Günnis Reviews

Datum: 8. November 2006

SOKO DURST / VERLORENE JUNGS – MAL WIEDER SAMSTAGNACHT SPLIT-LP

(www.psychotrecords.com) / (www.verlorenejungs.de)

Nach der CD- und der limitierten Picture-LP ist diese Frucht der langjährigen Bandfreundschaft nun auch auf normalem Vinyl in hochwertiger Aufmachung mit Textpappe etc. erhältlich. Man präsentiert neue Songs, covert sich gegenseitig und andere. VJ-Seite: Der Opener „Schluss und aus“ ist ein absoluter Hammer, einfach nur geil! Und „Das letzte mal“ knüpft da nahtlos an. Die SOKO-DURST- und KNOCHENFABRIK-Cover sind überaus gelungen. SOKO-DURST-Seite: „Alles in Ordnung!?“ ist hier der Hit! Großartig! „Wie die Tiere“ durchschnitt, „Samstag Nacht“ gefällt mir im Original von VJ besser, die Neuaufnahme von „Mehr als nur ein Freund“ hingegen geht klar. Klasse Song, bei dem man nicht viel verkehrt machen kann. Für mich sind mit „Schluss und aus“ und „Alles in Ordnung!?“ zwei neue große Hits vertreten, die allein schon den Kauf rechtfertigen. Ggü. der CD-Version gibt’s hier sogar noch den Bonussong „Du nie“, der bislang nur als „hidden CD-Track“ auf dem letzten VJ-Album zu finden war. 2. Günni

RIOT COMPANY – RIOT ANTHEMS LP

(www.psychotrecords.com) / (www.riotcompany.com)

Der zweite Longplayer der Oi!-Punkband aus dem niedersächsischen Hildesheim, nun vorliegend in farbigem bzw. durchsichtigem Vinyl. Kommt mit Textpappe mit allen Texten, die Aufmachung stimmt also. Der Inhalt natürlich auch nach wie vor: Klasse Streetpunk mit rauhem Gesang, schönen Melodien und guten Texten aus dem Leben mit seinen schönen, nachdenklichen und weniger schönen Seiten. Insgesamt 14 Songs, die voll überzeugen, davon nur noch zwei in deutscher Sprache. „Fragen“ ist ein schön melancholischer Song mit Tiefgang geworden, während man mit „Hildesheim“ den alten, lokalpatriotischen Gassenhauer aus HEFEPILSE-Zeiten veredelte. Glatte 2. Günni

THE MOCHINES – HIRE THE LOSERS CD

(www.cargo-records.de) / (www.theMochines.com)

(Punk’n’)Rock’n’Roll aus Ami-Land (Edit: Nee, anscheinend aus Südafrika), hier die weniger poppige, dreckigere, schweinerockigere Variante. Der Soundtrack zur Lederjacke und den schmierigen Haaren; eine Hand am Sack, die andere am Tresen. Geht ab und dürfte Genre-Fans verzücken. Mir sind die Songs zu lang und solilastig. Leider statt Booklet mit Texten oder ähnlichem nur ein Faltblatt mit demselben Foto der vier hässlichen Musiker innen wie auf dem Cover. Abzüge in der B-Note! 10 Songs in 43 Minuten. 3. Günni

DISAREY – AREA-CODE 030 LP

(www.psychotrecords.de)

Auf gerade mal 170 Exemplare limitierte, einseitig bespielte Hardcore-Platte aus Berlin mit zwei Leuten der ANTICOPS. Geht ab wie Schmidts Katze! Herrlich oldschool und metalfrei wird neun Songs lang durchgeknüppelt, ohne sich in ausufernde, schleppende Mosh-Parts, Gitarrensoli oder ähnlichem zu verlieren. Stattdessen grobe Kelle und fette Chöre. Leider ohne abgedruckte (englische) Texte. Wenn die aber nicht total Panne sind, ist das ’ne geile Platte! 2. Günni

RADIO BADLAND NR. 17 – OKTOBER 2006 CD-R

(www.radiobadland.de)

Das monatliche RADIO BADLAND ist längst eine Institution mit Informations- und Qualitätsgarant. Diese Ausgabe reiht sich nahtlos ein. Leider musste man diesmal ohne Studiogast bzw. Interviewpartner auskommen, spielte aber wieder eine knappe Stunde lang querbeet Musik aus allen möglichen und unmöglichen Bereichen unserer Subkultur und versorgte den Hörer souverän mit Hintergrundinformationen. Auf die Löffel gab’s THE HEROINES, DIE GOLDENEN ZITRONEN (fürchterliche Hippiekacke), BORN TO LOSE, HEARTBREAK STEREO, WOLFPACK, LOS FASTIDIOS, BONECRUSHER, AUS-ROTTEN, JOHNNY CASH und mehr. Lohnt wie immer besonders, um den eigenen musikalischen Horizont zu erweitern oder abzustecken. Gesendet wird übrigens an jedem dritten Donnerstag im Monat. Mehr Infos auf der Homepage! Günni

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