Günnis Reviews

Autor: Günni (page 1 of 115)

Cinema-Sonderband Nr. 12: Göttinnen des erotischen Films

Aus dem Jahre 1985 stammt das 164 Seiten umfassende zwölfte Filmbuch des Cinema-Verlags. Offenbar verkauften sich Bücher mit nackter Haut am besten, sodass es zur „Sex im Kino“-Reihe einige Ergänzungen wie den Quasi-Vorgänger „Cinema-Sonderband Nr. 8: Sexstars“ oder eben diese gab.

Berücksichtigt werden folgende vollmundig zu „Göttinnen des erotischen Films“ geadelte Schauspielerinnen:

  • Barbara Carrera
  • Pia Zadora
  • Anja Schüte
  • Lauren Hutton
  • Dayle Haddon
  • Rachel Ward
  • Laura Gemser
  • Brooke Shields
  • Jane Fonda
  • Sybil Danning
  • Isabelle Adjani
  • Brigitte Bardot
  • Jane Birkin
  • Jamie Lee Curtis
  • Sandra Milo
  • Anita Ekberg
  • Kim Novak
  • Sophia Loren
  • Elizabeth Taylor
  • Jayne Mansfield
  • Marion Michael
  • Gila von Weitershausen
  • Gabrielle Lazure
  • Joan Collins
  • Bo Derek
  • Isabelle Huppert
  • Maud Adams
  • Claudia Cardinale
  • Ursula Andress
  • Senta Berger
  • Jacqueline Bisset
  • Olivia D’Abo
  • Catherine Deneuve
  • Clio Goldsmith
  • Daryl Hannah
  • Mariel Hemingway
  • Barbara Bouchet
  • Marylin Monroe
  • Jennifer Beals
  • Carole Bouquet
  • Faye Dunaway
  • Sandra Wey
  • Maruschka Detmers
  • Phoebe Cates
  • Marie Colbin
  • Valérie Kaprisky
  • Angela Molina
  • Gudrun Landgrebe
  • Sophie Marceau
  • Ornella Muti
  • Anne Parillaud
  • Tawny Kitaen
  • Stefania Sandrelli
  • Nastassja Kinski
  • Sylvia Kristel
  • Laura Antonelli
  • Hanna Schygulla
  • Maria Schneider
  • Corinne Cléry
  • Charlotte Rampling
  • Christine Kaufmann
  • Sirpa Lane
  • Diane Lane
  • Raquel Welch
  • Romy Schneider
  • Carroll Baker
  • Elke Sommer
  • Tanya Roberts
  • Caroline Munro
  • Gina Lollobrigida
  • Diana Dors

Inhaltlich besteht das Softcover-Buch aus meist sehr knappen, dafür überwiegend respektvoll statt geifernd oder sexistisch geschriebenen Biographien. Den Großteil der Seiten nehmen aber Fotos ein, farbig wie schwarzweiß. Die sehen natürlich toll aus, sind aber, liebe möglicherweise entsprechend geeichte Leserschaft, keine reine Fleischbeschau und längst nicht alle Fotografierten präsentieren sich hier hüllenlos. Schön wären indes Quellenangaben gewesen: Handelt es sich um Modellfotos, beispielsweise für den „Playboy“? Oder stammt ein bestimmtes Bild aus einem Film und wenn ja, aus welchem? Letzteres wird immerhin manchmal im Text erwähnt. Der Seitenumfang pro Schauspielerin variiert, Nastassja Kinski werden die meisten Buchseiten zuteil. Dass es sich bei allen aufgeführten Damen um Erotikgöttinnen handelt, sei einmal dahingestellt, als krude Mischung und eine Art Bestandsaufnahme aus der Mitte der 1980er ist diese Zusammenstellung aber nicht ohne Reiz. Es fehlen jedoch Namen wie Gloria Guida, Lilli Carati, Nieves Navarro, Rosalba Neri, Inrid Steeger, Elisabeth Volkmann, Dagmar Lassander,  Lina Romay (und weitere Jess-Franco-Aktricen), Brigitte Lahaie, Edwige Fenech, Teri Tordai, Katja Bienert, Sabrina Siani, Olivia Pascal und, und, und… Zu gern wüsste man, welche Kriterien der Auswahl zugrunde lagen. Persönlicher Geschmack der Redaktion? VHS-Verleihstatistiken? Umfragen? Wahrscheinlich war eine vermutete Popularität ausschlaggebend. Im Anhang finden sich Filmographien.

Ein paar Fehlerchen haben sich auch hier eingeschlichen; so wird auf S. 50 aus „Ohrfeigen“ der Film „Die Ohrfeige“, was verwirrt, da beide Filme existieren, und auf S. 114 aus „Der Ungehorsam“ kurzerhand „Der Ungehorsame“.

