Günnis Reviews

Datum: 26. Juli 2006

TEENAGE ALZHEIMER #1

(0,50 € + Porto bei Ben Bauböck, Warschauer Str. 25, 10243 Berlin, ben_accident@hotmail.de)

Nach der Nullnummer die erste offizielle Ausgabe dieses A5er-Fanzines aus Berlin, das von Ben Accident und Antje T. rausgehauen wird. Beide haben eine sehr sympathische, kurzweilige Schreibe, so dass es echt verdammt Spaß macht, die Erlebnisberichte und manchmal mehr, manchmal weniger wirren Gedanken zu diversen wichtigen und unwichtigen Themen lesenderweise zu konsumieren. Mein persönlicher Höhepunkt ist die JERRY-LEE-LEWIS-Story, für mich ohnehin der wahre Erfinder des Psychobilly! Ehre, wem Ehre gebührt. Die vom Autor empfohlene „Live im Starclub“-Scheibe habe ich mir heute gleich per eBay gesichert – wehe, die taugt nichts! 😉 Darüber hinaus interviewt man ein paar unbekanntere, lokale Bands bzw. einfach sich gegenseitig, haha. Ein Heft im Oldschool-Schnipsel-Layout mit viel Humor, der – zumindest bei mir – gut zündet. Berliner Punkbands, die bereit sind, sich im Gegenzug für ein Interview fürs Titelblatt nackich zu machen, bitte dort melden! Günni

STAATSPUNKROTT – PIMP MY RIOT CD

(www.staatspunkrott.de) / (www.nixgut.de)

Langweilige, möchtegern-melodische Mucke ohne jegliche Aggressivität (Riot? Wo?) mit ultra-lächerlichen, deutschen Texten aus dem Leben ein paar Teenager in ihrer rebellischen Phase – inkl. dem peinlichsten Anti-Nazi-Text, den ich seit langem gehört habe. Zitieren wird mir jetzt aber zu doof. Booklet mit Texten, Fotos etc., 10 Songs + In-/Outro in 27 Minuten + PC-Video-Track, den ich mir aber mal wieder gar nicht erst angeschaut habe. Heutzutage wird echt jeder Scheiß veröffentlicht, den man früher im Dorf-JUZ noch von der Bühne gebuht hätte. PS: Ich lese gerade im Promo-Wisch, dass es sich hierbei bereits um das fünfte Album dieser Band handelt!? Himmel, hast du keine Flinte… 5. Günni

DIE BLUMENTOPFERDE – KASSETTE DELUXE CD

(www.die-BlumentoPferde.de) / (www.nixgut.de)

Wer das geniale (Achtung, Ironie) Wortspiel im Bandnamen verstehen will, sehe sich bitte die URL des Internetauftritts der Band an. „Deluxe“ ist hier auf jeden Fall schon mal die Aufmachung: Digipack mit FETTEM Booklet mit allen Texten, Fotos usw… Die Mucke hingegen ist leider ein Schuss in den Ofen – deutschsprachiger Hippierock, mal poppig „angeSKAt“, meist aber einfach nur langweilig. Bedeutungsschwangere Texte, schön und gut, aber für mich altes, ignorantes, von HC- und Oi!-Punk verdorbenes Arschloch ein gefundenes Fressen zum Verreißen. Sicherlich Studentenparty- und CVJM-kompatibel, ich persönlich schlafe dabei aber ein. Das Album ist mit seinen 18 Songs in unglaublichen 64 Minuten auch so dermaßen lang, dass ich es beim besten Willen nicht geschafft habe, es in wachem Zustand komplett durchzuhören. Sorry… 6. Günni

Copyright © 2026 Günnis Reviews

Theme von Anders Norén↑ ↑