Günnis Reviews

Monat: Juli 2006 (page 2 of 2)

MANIFESTATION – F.T.W. CD

(www.manifestation-music.de) / (www.vinyl-junkies-rec.de)

Diese Platte der Saarländer ist Anfang 2005 bereits als 10“ erschienen, nun wurde die um drei Live-Bonussongs aufgestockte CD hinterhergelegt. Soll Oldschool-Hardcore sein; wer krachigen, scheppernden, ungestümen Ami-HC der Frühzeit erwartet, wird aber enttäuscht. Ist dann doch eher moderner klingender, prolliger HC mit ’nem gewissen Metal-Einschlag bei der Gitarrenarbeit, Gröhlgesang und allem, was dazugehört. Handwerklich auf jeden Fall sauber. Textlich das Übliche – Kampf ums Überleben, Arschhochkriegen, „True-Sein“… und bei „Time To Die“ wird man konkret, als man sich mit der aggressiven, kriegerischen US-amerikanischen Außenpolitik auseinandersetzt. In „Till The End“ heißt es dann noch „I Hate Everybody, Everything … Hippies And Junkies“. Ganz harte Jungs also… 3. Günni

CRUSADERS – THE ANGER INSIDE CD

(www.crusaders-dresden.de) / (www.randale-records.de)

Eigenständiger Oi!-Punk aus Dresden – schon das dritte Album, allerdings das erste, welches ich zu hören bekomme. „Eigenständig“ im Sinne von: man versucht weder, nach den Onkelz, noch nach den 4-Skins zu klingen. Es wurde viel wert auf Melodie gelegt, ohne ins Poppige abzudriften. Der Gesang ist recht markant, relativ hoch und dabei heiser. Die durchgehend englischen Texte machen einen guten, durchdachten Eindruck. Es wird das typische Oi!-Kontingent abgedeckt: Way Of Life, Selbstverwirklichung, Feiern aber vor allem auch Kritisches. Da spricht man eine recht deutliche Sprache und setzt sich u.a. kritisch mit der Wiedervereinigung und dem Versagen der Politik im Allgemeinen auseinander. Rechte, reaktionäre Scheiße sucht man hier vergebens. Nicht so 100%ig meine Mucke, könnte nach meinem Geschmack etwas heftiger zur Sache gehen. Wird aber auf jeden Fall seine Freunde finden. Einfach mal reinhören! Booklet mit Fotos und allen Texten, 15 Songs in 47 Minuten. 3+. Günni

BREAKS – KILLING ILLUSIONS CD

(www.thebreaks.de)

Der Beipackzettel fing schon „gut“ an: „Wenn die drei smarten Jungs aus der Nähe Marburgs die Bühne betreten, stehen vor allem Mädels in den ersten Reihen. Denn gut sehen sie aus, die drei.“ Naja, ich hab’ trotzdem mal reingehört und erwartungsgemäß wurde ich Opfer von langweiligem, nichtssagendem Pop-Punk (oder „Indie“ oder „Alternative“), der hörbar nach MTViva (und vermutlich auch nach 12 – 15jährigen Groupies) schielt und dem es an allem fehlt, was guten Punkrock ausmacht. Die CD hat die Band übrigens selbst rausgebracht – haben die dann auch ihre Bandinfo mit oben genannten Zitat selbst geschrieben? „Please help me to kill these illusions“, heißt es im Titelsong. Kein Problem, immer gerne. 8 englischsprachige Songs in 37 Minuten. 5. Günni

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