Offenbar existiert auch eine erweiterte Neuauflage, die mir mal jemand ohne abgerissenen Titel und herausgerissene erste Seiten (mir fehlen die mit Anaïs Jeanneret) mit in ein Paket legte und die, mit Ausnahme Anita Ekbergs, bis Seite 31 inhaltlich neugestaltet wurde. Weitere, zuweilen kuriose Änderungen: Mandy Smith auf S. 82 (obwohl sie noch in gar keinem Film mitgespielt hatte), auf S. 83 Charlotte Lewis, auf S. 84 Grace Jones, auf S. 85 Mia Nygren, auf S. 98 Tina Hudson, auf S. 99 Linda Blair, auf S. 106 Rosanna Arquette, auf S. 107 Brigitte Nielsen, auf S. 108 Kim Basinger, auf S. 111 Madonna, auf S. 112 Isabella Rosselini, auf S. 113 Rae Dawn Chong, auf S. 138 Danuta Lato, auf S. 139 Fanny Bastian, auf S. 140 Jodie Foster, auf S. 142 Lisa Bonet, auf S. 143 Elizabeth Mary Mastrantonio und auf S. 158 Ingrid Steeger. Diane Lane erhielt zwei Fotos mehr, Ornella Muti gleich vier, bei Jane Fonda wurden zwei Fotos durch ein Barbarella-Motiv ersetzt, bei Tawny Kitaen ein großes durch drei kleinere, Jamie Lee Curtis bekam ein Foto mehr, Sirpa Lane hingegen musste ebenso komplett weichen wie Gila von Weitershausen, Gabrielle Lazure, Sandra Wey, Corinne Cléry, Sandra Milo, Carroll Baker, Elke Sommer, Caroline Munro und Diana Dors. Daran lässt sich sicherlich ablesen, wie sich der jeweilige Stellenwert im Bereich „attraktive Kinoschauspielerinnen“ innerhalb weniger Jahre änderte. Filmographien wurden weggelassen und durch einen alphabetischen Index der Damen ersetzt.

Wie fragwürdig es ist, zwischen einschlägige Personalien verdiente seriöse bis hochkarätige Schauspielerinnen zu mischen und auf eine behauptete erotische Ausstrahlung zu reduzieren, braucht an dieser Stelle sicherlich nicht betont zu werden. Insofern sind Bücher wie dieses auch Zeugnis einer damals verbreiteten Perspektive auf Frauen im Filmgeschäft.

Mad-Taschenbuch Nr. 46: Don Martin ist behämmert

Don Martin zum Achten: Sein bereits achtes Mad-Taschenbuch erschien hierzulande im Jahre 1985, im US-Original offenbar bereits 1977. Auf die gewohnten rund 160, diesmal sogar nummerierten, ein bis zwei, selten maximal drei Panels umfassenden Schwarzweiß-Seiten verteilt der Meister des Slapsticks und der Soundwords insgesamt 14 Geschichten, zu denen Dick de Bartolo und Don Edwing Texte und Ideen beisteuerten.

Das ist natürlich wieder herrlicher Unfug. Käpt’n Hirni gibt sich dem totalen Soundword-Exzess hin, eine Persiflage anthropologischer Schriften über Urvölker-Tänze zieht die damit verbundenen Klischees kräftig durch den Kakao, Wolfgang Amadeus Knofel und sein Halb-Wunderhund Herkules müssen für eine Detektivgeschichten-Parodie herhalten, eine Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Mär wird als Vom-Buchhalter-zum-Filmstar-Story persifliert und so weiter und so fort. Ein Don-Martin-Band ist jedes Mal ein außerordentliches Vergnügen.

Mad-Taschenbuch Nr. 45: Sergio Aragones – Mad-Menagerie

Der Klappentext des bereits siebten Mad-Taschenbuchs Sergio Aragones‘ suggeriert, dass es um Tiere gehe, was längst nicht immer der Fall ist. Das im Original im Jahre 1983 und hierzulande 1985 erschienene, rund 160-seitige, aber leider wieder ohne Seitenzahlen auskommen müssende Büchlein enthält ein- bis vielseitige Cartoon-Gags und Geschichten ohne Dialoge, aber mit überraschenden, mal gut gelungenen, mal etwas banalen Pointen in Aragones‘ typischem, oft sehr wuseligem Karikatur- und Funny-Zeichenstil voller Situationskomik und Slapstick. Dank nur ein bis zwei Panels pro Seite sind auch Details der Schwarzweiß-Zeichnungen gut zu erkennen. In Form einer „Der Gefangene von Alcatraz“-Verballhornung schaffte es auch eine pointierte Filmsatire ins Buch. Lokalisierungen finden sich in Abkürzungen wie WDR, ZDF und DM. Ein Proteinriegel für den schnellen Mad-Kick zwischendurch.

