Günnis Reviews

Datum: 25. November 2006 (page 2 of 2)

THE SHOEMAKERS – TURN ME ON LP/CD

(www.wandarecords.de) / (www.theshoemakers.de)

„Schuster, bleib bei deinen Leisten“, dachten sich vermutlich die vier Schuhmacher aus Sachsen und spielten dieses Album voll klassischem Punkrock ein. Im 77er-Stil wird gut nach vorne losgerockt und –gerotzt. Zwar nicht so geil wie beispielsweise bei den GEE STRINGS, für ’ne gute Party langt’s aber allemal. Der (glücklicherweise akzentfreie :P) Gesang könnte stellenweise noch bischn rotziger sein, die Chöre etwas kräftiger, aber passt schon. Solide 13 Songs, einer davon Vinyl-only-Bonus! Auch hier stimmt die Aufmachung: Dicke, mit Texten und Fotos bedruckte Innenhülle. 3. Günni

HAGGIS – THE IMPECCABLE GLORY OF ETERNAL WAR CD

(www.unitedkids-records.de) / (www.haggisofnorway.com)

DAS also sind HAGGIS… hatte ja hin und wieder mal über diese bekloppten Norweger gehört, meist nicht unbedingt Gutes, haha. Jetzt weiß ich auch, warum: Textlich geht’s gegen so viele Minderheiten wie möglich, so beschränkt wie nur irgendwas und so un-p.c. und provokant, dass jeder Sozialpädagoge einen Herzkasper bekommen dürfte. Komplett auf Englisch bekommen die Einwohner anderer Länder als Norwegen („“Join the army, it’s supposed to be a thrill, fly overseas und meet people you can kill“), Brillenträger („Hey you! You want four black eyes?“), Kleine („Short arsed plague“), Jimmy Pursey von SHAM 69, Schwule („Stop being gay“), Plattfüßige („Pancake footed waste of space, you’re always last in the human race“), Arme („Send the poor to war“), Rapper usw. ihr Fett weg… im Gegenzug werden Norwegen hochgelobt („In jail there’s TV, good food and fun“) und Wikinger besungen. Dabei werden natürlich so oft wie möglich die Worte „gay“ und „Nigger“ verwendet. Gecovert wird auch, und zwar SKREWDRIVER mit „I Don’t Like You“. Auf mich macht das alles den Eindruck einer Satire ähnlich S.O.D. seinerzeit, der Gesang erinnert mich auch etwas daran. Musikalisch würde ich das mal als Bastard zwischen Oi!, HC und Rock’n’Roll bezeichnen. Verdammt lustige Sache, an der sich so mancher Kritiker die Zähne ausbeißen dürfte. Sollte davon aber irgendwas auch nur ansatzweise ernstgemeint sein, dann gute Nacht. Ohne Wertung. Günni

THE CHELSEA SMILES – THIRTY SIX HOURS LATER CD

(www.peoplelikeyou.com)

Breitbeiniger Punk’n’Roll mit großen Hardrock-Einflüssen. Wenn ich das Promo-Kleingedruckte richtig gedeutet habe, kommt die Band aus New York. Viel Solo-Gedudel, schleppende statt schnelle Tracks… insgesamt also mehr Luftgitarre und Birne schütteln als Pogowahn. Nicht so meine Mucke, handwerklich aber bestimmt nicht schlecht. Zu Texten und Aufmachung kann ich nichts sagen, da ich nur ’ne Promo-CD im Pappschuber zur Hand habe. Zwölf Songs in 33 Minuten, ohne Wertung. Günni

GLEICHLAUFSCHWANKUNG – PUNK VERSTEHEN KEINEN SPASS!!! CD

(Saalepower Records, www.gleichlaufschwankung.de)

Ah ja, nochmal das bekannte GLEICHLAUFSCHWANKUNG-Album auf CD. Gab’s das vorher nur auf LP? Keine Ahnung. Wer die Band noch nicht kennt: Ossi-Punk ohne sonderlich musikalisches Talent, aber auch ohne sich für irgendwas zu schämen, dafür mit grenzgenialen Texten, ungewöhnlichen Instrumenten (Orgel), Gastmusikern wie TURBOLOVER und SAMENHÄNDLER und ganz viel Spaß inne Backen. Liebevoll zusammengestellt mit Kult-Zitaten und hassenichgesehn. Liebt man oder hasst man! 22 Songs in 55 Minuten. 1. Günni

THE GEE-STRINGS – A BUNCH OF THUGS CD

(www.dead-beat-records.de) / (www.geestrings.de)

Die GEE STRINGS knallen einem wieder elf 77-Punk-Bonbons um die Ohren, bei denen garantiert niemand still sitzen bleiben kann. Fette Gitarrenbretter, geile Melodien und hoher, rotziger Gesang. Alles irgendwo zwischen BLANKS 77 und DISTRICT. Eine der besten Bands in diesem Bereich – nicht nur innerhalb Deutschlands. 1-2-3-4 Pogo!!! Elf Songs in gerade mal 28 Minuten, aber danach kann auch erstmal keiner mehr. 2. Günni

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