Günnis Reviews

Monat: Dezember 2016

17.12.2016, Waschbar 60°, Buxtehude: CHEVY DEVILS

Die Waschbar ist ‘ne Burger-Braterei und Kneipe in Buxtehude im ‘50er-Jahre-Stil, die ab und zu kleine Live-Gigs im Rockabilly-Bereich u.ä. veranstaltet. Bisher musste sie dabei ohne mich auskommen, doch als man bei freiem Eintritt zu den CHEVY DEVILS und damit dem letzten Konzert des Jahres lud, raffte ich mich kurzentschlossen auf, um mir die Chose mal von Nahem zu betrachten.

Das Hamburger Quartett trat stilecht mit Standbass auf und gab in zwei Blöcken sowohl diverse Klassiker als auch eigenes Material zum Besten. Während im ersten Teil anscheinend die Gitarre (unhörbare) technische Probleme bereite, erwies sich der Sänger den gesamten Abend über als Aktivposten und Rampensau: Da wurde durch die Örtlichkeit gewandert, mit dem Publikum getanzt und auf den Tresen geklettert, kräftig geschwitzt und dabei tadellos gesungen, wenn ihm auch ein, zwei Mal zu vorgerückter Stunde kurz die Puste wegblieb. Großes Entertainment, klasse Performance!

Meine gesteigerte Aufmerksamkeit erregten aus der Reihe fallende Coverversionen wie z.B. eine Psychobilly-Nummer aus dem BATMOBILE-Fundus, „Thunderstruck“ von AC/DC im Rockabilly-Gewand oder auch „Too Drunk to Fuck“ der DEAD KENNEDYS. Das hatte ich im Vorfeld nun nicht erwartet und war ob des musikalischen Horizonts der Band positiv überrascht. Das anfänglich etwas hüftsteife Publikum war auch irgendwann aufgetaut, so dass sich auch immer mal wieder geregt und bewegt, bisweilen auch richtig getanzt wurde. Bei zivilen Getränkepreisen, ein paar bekannten Gesichtern unter den Gästen und angenehmer, freundlicher Atmosphäre nahm der Abend seinen Lauf, der mit ein paar Zugaben der CHEVY DEVILS irgendwann endete. Und mit dem Weihnachts-Rock’n’Roll-Song haben sie mich daran erinnert, was uns nun unmittelbar bevorsteht… *schauder*

09.12.2016, Monkeys Music Club, Hamburg: THE RAYMEN + THE WALTONS + THE NEW YORK WANNABES

Ab und zu verspüre ich Appetit auf etwas andere, rock’n’rolligere, ‘billy-artige Klänge und als ich am Abend des 9. Dezember ohnehin in der Nähe war, entschied kurzerhand ob die Münze, ob bzw. dass ich dem Konzert im Monkeys beiwohne. Über die WALTONS und die RAYMEN hatte ich schon einiges gehört, ohne wirklich mit ihrem Schaffen vertraut zu sein, doch was sollte bei einem lauschigen Abend im Monkeys schon schiefgehen können? Eben!

Den Anfang im etwa zur Hälfte gefüllten Club machten aber zunächst die NEW YORK WANNABES, ein Duo bestehend aus einer Drummerin und einem Sänger/Gitarristen, minimalistisch wie z.B. die WHITE STRIPES also und grob in diese Richtung ging auch die Mucke, Garage-Trash-Rhythm-&-Blues oder so. Die Dame haute gut auf die Pauke und der Frontmann ordentlich einen raus, kniete sich richtiggehend leidenschaftlich ins Set. Nach diesem ersten Klangeindruck blieb zwar nicht allzu viel hängen, kurzweilig unterhaltsam war’s aber allemal, der zweite Song in meiner Erinnerung der beste und als Opener keine schlechte Wahl, eben mal was anderes.