Heribert Faßbender (Hrsg.) – Fußball-Jahrbuch 90

Der magische Sommer 1990 lässt mich nicht los – und ich ihn nicht. Heribert Faßbender, Gerd Rubenbauer, Jörg Wontorra – drei große Namen meiner TV-Fußball-Sozialisation durch die EM ’88 und die WM ’90. Ersterer lächelt einen vom Cover dieses 1990 bei Falken erschienenen rund 210-seitigen broschierten Buchs an, als dessen Herausgeber er fungierte und an dem er auch selbst mitschrieb. 35 Jahre später erwarb ich es antiquarisch und nahm es mit in den Urlaub, um darin zu schmökern. Fantastische, große Fotos und hochwertiges, festes Papier laden dazu ein.

Nach einem Vorwort Faßbenders lässt man die Bundesliga-Saison 1989/’90 – die letzte rein westdeutsche – Revue passieren, und zwar beginnend mit dem Kampf um die Meisterschaft, nacheinander die darin ernsthaft involvierten Vereine abhandelnd. Ebenso verfährt man mit den UEFA-Cup-Plätzen. Jörg Wontorra widmet Otto Rehhagel zwei Seiten. Es folgen die Spiele und Tore des Monats, letztere mit Videostills – herrlich! Dann der Abstiegskampf und das auch damals verlässlich rotierende Trainerkarussell. Auf den FC Kaiserlautern – erst abstiegsgefährdet, dann DFB-Pokalsieger – wird näher eingegangen, hochinteressant dabei die Personalien Kulttrainer Kalli Feldkamp und Wolfram Wuttke. Jochen Sprentzel verfasst zwei Seiten über die Rückkehr der ollen Hertha BSC in Liga 1 und die Bedeutung des Anschlusses der DDR ans BRD-Staatsgebiet für den Berliner Profifußball. Viel faszinierender: Klaus Schwarzes zwei Seiten über den Aufstieg Wattenscheids, beschrieben anhand des Werdegangs des Chefs Klaus Steilmann. Fritz Klein kontert mit einem zweiseitigen Essay über Knete, vor allem die immer weiter steigenden TV-Lizenzkosten des Produkts Bundesliga inkl. interessantem Detail über Klinsmann. In Sachen DFB-Pokal fokussiert man die Rolle der Erstligisten, beginnend mit dem HSV-typischen Aus gegen einen unterklassigen Gegner in der ersten Runde und endend mit dem bereits oben erwähnten Überraschungssieger FCK.

Das Buch zeigt Nerven im Abschnitt über den Europokal der Landesmeister, dem Vorläufer der heutigen Champions League, mit dem FC Bayern. Bei Flemming Povlsen unterschlägt man ein „m“ und vergisst am Ende glatt zu erwähnen, gegen wen AC Mailand denn nun eigentlich im Finale gewann (Benfica Lissabon nämlich). Man fährt mit dem Pokal der Pokalsieger fort, an dem die Dortmunder Borussia teilnahm, und natürlich dem UEFA-Pokal mit Stuttgart, Köln, dem HSV und Bremen. An den jeweils genannten Zuschauerzahlen lässt sich ablesen, dass internationaler Fußball damals nicht denselben Stellenwert wie heute genoss. Selbst beim 5:1 Bremens gegen Neapel mit Maradona waren nicht alle Plätze besetzt. Ein heute undenkbarer Wahnsinn! In Hinblick auf die WM 1990 auch interessant: Im Halbfinale befanden sich zwei deutsche und zwei italienische Mannschaften. Thomas Häßler wechselte nach seinem Halbfinale gegen Juventus Turin sogar dorthin.

Dann endlich: Die WM 90! Man beginnt mit der Eröffnungsfeier vor – unglaublich, aber wahr – nicht ganz vollen Zuschauerrängen und dem Eröffnungsspiel mit dem legendären Sieg Außenseiter Kameruns über den amtierenden Weltmeister Argentinien, springt dann aber direkt zu den Spielen der „deutschen“ Gruppe D. In Bezug auf Kolumbien geht man auf die Drogenmafia- und Morddrohungsproblematik ein. Leider scheinen die Bildunterschriften unabhängig vom Fließtext gemacht worden zu sein. So wünscht man sich manchmal Bezugnahmen oder Entsprechungen im Text, beispielsweise auf S. 135 bzgl. Huigita oder zu Beginn mit Daum und Häßler.

Um die anderen Gruppen geht’s im Anschluss. Klar fallen die Runden- und Spielberichte sportjournalistisch-kritisch aus, aber spannend fand ich auch manch Unentschieden, und es gerade geil, dass England noch kickte und rushte, dass Brasilien überraschend defensiv spielte usw. So waren damals auch für mich als Neuling deutliche Unterschiede in den Spielsystemen erkennbar. All die Geschichten dieser WM werden angerissen: Das Favoritenstraucheln, Kamerun und George Milla, der englische Rekordtorhüter Peter Shilton, Deutschland versus Holland nach Losentscheid, die Vereinigten arabischen Emirate, Irland im Viertelfinale, Costa Ricas Teilnahme, der Sizilianer Toto Schillaci und der argentinische Ersatztorhüter Goycochea, der zum Elfmeterkiller avancierte und seine Mannschaft bis ins Finale führte.

