Mal die Weisen der Könige des US-White-Trash-Hardcores BLOOD FOR BLOOD live um die Ohren gehauen bekommen, hasserfüllte Songs gegen die Gesellschaft im Speziellen und die ganze Welt im Allgemeinen, dabei stets höchst unterhaltsam, nicht zuletzt durch einen ausgeprägten Hang zur Übertreibung, eine angenehm punkige Attitüde und den kleinen aber feinen Melodieanteil vieler Hits, die für eine beträchtliche Eingängigkeit fernab von „Melodicore“ bürgen. Als ich die Band vor x Jahren für mich entdeckte (oder vielmehr drauf gestoßen wurde), war sie schon ziemlich groß, Konzerte fanden demnach in für mich uninteressanteren Läden statt und irgendwie waren BLOOD FOR BLOOD so omnipräsent – jeder zweite lief mit ’nem Shirt der Band rum, die Songs ertönten überall und nirgends -, dass sie fast schon wieder etwas an Reiz einbüßten. So erkläre ich mir zumindest, dass ich in der Vergangenheit nie ein Konzert aufgesucht hatte. Das sollte sich nun also mit ihrem Auftritt im Hamburger Kommerzclub „Kaiserkeller“ ändern. Gleich drei weitere Bands standen auf dem Zettel, von denen mich aber keine wirklich tangierte. Den lokalen Opener hab ich mir sodann auch gleich geschenkt und erst für die letzten Songs der Berliner ANTICOPS den Laden betreten. Der „Kaiserkeller“ war natürlich ausverkauft und die ANTICOPS stießen demnach auf höhere Resonanz als zuletzt in Wedel. Der Sound war prima, die Band technisch fit und gut drauf, aber meine Mucke ist das einfach nicht so ganz. Draußen bretzelte die Sonne immer noch amtlich vom Himmel, sozusagen Kaiserwetter vorm „Kaiserkeller“, allerdings kam man, erst einmal im immer stickiger und heißer werdenden Keller drinnen, nicht wieder raus, Stempel zur Einlasskontrolle o.ä. gab’s keine – wat ’ne Ficke. Die Abkühlung gab’s allerdings zum „Schnäppchenpreis“: Ein Bierchen 3,30 EUR, ein Wasser 2,80 EUR (jeweils 0,3 l versteht sich)… Da ich es auch noch irgendwie geschafft hatte, mir während der heißen Tage ’ne Erkältung einzufangen (wie auch immer) und ich alles andere als fit war, fing ich langsam aber sicher an, diesen Konzertbesuch für eine Scheißidee zu halten.

Interessehalber ließ ich aber tapfer FIRST BLOOD über mich ergehen, eine momentan anscheinend schwer angesagte Metalcore-Truppe. Der Gig war durchaus nicht uninteressant, auch hier wieder perfekter Klang, technisches Geschick an den Instrumenten, positive Aussagen und ebensolche Energie und ein ausflippendes Publikum, hmm, jo… wenn nur die Mucke trotz aller Härte nicht so… öde wäre. Ist einfach nicht mein Ding, ich bin zu alt für so’ne Scheiße.

Der „Kaiserkeller“ füllte sich immer mehr, glücklicherweise auch mit bekannten Gesichtern. Viele waren von den restlichen Bands ähnlich angetan wie ich und kamen erst pünktlich zum Headliner. Insgesamt war das Publikum wesentlich angenehmer, als ich es erwartet hatte, Anabolika-Opfer konnte ich nur vereinzelt im völlig gemischten Publikum ausmachen, von irgendwelchem Ärger habe ich nichts mitbekommen, von als Tanz getarnten Kampfsportattacken ebenfalls nicht, hoher Mädelsanteil. Allerdings hielt ich mich allein schon wegen meines angeschlagenen Gesundheitszustands eher am Rande des Geschehens auf, auch bei BLOOD FOR BLOOD, die nach einer ellenlangen Umbaupause (habe ich es richtig mitbekommen, dass das komplette Schlagzeug ab- und wiederaufgebaut wurde?) endlich mit ihrem Set begannen. Die originale Band war das natürlich nicht mehr, „White Trash“ Rob an der Gitarre und als zweiter Sänger wurde ersetzt durch BIOHAZARD-Frontmann Billy Graziadei, der optisch nicht so recht zur Band passt. Aber was sind schon solche Oberflächlichkeiten; die Skepsis rührt vor allem daher, dass ich mich mit den Metal-Superstars BIOHAZARD nie näher beschäftigt habe, weil mir die irgendwie suspekt sind und nicht unbedingt das verkörpern, was ich mit Hardcore verbinde.

Jedoch muss ich fairerweise sagen, dass sich die Band absolut überzeugend präsentiert hat. Da wirkte nichts gespielt oder abgehoben, alle legten sich voll ins Zeug, schwitzten schon nach kürzester Zeit wie die Schweine, bezogen das Publikum mit ein und legten im Prinzip die Inbrunst, Aggression und Angepisstheit an den Tag, die ich mir erhofft hatte – zu meiner Überraschung insbesondere Billy G., der abging, als wären die von ihm zur Unterstützung des schwergewichtigen Sängers „Buddha“ gebrüllten Texte seinem Hirn entsprungen. Ich bezweifle ja nach wie vor, dass BIOHAZARD irgendetwas mit „White Trash“ zu tun haben (außer ihr Publikum vielleicht), aber wenn das geschauspielert war, Hut ab vor dieser Leistung. Vielleicht übertreibe ich aber auch gerade und war einfach nur positiv überrascht, da meine Erwartungshaltung von vornherein nicht die allerbeste war. Wie dem auch sei, es war mitreißend und heftig, die Band kam sympathisch rüber, hat Getränke ins Publikum gereicht, selbiges auf die Bühne geholt etc., der Sound war auch bei eher seitlicher Positionierung am Bühnenrand sehr gut und die Songauswahl abwechslungsreich. Besonders „Going Down The Bar“, die WRETCHED-ONES-Coverversion, kam sehr geil, die hatte ich nämlich gar nicht mehr so auf der Uhr. Das Konzert nahm also doch noch ein gutes Ende und falls die Band eben einfach in erster Linie zu „Cash-in“-Zwecken wieder unterwegs ist, so hat sie wenigstens soviel Schneid, sich redlich zu bemühen, das ihr Publikum nicht merken zu lassen. Aber natürlich fehlt mir auch hier der Vergleicht zu B4B-Gigs in Originalbesetzung. Jener Billy G. stand übrigens nach der Show am Eingang und hat eigenhändig BIOHAZARD-Aufkleber an die den Laden verlassenden Gäste verteilt, von Berührungsängsten also keine Spur.

Letztlich doch noch ein befriedigendes Konzert. Nur bitte nicht so schnell wieder im „Kaiserkeller“…

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