Die beiden Haupt-Acts sind bereits seit den seligen ‘80ern aktiv, die Berliner WALTONS haben den Begriff „Cow-Punk“ mitgeprägt und so etwas wie einen Semi-Legendenstatus inne. Bei astreinem Sound zockte das Trio um Sänger/Gitarrist John-Boy Walton sowohl eigene, flottere Hits mit starker Country- und Western-Schlagseite, jene eigentümliche Mischung also, die unter der Genrebezeichnung zu verstehen ist, als auch ruhigere Nummern, für die John-Boy auf einem Hocker platznahm. Zwischendurch gab’s mit dem großartigen „Reach For The Sky“ ein kompetentes SOCIAL-DISTORTION-Cover und als eine kräftig aufgetakelte Dame namens Alexandra die Bühnenbretter betrat, wurden die zeitgenössischen Pop-Songs „It’s Not Fair“ von LILLY ALLEN sowie „Ex’s and Oh’s“ von ELLE KING im Country-Gewand interpretiert. Ohne weibliche Unterstützung ging’s mit Cow-Punk-Stücken weiter im bunten musikalischen Reigen der guten Laune, bis die WALTONS die Bühne verließen und mittels Aufforderungen zur Zugabe zurückbeordert wurden. THIN LIZZYs „Whiskey in the Jar“ wurde ebenso zum Besten gebeten wie ein kitschiges Weihnachtslied, bis John-Boy & Co. irgendwann zurück auf ihre Farm mussten, um rechtzeitig mit den Hühnern aufzustehen und die Kühe zu melken. An der Schießbude verdingte sich übrigens John-Boys Sohnemann, der seine Sache verdammt gut machte. Auch wenn, wie man mir hinterher verklickerte, der Gig nicht unbedingt repräsentativ für die früheren WALTONS gewesen sei und sich das Publikum reichlich tanzmuffelig zeigte, war’s doch ‘ne sehr unterhaltsame, abwechslungsreiche Wundertüte.

THE RAYMEN gehören zu den Senioren der deutschen Trash-Rock’n‘Roll- und Psychobilly-Szene, sind ebenfalls seit den ‘80ern dabei und haben sich anscheinend im Laufe der Dekaden eine beachtliche stilistische Bandbreite angeeignet. Heutzutage hat man den umtriebigen Saitenhexer Tex Morton an der Lead-Klampfe dabei und sich offenbar verstärkt sog. Death Country verschrieben. Stimmlich in tiefem Bass werden düstere bis traurige Country- und Rhyhtm-&-Blues-Songs vorgetragen, die einen wie automatisch zu Kippe und Bier greifen lassen, um in Melancholie zu schwelgen, aufgelockert von Solo-Passagen Mortons, der seiner Gitarre feinste Klänge entlockte und angetrieben von einem Drummer, der sein Pokerface aufgesetzt hatte und keine Miene verzog. Beim Material handelte es sich sowohl um eigene Songs als auch Coverversionen; beispielhaft sei das düstere „The Loco-Motion“ (LITTLE EVA) genannt, das im krassen Kontrast zur fröhlichen Minouge’schen Fassung steht. Ab und zu wurd’s auch trash-rock’n’rollig und gegen Ende hat man ein paar flottere Psychobilly-Nummern ausgepackt, zu denen’s auch vor der Bühne mal ein bisschen mehr abging. THE RAYMEN waren erkennbar nicht unbedingt jedermanns Sache, aber mich hat’s zeitweise doch ziemlich ergriffen. Interessanter Stil, musikalisch beeindruckend und atmosphärisch umgesetzt und, again: mal was anderes!