Angenehm kritisch gibt man sich auf S. 165, wenn bei den Ausschreitungen im Rahmen des Spiels Englands gegen Belgien eine Mitschuld der Polizei zumindest in Erwägung gezogen wird. Harsche Kritik hagelt es aber vor allem an den Schiedsrichterleistungen. Wenn man im Bericht übers deutsch-englische Halbfinale – einem Fußballkrimi par excellence – Buchwalds Pfostentreffer erwähnt, muss eigentlich aber auch jener der Briten genannt werden. Faßbender persönlich schließt mit einem zweiseitigen Essay über Kaiser und Weltmeister-Trainer Franz Beckenbauer.

Ergebnisse und Statistiken runden das Fußball-Jahrbuch 90 ab, in dem sich ein paar wenige orthographische Fehler finden und in Verbindung mit Namen häufig der Dativ angewandt wird, wo auch der Genitiv möglich und meines Erachtens schöner gewesen wäre. Nicht mehr in diesem Buch findet sich (verständlicherweise) die erste Hälfte der Liga-Saison 1990/’91. Alles in allem ist dieses Buch eine schöne Erinnerung an ein (nicht nur für mich) besonderes Fußballjahr, das in mehrfacher Hinsicht eine Zäsur bedeutete. Es hilft zudem, die Ereignisse auf Vereinsebene im Vorfeld der WM nachzuvollziehen und ist somit eine schöne Ergänzung zu den monothematischen WM-Rückblicken im Sportbuchregal.

Geier / Robi – Horst: Mittendrin!

In meiner „Tonis großes Spiel“-Besprechung kündigte ich an, zu Geier und Robi später mehr zu schreiben. Später ist jetzt. Vor allem auf Robi möchte ich etwas näher eingehen: Während meiner präpubertären Wrestlingbegeisterungsphase, die zumindest damals, Anfang der 1990er, so viele Jungen durchlebten, sah ich mit Begeisterung das WWF-Programm „Ring frei“ auf Tele 5. Knapp verpasst hatte ich die eine Weile, von 1989 bis 1991, gesendete RTL-plus-Konkurrenz „Catch Up“, die sich der NWA bzw. WCW widmete. Im Gegensatz zur „Ring frei“-Moderation orientierte man sich bei „Catch Up“ stärker an den US-Vorbildern, bei denen es wohl üblich war, dass nicht nur im Ring ein Babyface (also ein Rechtschaffender) und ein Heel (ein Schurke) gegeneinander antraten, sondern auch die Doppelmoderation entsprechend aufgeteilt war. „Catch Up“ wurde moderiert vom um Seriosität bemühten US-Amerikaner Joe Williams (eigentlich Ben Brumfield und tatsächlich seriöser Journalist) und einer Gestalt in irrer Montur und mit angeklebtem Schnäuzer namens Horst Brack, der sich grundsätzlich verächtlich über die Babyfaces äußerte und die Heels und ihre Regelübertritte lobpreiste, aber auch gern seinen Kollegen, seine Gäste oder gleich das TV-Publikum beleidigte – und hin und wieder sogar selbst in den Ring stieg. Das war derart überzeichnet, dass klar war, dass es sich um eine Rolle handelte, zugleich aber – auch oder vielmehr gerade in seiner oft improvisiert wirkenden Unperfektion – Ausdruck der seligen alten Anarcho-Privatfernsehen-Tage. Als Erwachsener konnte ich einen großen Teil der „Catch Up“-Sendungen dank einer findigen Wrestling-Online-Community nachholen.

In diesem Zuge erfuhr ich, dass Horst Brack eigentlich Rochus Hahn heißt und unter dem Pseudonym Robi sehr aktiv im deutschen Comic-Underground war und ist: Er war an der Heftreihe „Menschenblut“ als Mitbegründer beteiligt und gründete im Jahre 1999 den bis heute aktiven Verlag Schwarzer Turm, für dessen Veröffentlichungen er mitunter persönlich als Autor verantwortlich zeichnet. Zudem ist er als Drehbuchautor für Film und Fernsehen tätig („Der Formel Eins Film“, „Das Wunder von Bern“) und Autor von Romanen. Ein umtriebiger, kreativer Kopf also – der von 2000 bis 2005 bei Schwarzer Turm die von ihm geschriebene und von Geier gezeichnete Heftreihe „Horst“ (!) veröffentlichte, die 2010 und 2011 vom renommierten, so gar nicht undergroundigen Panini-Verlag in Form vierer Softcover-Paperbacks im Heftformat wiederveröffentlicht wurde – neu koloriert und inhaltlich erweitert.

