Der Feest-Verlag veröffentlichte im Jahre 1992 nur diesen einen Band des „Die Müllers“-Familien-Funny-Comics des frankobelgischen „Minimenschen“-Zeichners und -Autors Pierre Seron als rund 50-seitiges, vollfarbiges und handgelettertes Softcover-Album.
Das Album versammelt Onepager und etwas längere Geschichtchen der im Original offenbar bereits seit 1973 erschienenen Reihe um ein Ehepaar mit zwei Kindern in häufig großen, übersichtlichen Panels. Der schnieke Zeichenstil ist eng an jenen Franquins angelehnt, womit man bei mir offene Türen einrennt – zumal ich das Metier Familiencomic à la „Boule & Bill“ und Konsorten sehr mag. Insbesondere Mutter Müller ist überaus niedlich gezeichnet. Der Humor fällt jedoch reichlich harmlos aus und ist meist nicht mehr als, tja: nett. Zudem hat sich mir nicht jede Pointe erschlossen, mitunter fallen sie auch etwas arg mau aus. Auf S. 37 wurde irgendwie geschludert, die erste Sprechblase blieb leer. Alles im allem wirken „Die Müllers“ wie eine schaumgebremste, zumindest inhaltlich stiefmütterlich behandelte Nebenspielwiese Serons.
Kurioserweise dauerte es bis ins Jahr 2011, dass ein zweiter Band erschien, dann bei Finix-Comics.