03.12.2016, Gängeviertel, Hamburg: ASIMATRIX + CUT MY SKIN + SEWER BRIGADE + RACCOON RIOT

asimatrix-cut-my-skin-sewer-brigade-raccoon-riot-gaengeviertel-hamburg-20161203Geballte und stilistisch abwechslungsreiche Punk-Power im Gängeviertel, zu der so viele Gäste erschienen, dass man den Einlass irgendwann kurzerhand wegen ausgereizter Kapazitäten dichtmachen musste – das gibt’s auch nicht alle Tage. Die Hamburger RACCOON RIOT betraten gegen 21:30 Uhr die Bühne für ihren erst dritten Gig überhaupt. Mit zwei Klampfen und in englischer Sprache gab’s ‘ne Mischung aus HC- und Streetpunk auf die Löffel, die von superkurzen eruptiven Songs wie dem Opener bis zu längeren, ausarrangierteren Stücken reichten, zwei an der Zahl sogar mit weiblicher Bratschenbegleitung! Mal was anderes. Musikalisch ist natürlich noch Luft nach oben, doch es rumpelte nicht uncharmant. Aus den Gitarren lässt sich aber, gerade wenn gleich zwei zur Verfügung hat, noch einiges mehr herausholen. Der durchgestylte Shouter hat dafür ‘ne ordentliche Bühnenpräsenz und ein angenehmes, raues Organ. Ohne Zugabe ging’s dann auch nicht von der Bühne, es folgte noch einmal der erste der beiden Bratschen-Songs.

Die SEWER BRIGADE aus Barcelona war gerade auf Tour, vier kurzhaarige Herren offerierten klassischen UK-Streetpunk mit einem Bein im ’77-Punk, getragen von vornehmlich durch den Bassisten gespielten Melodien. Anfänglich klang der Gesang noch etwas dünn, doch als des Sängers Stimme nach zwei, drei Songs schön angeraut war, lief mir das doch sehr gut rein. Gecovert wurde „Janie Jones“ von THE CLASH, womit man natürlich direkt einen Stein bei mir im Brett hatte, zumal der Sänger auf Tuchfühlung mit dem Publikum ging und mich den Refrain ins Mikro brüllen ließ. Mit einem BLITZ-Cover folgte später ein weiteres Cover, war’s „Someone’s Gonna Die Tonight“ oder „Razors in the Night“? Bekomme ich nicht mehr ganz zusammen, war aber ein lässiger, überzeugender Gig.

CUT MY SKIN, Sängerin Pattis SCATTERGUN-Nachfolge-Combo, hatte ich zuletzt vor nun auch schon wieder fünf Jahren live gesehen und die Jahre sind auch an Patti anscheinend nicht spurlos vorbei gegangen. Auf der Bühne haben die Berliner aber nix verlernt, kämpferischer, melodischer UK-style-Punk mit ausdrucksstarkem Gesang und immer mal wieder zu Singalongs neigenden Refrains machte immer noch Laune und wusste zu gefallen. Ein einzelnes Stück gab’s sogar in Muttersprache und Patti schien ebenso in ihrem Element wie große Teile des Publikums, die die Band abfeierten.

Der Job der letzten Band ist oftmals ein etwas undankbarer, doch nicht so an diesem Abend: Die Hamburger ASIMATRIX feierten die Release-Party ihrer Debüt-LP, die – ein weit verbreitetes Phänomen – leider nicht rechtzeitig zum Gig aus dem Presswerk gekommen ist. Scheißegal, mit zahlreichen Auftritten hat sich die Band einen guten Namen erspielt. Nachdem sie seinerzeit im Menschenzoo für uns als DÖDELHAIE-Support eingesprungen war, hatte ich allerdings nicht noch einmal das Vergnügen, was sich nun endlich änderte. Die Band mit ihrem Mix aus giftigem HC-Punk und dreckigem Ska-Core agiert nun noch selbstbewusster auf der Bühne, Sängerin Juli klingt nach wie vor nicht nach Schönwetter-Punk und Gitarrist Lars stellt weiterhin seine Entertainer-Qualitäten unter Beweis, wenn er grobmotorisch die Klampfe schrammelt und den Sound um partielle Brülleinlagen erweitert. Geile Party zum Abschluss des einmal mehr herrlichen Abends im Gängeviertel, von dem mir leider meine Fotos verschütt gegangen sind. Glückwunsch schon mal an ASIMATRIX zur Platte und danke an alle, die wie üblich sehr viel Spaß für Eintritt gegen Spende geboten haben, sprich die Beyond-Borders-Crew & Co.!