Die 100-seitige erste Ausgabe „Mittendrin!“, um die es hier gehen soll, ist vollfarbig koloriert und mit einem an Handlettering erinnernden Font auf hochwertigem Papier getextet. Er enthält Onepager, hautsächlich aber längere Geschichtchen um den Hasen Horst Bruckner (!), der mit Nilpferd Lutz eine Wohngemeinschaft bildet. Diese ist einer zwar anthropomorphen Welt verschiedenster Tiere, eigentlich aber in der menschlichen Realität angesiedelt. Der Einstieg gelingt grandios und behandelt die Leiden eines Drehbuchautors, wie Hahn alias Robi eben auch einer ist. Der Chef von „Satl7“ erinnert sicher nicht von ungefähr an RTL-Bonze Thoma. Köstlich auch: Auf Bobeles Werbung hin will Horst auch ins Internet, um auf Pornoseiten zu surfen. Das war der Spirit der frühen 2000er! Zeitkolorit findet sich auch, wenn auf die Arte-Ausstrahlung von Romeros „Day of the Dead“ oder andere reale Filme Bezug genommen wird.

Hauptsächlich geht’s aber darum, dass der Rammler rammeln will, aber nur selten zum Stich kommt und sich immer wieder eingestehen muss, eigentlich eine mitleiderregende Figur zu sein. „Horst“ behandelt sexuelle Themen, über die man sonst eher nicht spricht, beispielsweise Bordellbesuche. Die Pointen sind oft gar nicht unbedingt der Knaller, im Fokus stehen eher die äußerst charmant und liebevoll erzählten Geschichten. Bemerkenswert auch ein Rückblick in Horsts Pubertätstage: Er sieht sich onanierend einen Porno im Bahnhofskino an und wird von einem Erwachsenen belästigt, woraufhin er es mit der Angst seines Lebens zu tun bekommt. Auf 84 Seiten Comics folgt ein Anhang, der von Horst kommentierte Gemälde, ein Interview mit Geier, laut dem die Geschichten biographisch seien (oha…), einen Rotlicht-Ratgeber, eine Vorschau auf Band 2 und eine köstliche „Keinohrhase“-Filmplakat-Parodie umfasst.

Geiers anthropomorpher Funny-Zeichenstil ist prächtig und der Humor, durch den zuweilen Ernst schimmert, sympathisch und oft aus dem Leben gegriffen, die behandelten Themen sind in ihrer Offenheit provokant. Sexszenen gibt, Pornöses hingegen nicht. Rechtschreibfehler sind mir nur ganz wenige begegnet. Eine überraschend gelungene deutsche Comicreihe und ein Sammelausgaben-Auftakt, der direkt Lust auf die nächste Ausgabe macht. Ich bleibe dran, demnächst mehr dazu.

Schwermetall präsentiert Band 35: Geier / Robi / Hau – Tonis großes Spiel

Das rund 50-seitige 35. „Schwermetall präsentiert“-Album datiert aufs Jahr 1990, erschien im Alpha-Verlag im Softcover, ist schwarzweiß und handgelettert – und versammelt offenbar eine zuvor monatlich seitenweise im „Schwermetall“-Magazin abgedruckte Science-Fiction-Geschichte.

Als Zeichner im halbrealistischen bis realistischen Stil fungierte Geier, als Texter zunächst Michael Hau alias BiMi. Und worum es geht, lässt sich zunächst schwer erfassen; anscheinend handelt es sich in erster Linie um eine Sci-Fi-Comic-Persiflage, die es darauf anlegt, alle möglichen mehr oder weniger populären Comicfiguren in Cameos unterzubringen (Sokals Canardo beispielsweise ist der Kanzler und Mézières‘ Valerian steht plötzlich in Reizwäsche da). Maryara spricht tiefstes Bayrisches, der Meta-Baron schwäbelt und nach einer Raum-Zeit-Reise sind Maryara und Titelheld Toni nackt. Auf S. 15 begibt man sich auf die Meta-Ebene und klärt in Comicform, wie es überhaupt zu „Tonis großes Spiel“ kam.

Die Geschichte entstand anscheinend erst nach und nach, ohne fertiges Skript. BiMi stieg irgendwann als Texter aus und Robi (alias Horst Brack aus „Catch Up“ alias Rochus Hahn, „Das Wunder von Bern“-Drehbuchautor) für ihn ein, was anlässlich der 25. Seite thematisiert wird. Da wird klar, dass BiMi, der Robi direkt die Freundschaft kündigt, tatsächlich an purem Nonsens gelegen war, während Robi die Geschichte in so etwas wie geregelte Bahnen lenkt, eine echte Erzählung entstehen lässt, die zumindest etwas weniger improvisiert wirkt und mit etwas mehr Ernsthaftigkeit so auch in klassischer Anything-goes-Sci-Fi-Fantasy hätte auftauchen können.

