Günnis Reviews

Datum: 24. Februar 2007

RADIO BADLAND NR. 20 – JANUAR 2007 CD-R

(www.radiobadland.de)

Auch im neuen Jahr produzierte das RADIO-BADLAND-Team am dritten Donnerstag des Monats eine ebenso souveräne wie interessante Radiosendung rund ums Thema Punkrock/Hardcore. Man unterhielt sich mit der Oi!-Band GUTS’N’GLORY, informierte über anstehende Konzerttermine und spielte Mucke von VOLXSTURM, BIKINI KILL, MINOR THREAT, SAMIAM etc., bis man nach einer kurzweiligen, knappen Stunde auf die nächste Sendung im Februar verwies. Feste Punkrock-Radio-Institution! Günni

MISSBRAUCH – STRAFBAR CD

(www.nix-gut.de) / (www.missbrauch-punk.de)

MISSBRAUCH? Die kenn’ ich doch; hatten sie doch seinerzeit eine geniale TON-STEINE-SCHERBEN-Coverversion mit neuem Text auf SCHLACHTRUFE BRD V. Boah, ist das schon wieder lange her… Seitdem ist mir die Band aber nie besonders aufgefallen, weder negativ, noch positiv. Nun also das neue Album der Punks aus Bayern. Punkrock mit engagierten, gesellschafts- und politkritischen Texten in größtenteils deutscher Sprache, man bemühte aber auch 3x das Angelsächsische. Erinnert mich manchmal positiv an TOXOPLASMA, und das nicht nur, weil Sänger Barney auch ganz gern mal ‚R’ rollt. Leider wirken viele Texte auf mich zu bemüht und lassen Zynik und „Fuck-Off-Attitüde“ vermissen, ja, sind zu „vernünftig“. Musikalisch schwankt man auch zwischen Hit und Belanglosigkeit. Nichtsdestotrotz sind aber einige wirklich gute Songs dabei und gerade für das Label ist die Platte im oberen Bereich anzusiedeln. Die Texte gibt’s im ansprechend gestalteten Booklet nachzulesen. 13 Songs in 36 Minuten. Anspieltipp: „Zwei im Unrecht“. 3. Günni

ESA-ZECKEN – JEMAND MUSS JA AUFRÄUMEN! CD

(www.nix-gut.de) / (www.esa-zecken.de)

„Hurra, wir sind wieder da, genau wie letztes Jahr und besser, als wir jemals waren“. Puh, dann will ich aber nicht wissen, wie ihr zuvor wart. Erstmal finde ich es fürchterlich, sich selbst als „Zecken“ zu bezeichnen, aber das nur am Rande. Hier gibt’s 13x „Deutschpunk“ mit quäkigem, angestrengtem Gesang und antifaschistischen sowie persönlichen Texten, die sich um die eigene Identität und das eigene Selbstverständnis drehen. Teilweise lyrisch nicht übel, teilweise aber auch wieder grausame Reime und die Klischeekeule. Musikalisch gibt man sich melodisch und im Mid-Tempo-Bereich. Irgendwie reizt mich diese Kombination aus allem gerade so gar nicht und ist mir viel zu durchschnittlich. Sorry, Jungs, aber vielleicht bin auch einfach nur zu alt mittlerweile. Booklet mit allen Texten und Bandfoto. Anspieltipp: „Weiße Westen“. 4. Günni

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