25.11.2016, Menschenzoo, Hamburg: MISSBRAUCH + DIE NOTENIDIOTEN + ANALKOMMANDO

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Bayern-Punk-Attacke im Menschenzoo, kann man im Zuge des nordsüddeutschen Kulturaustauschs mal machen. Ich spare mir sämtliche Witze über Jodeln, Leserhosen und Schuhplattler, die haben doch sooo ’nen Gamsbart… Bei drei Bands ging’s entsprechend früh los und die Combo mit dem unpassenden Namen ANALKOMMANDO zockte das Zeug, das man seit geraumer Zeit gemeinhin als „Deutschpunk“ bezeichnet – und zwar relativ klassisch, sowohl musikalisch als auch inhaltlich. Ich erinnere mich an einen Song gegen die USA, dass im Publikum jemand MARIONETZ forderte und der Sänger/Gitarrist sich redlich um humoristische Kommunikation mit dem noch etwas spärlich vorhandenen und abwartend bis kühl reagierenden Mob vor der Bühne bemühte – inkl. eines kleinen Animationsspielchens.

Pünktlich um Zehn wurd’s dann voller und DIE NOTENIDIOTEN spielten um die norddeutsche Publikumsgunst. Nach einem starken, street-rock’n’rolligen Opener flachte das Ganze leider immer mehr in Richtung schunkeligen Streetpunk ab, nicht sonderlich spannend, kaum Tempo und ihre musikalischen Fähigkeiten betreffend gerieten die DIE NOTENIDIOTEN dann auch an ihre Grenzen – sofern es sich unter dem ultralauten Bass überhaupt vernehmen ließ, der so sehr in Ohren dröhnte, dass ich mich möglichst weit nach hinten verzog. P.A.-Mischer Norman konnte nichts dafür, der Bass kam ohnehin nur noch direkt von der Bühne. Das kommt anscheinend dabei heraus, wenn der Bandkopf Basser ist. 😉 Ein besser aufeinander abgestimmter Sound und ein knackiges, halbstündiges Set wären hier wesentlich mehr gewesen.

Auf MISSBRAUCH hatten dann doch einige gewartet – und mussten sich noch etwas gedulden. Der Sänger hatte nämlich seine eigene Gesangsanlage dabei, die anscheinend nicht ohne weiteres zur Zusammenarbeit mit der Menschenzoo-P.A. bereit war. Da ich als DJ eingeteilt war, jagte ich also fleißig weiter einen räudigen D- und Oi!-Punk-Klassiker nach dem anderen durch die Spelunke, bis es zu vorgerückter Stunde endlich losging. Beim ersten Stück schien der ganze Aufwand noch ziemlich umsonst gewesen zu sein, denn vom Sänger war nix zu hören, weshalb er auf das Mikro seines Gitarristen zurückgriff. Anschließend fummelte er jedoch noch irgendwas an seiner Anlage, die in einem großen Koffer auf der Bühne stand, herum und endlich ertönte er in vollem Umfang. Dieser ist stimmlich etwas eingeschränkt, doch der immer leicht nölige Klargesang gehört zum MISSBRAUCH-Sound dazu. Behaupte ich zumindest mal, denn allzu vertraut bin ich mit ihrem Werk gar nicht. Kennengelernt hatte ich sie anno dazumal auf dem fünften „Schlachtrufe BRD“-Sampler, wo es mir besonders die TON-STEINE-SCHERBEN-Coverversion angetan hatte. Auf diesem dürfte sich auch „Hey Deutschland“ befunden haben, das ich im Set wiedererkannte. ‘ne kurze Recherche hat ergeben, dass ich damals zwei Platten zum Besprechen bekommen hatte und attestierte „engagierte, gesellschafts- und systemkritische Texte“ sowie: „Leider wirken viele Texte auf mich zu bemüht (…), sind zu ,vernünftig‘. Musikalisch schwankt man auch zwischen Hit und Belanglosigkeit.“ Das trifft’s auch für diesen Gig ganz gut. Während gerade die flotteren Songs mit bisweilen leicht melancholischen Melodien ganz gut ins Ohr gingen, fehlten mir bei anderen Rotz und/oder Aggressivität. Alleinstellungsmerkmal waren die Mundharmonika-Einsätze des Sängers, für die er anscheinend eigens besagte Anlage mitgeschleppt hatte. Aber je weiter man im Set voranschritt, desto mehr nutzte sich der Sound ab und klangen die Songs uninteressanter, austauschbarer, plätscherten sie zunehmend an mir vorbei. MISSBRAUCH spielten gefühlt einfach arschlange, auch hier wäre weniger mehr gewesen. Immer mal wieder gingen einige Leute vor der Bühne gut mit, doch die Kulisse hatte sich gegen Ende auch sichtbar ausgedünnt. Aufhorchen ließ mich dann noch mal die V-MANN-JOE-Cover-Version „Halte aus!“. Das Engagement der Band sowie ihr nicht unsympathisches Auftreten in allen Ehren, aber so richtig meine Baustelle ist das nicht. So geht’s mir aber mit vielen Bands, die in den ‘90ern den Begriff „Deutschpunk“ prägten und sich nicht so richtig zwischen Punk- und Sozialarbeiter-Attitüde entscheiden können. Skurril übrigens: MISSBRAUCH haben gleich mal ‘ne Mini-HH-Tour aus ihrem Abstecher in die Hansestadt gemacht und sind am darauffolgenden Abend im Gängeviertel aufgetreten.