So stellt sich mit der Zeit heraus, dass Schurken hinter dem „Goldenen Furunkel“ her sind. Toni muss erst mal herausfinden, was das überhaupt ist. „Tonis großes Spiel“ ist ein spannendes Experiment aus der deutschen Anarcho-Comicszene und herrlich irres, respektloses Vergnügen. Zu Geier und Robi später mehr.

Pierre Seron – Die Müllers

Der Feest-Verlag veröffentlichte im Jahre 1992 nur diesen einen Band des „Die Müllers“-Familien-Funny-Comics des frankobelgischen „Minimenschen“-Zeichners und -Autors Pierre Seron als rund 50-seitiges, vollfarbiges und handgelettertes Softcover-Album.

Das Album versammelt Onepager und etwas längere Geschichtchen der im Original offenbar bereits seit 1973 erschienenen Reihe um ein Ehepaar mit zwei Kindern in häufig großen, übersichtlichen Panels. Der schnieke Zeichenstil ist eng an jenen Franquins angelehnt, womit man bei mir offene Türen einrennt – zumal ich das Metier Familiencomic à la „Boule & Bill“ und Konsorten sehr mag. Insbesondere Mutter Müller ist überaus niedlich gezeichnet. Der Humor fällt jedoch reichlich harmlos aus und ist meist nicht mehr als, tja: nett. Zudem hat sich mir nicht jede Pointe erschlossen, mitunter fallen sie auch etwas arg mau aus. Auf S. 37 wurde irgendwie geschludert, die erste Sprechblase blieb leer. Alles im allem wirken „Die Müllers“ wie eine schaumgebremste, zumindest inhaltlich stiefmütterlich behandelte Nebenspielwiese Serons.

Kurioserweise dauerte es bis ins Jahr 2011, dass ein zweiter Band erschien, dann bei Finix-Comics.

Eric Schreurs – Hein Jammerhauf (Band 1 + 2)

Die Comicfigur mit dem sprechenden Namen Hein Jammerhauf heißt im niederländischen Original Joop Klepzeiker und entstammt der Feder Eric Schreurs‘, der die Funnys ursprünglich für eine holländische Illustrierte anfertigte. Hierzulande erschienen sie in den Jahren 1990 und ’91 im Verlag comicplus+ in Form zweier rund 50-seitiger, vollfarbiger und handgeletterter Softcover-Alben.

Diese enthalten jeweils eine Seite umfassende Erlebnisse des titelgebenden Verlierertypen, der nur mit seinem Hund Harry zusammenlebt. Mit ihren häufig sexualisierten Themen sind diese Comics eher etwas für ältere Leserinnen und Leser. Den Slapstick- und Situationskomik-lastigen Humor empfinde ich als eher durchschnittlich, der stark karikierende Zeichenstil wirkt – passend zu Hein – etwas zittrig. Die dynamische Panelstruktur weiß ebenso zu gefallen wie die erzählerisch pointierte Anordnung des Gezeigten. Schreurs arbeitet mit ein paar wiederkehrenden Figuren wie zwei Nachbarsjungen, die es immer wieder auf Hein abgesehen haben, und einem halluzinierenden Alkoholiker. In seinen Träumen wird Jammerhauf gern zu Superhein, der trotzdem alles verpatzt.

Eine witzige Eigenart stellen die zahlreichen an die Häuserwände gesprühten Parolen dar. Schreurs schien um Zeitkolorit der 1980er-Jahre bemüht und sah sich dafür vorrangig im Urbanen und in der Unterschicht um.

Im Anhang des ersten Bands finden sich ein Kurzporträt Schreurs‘ sowie eine Fotocollage.

Im zweiten Band bauen die eigentlich in sich abgeschlossenen Onepager stärker aufeinander auf, beispielsweise Hein am Strand, Hein auf Freiersfüßen – und die jeweiligen Folgen… Insgesamt erscheint mir Band 2 witziger als Band 1, manches ist in beiden Bänden beim Versuch, provokant zu sein, aber auch schlicht ziemlich niveaulos.

22.08.2026, Tipsy Apes, Hamburg: Tobsucht-Party mit TOBSUCHT + NIXDA! + FREVEL + THORSTEN FEHLT + DISILLUSIONED MOTHERFUCKERS

Die seit weiß der Geier wie vielen Dekaden bestehende Buxtehuder Oldschool-Kellerpunk-Institution TOBSUCHT lud auf dem Gelände des legendären Hamburger Metal-Clubs Tipsy Apes im Süden der Hansestadt zur Umsonst-und-draußen-Party mit diversen befreundeten Bands, und wir (DISILLUSIONED MOTHERFUCKERS) durften mitmachen.

Ich stand im Vorfeld mit TOBSUCHT-Gitarrist Tierchen in Kontakt, der die Organisation federführend am Hut hatte und unter anderem berichtete, dass die noch auf dem ersten Flyer aufgeführten ANTIMATERIE leider ausfallen, man mit einer Combo namens SPAM REPORTS (o.ä.) aber Ersatz gefunden habe. Diese sagten dann aber doch auch wieder ab, sodass „nur“ fünf Bands zum Tanze aufspielten. So 100%ig spielte das Wetter dann leider auch nicht mit. Als die herzallerliebste Jana uns behände vom Proberaum durch den zähflüssigen Verkehr zum Clubgelände chauffierte, kam noch mal ein deftiger Regenschauer runter, von dem wir hofften, es sei der letzte des Tags gewesen. Pustekuchen! Immer wieder sollte Petrus sich melden, mal nur nieselnd, hin und wieder auch doller. Einige, die ihr Erscheinen eigentlich geplant hatten, hatten daher wohl kurzfristig abgesagt, erzählte man mir – dadurch aber eine geile Sause verpasst, an der laut Zählung eines Tipsy-Apes-Silberrückens um die 140 Besucherinnen und Besucher (inklusive Bandmitgliedern) teilnahmen.

Der Eintritt war frei, das gekühlte Bierchen gab‘s mit 2,- EUR zum Taschengeldpreis, die Bratwurst brutzelte auf dem Grill und für die Bands war ein liebevoll gemachtes Catering aus Deluxe-geschmierten und -belegten Brötchen und Salaten am Start. Großartig!

Als wir eintrafen war ich erst mal von der Größe der Bühne überrascht, denn die hatte ich nach meinem bisher einzigen Besuch des Geländes irgendwie kleiner in Erinnerung. Tierchen war noch mit dem Aufbau beschäftigt; zumindest ein Teil wurde per P.A. abgenommen, die Gitarre hingegen direkt aus der Box geblasen. Unser technikversierter Drummer Mike half mit, die Kabel richtig zu verteilen usw., bis irgendwann eine bespielbare Bühne mit amtlichem Sound stand. Mit Flaschenhaltern und -öffnern an den Mikroständern war an alles gedacht. Den Soundcheck führten kurzentschlossen wir aus, da TOBSUCHT entgegen der ursprünglichen Planung nicht als erste Band spielen konnten: die Drummerin war noch verhindert und traf erst später ein. Kein Ding, eröffneten eben wir den Reigen. Mit etwas für Festivalbedingungen zurechtgestutztem Set und noch halbwegs nüchtern servierten wir unser Repertoire und waren anschließend recht zufrieden, da wir von etwaigen selbst- oder fremdverschuldeten Pannen weitestgehend verschont geblieben waren und das Wetter, das den Beginn zuvor noch weiter hinausgezögert hatte, mitspielte.

THORSTEN FEHLT, eine noch relativ junge Band mit, wie ich vor Ort feststellen durfte, meinem alten Bekannten Didi an der Klampfe, zockte dann rustikalen deutschsprachigen Punkrock mit mal ernsteren, mal eher heiteren Texten, der gut rüberkam und Laune machte. Der aufgrund einer Beinverletzung gehandicapte Basser behalf sich mit einem Stuhl. Da sind in jedem Falle kreative Köpfe aktiv und ich bin gespannt, was da noch so kommen wird. Böse Zungen behaupteten, man höre, dass Thorsten fehlt, aber mit diesem Vor Ort aufgeschnappten Gag ging ich der Band schon direkt nach dem Auftritt auf die Nerven.

FREVEL, die ich schon mehrmals gesehen hatte, auch im Rahmen gemeinsamer Konzerte, werden (bewusst) immer metallischer, ihre jüngste Veröffentlichung trägt gar den Titel „Thrash Punk Inferno“. Und übertreibt nicht: Der angriffslustige HC-Punk/Thrash-Crossover mit Tim Terrors deutsche und englische Texte herausbrüllendem, kehligem Gesang macht schwer was her und kam entsprechend gut an. Der Sound war direkt vor der Bühne am besten, wo man auch vorm Regen geschützt war (eine Erkenntnis, die sich nach und nach durchsetzte), die Klampfe orientierte sich viel an klassischem ‘80er-Thrash-Riffing (und beherrschte auch die eine oder andere melodische Passage, die mich gar an alte METALLICA-Großtaten erinnerten), der neue Drummer rührte seine Kessel wie ein Berserker – Killer! Verdientermaßen wurden FREVEL zu einer Zugabe genötigt, derer sie gleich zwei spielten: „No War“ und „Out Of Control“. Während ich früher RAWSIDE als einen der Haupteinflüsse ausmachte, emanzipiert man sich anscheinend immer mehr davon und findet seinen eigenen Brachialsound mitsamt filigraner Einsprengsel, der den kämpferischen Texten gut zu Gesicht (bzw. Gehör) steht.