Mit schlimmer Mucke aus meiner Sammlung beschallte ich die Bude im Anschluss noch bis 4:00 Uhr nachts und dann war Sense. Pfiats eich!

18.11.2016, Lobusch, Hamburg: LOUISE DISTRAS inkl. Band + SNAERFT + LIQUOR SHOP ROCKERS

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Die britische Punk-Liedermacherin LOUISE DISTRAS sollte die Lobusch mit einem Plugged-Set inkl. Band beehren; viel interessanter fand ich aber erst mal die erste Band des Abends, die neu gegründeten LIQUOR SHOP ROCKERS, die sich aus Weste (ex-LEFT JAB), Nina (ex-RECHARGE), Needlz (ANTI-CLOCKWISE) und Toni (ex-STONE COLD BLACK) zusammensetzen. Ein illustrer Haufen also, dessen erste Gigs ich leider verpasst hatte. Auch wenn sie sich selbst eher als klassische Punkrock-Band verstehen, können sie den HC-Background manch Mitglieds nicht verhehlen, denn für meine Ohren klang das Dargebotene bisweilen doch stark nach punkigerem HC inkl. Unity-Aufrufen etc. Die ja noch junge Band zockte bereits ziemlich souverän zusammen, da macht sich die Erfahrung der Herrschaften nicht mehr ganz jungen Alters bemerkbar. Schönes Brett, kann wat!

SNAERFT aus Berlin hatte ich gar nicht auf dem Schirm, sind anscheinend relativ kurzfristig ins Aufgebot gerutscht. HC-Punk der krustigeren Sorte mit weiblich-männlichem Wechselgesang, engagiert, unmittelbar und ungeschliffen, auf Dauer aber bischn monoton.

LOUISE DISTRAS sagte mir ehrlich gesagt vorher so gar nix, kann mich zu ihren Unplugged-Aktivitäten also nicht äußern. Mit ihrer rein weiblichen Band jedoch ging’s stark in Richtung UK-’77-Punk mit kämpferischer Attitüde und viel Melodie. Nicht schlecht, aber so langsam war meine Aufmerksamkeitsspanne an diesem Freitagabend überstrapaziert und ich war zu abgelenkt, müde etc., um mir ein halbwegs fundiertes Urteil bilden zu können. Insgesamt aber ein musikalisch abwechslungsreicher, gut besuchter Lobusch-Abend, der niemanden enttäuscht haben dürfte.

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