Ich war nun gut auf Betriebstemperatur, das Bühnenprogramm hinkte dem ohnehin nur grob gesteckten Zeitplan aber weit hinterher – insbesondere die Umbaupausen dauerten länger als geplant. Irgendwann standen dann aber auch NIXDA! auf der Bühne – eine Band, die schon seit geraumer aktiv ist, mir bisher aber seltsamerweise nicht über den Weg gelaufen war. Mittlerweile war es dunkel und ein Lagerfeuer brannte, was ein Plus an Atmosphäre bedeutete. NIXDA! spielen sympathischen deutschsprachigen Punkrock zwischen von klassischem Drei-Akkorde-Songwriting bis melodiebetonten Nummern, die einem im wahrsten Sinne des Wortes Flötentöne beibringen. Den vor einiger Zeit ausgestiegenen langjährigen Sänger Hajo beerbte eine Sängerin mit guter Stimme, die eine andere Klangfarbe einbringt. Leider war die Gitarre zunächst selbst direkt vor der Bühne gar nicht zu hören und das Background-Gesangsmikro des Klampfers ausgeschaltet. Letzteres wurde korrigiert und auch die Gitarre etwas angehoben, so richtig Druck entwickelte sie aber den ganzen Gig hindurch leider nicht. Auch der Hauptgesang hätte ein paar Dezibel mehr vertragen können. Vielen war’s egal; nicht nur vor, sondern auch auf der Bühne wurde getanzt und gefeiert – denn als die Band die Kinder zum Tanz auf die Bühne bat, hatten diese offenbar nicht mehr so recht Lust, sodass die Eltern kurzerhand den Part übernahmen. Ich musste dabei an die Castingszene aus „Kein Pardon“ denken, in der ein Mädchen mit verschränkten Armen dasitzt und dessen Mutter die Nummer singen muss, haha… NIXDA! würde ich mir mit voluminöserem Sound noch mal ankieken wollen, also mal die Augen offenhalten.

Aufgrund der vorgerückten Stunde und weil sich bei Jana eine Mitfahrgelegenheit auf den Kiez bot, strich ich nun vorzeitig die Segel und verpasste damit leider TOBSUCHT, bei denen ich mich aber noch einmal ausdrücklich für diese schöne Sause bedanken möchte. Das Gleiche gilt für die gastfreundlichen Tipsy Apes und alle, die aufopferungsvoll bei Organisation und Durchführung mitgeholfen haben. Gerne mal wieder!

P.S.: Nicht zuletzt danke allen, die den Arsch hochbekommen und mitgefeiert haben sowie nicht zuletzt Jana fürs Fahren und die Schnappschüsse unseres Auftritts!

Donne Avenell / Enrique Badía Romero – Axa Sonderband

Der Heddesheimer Reiner-Feest-Verlag brachte die spanischen „Axa“-Endzeit-Fantasy-Comics von Mitte der 1980er bis Anfang der 1990er nach Deutschland. Donne Avenell schrieb die postapokalyptischen Abenteuer der attraktiven Kriegerin, Enrique Badía Romero zeichnete sie in einem perfekten realistischen Stil. Dieser im Jahre 1991 als rund 50-seitiges, vollfarbiges, handgelettertes Softcover-Album erschienene Sonderband ist meine erste Konfrontation mit Axa.

Die ultraknapp beschürzte Kriegerin Axa ist in einem Endzeitszenario nach dem „nuklearen Holocaust“ und der „großen Verseuchung“ allein auf weiter Flur, auf der Suche nach dem Samen der Hoffnung auf eine neue Menschheit. Das hält sie jedoch nicht vom Nacktbaden ab, wobei sie es mit einer Riesenkröte zu tun bekommt. Damit nicht genug: Lichtscheue Mutanten einer religiösen Sekte greifen sie an und nehmen sie gefangen, wollen sie vergewaltigen. Ab Seite 10 ist sie barbusig. In einer Höhle schläft sie nackt zwischen hunderten Skeletten, in einem zerstörten Vergnügungspark wird sie von Hunden gehetzt. In einem Leuchtturm lernt sie Maria und deren Vater Jaume kennen, in ein Gespräch mit ihm wird knapp ihre Origin-Story eingearbeitet.

Sie muss sich gegen einen mutierten Riesenhummer behaupten und steigt mit Jaume ins Bett. Das menschliche Trio trifft auf die Hells Angels (!), die das Beste aus der Endzeit machen, indem sie Orgien feiern und saufen. Von nun an befinden wir uns erst recht in Sex-&-Violence-Gefilden, aber auch Naturgewalten wüten und bedrohen einmal mehr alles Leben. Nein, man hat’s wirklich nicht leicht.

Das besondere an diesem Sonderband, dem weitere folgten, scheint zu sein, dass er eine zusammenhängende Graphic Novel enthält, während Axa anscheinend eigentlich ein in Tageszeitungen abgedruckter Comicstrip war.

Klar ist das spekulativ und schundig, dabei aber hochprofessionell, mit reichlich Dynamik in satten, atmosphärischen Farben umgesetzt – und letztlich schon geiler Scheiß, irgendwie. Ich müsste lügen!

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