Günnis Reviews

Datum: 5. April 2008

KONDOR – ILLUSION & REALITÄT CD

(www.nix-gut.de) / (www.kondor-punk.at)

RAZZIA-Klon aus Österreich. Sorry, aber diese Platte erinnert mich sowohl von den düsteren, kritischen Texten als auch von der musikalischen Untermalung selbiger so dermaßen an die alten Aufnahmen der Hamburger HC-Punk-Veteranen, dass mir spontan keine bessere Bezeichnung einfällt. Den 80er-Sound haben sie auf jeden Fall sehr authentisch hinbekommen. Schlecht ist das nicht, besonders eigenständig aber auch nicht. Andererseits kann es einen als Band wesentlich härter treffen, als mit den großartigen RAZZIA-Frühwerken verglichen zu werden. Die Aufmachung mit farbigem, alle Texte + Linernotes enthaltenem Booklet kann sich ebenfalls sehen lassen. 15 Songs in 49 Minuten, Anspieltipp: „Blauer Rassismus“. Solide 3. Günni

BOTOX – ROSEN CD

(www.nix-gut.de) / (www.botox-online.de)

Debüt-Album dieser jungen sächsischen Band. Deutschsprachiger, rockiger, melodischer Punk mit ziemlich belanglosen Texten über Liebe und Leben, vorgetragen von einer allerdings gar nicht so üblen, rauen Stimme. Letztendlich ist mir das aber alles zu wischiwaschi. Dafür stimmt aber (von einigen üblen Rechtschreibfehlern im Booklet einmal abgesehen) die Aufmachung im Digipak mit fettem Booklet mit allen Texten. Bei „Des Pudels Kern“ darf sich übrigens Rio von NO EXIT als Gastsänger beteiligen. 14 Songs (einer davon „hidden“) + Intro in 37 Minuten Nettospielzeit, als Bonus noch ein Videoclip. Anspieltipp: „Nett“. 3-4. Günni

OIRO – VERGANGENHEITSSCHLAUCH CD

(www.flight13.com)

OIRO haben schon einige Platten veröffentlicht, diese ist allerdings die erste, die ich zu hören bekomme. Mir bisher nur von belanglosen Sampler-Beiträgen bekannt, ist mir diese Band eigentlich nur aufgrund des beschissenen Namens im Gedächtnis geblieben. Ich kann mit dieser Art von Musik, diesem Theatralischem bis Schleppendem, Monotonem, besonders durch den nervenden, besserwisserisch-studentisch klingenden Gesang bedingt, einfach nichts anfangen – auch wenn ich anerkennen muss, dass es dann doch ein, zwei Songs mit netten Melodien aufs Album geschafft haben. Genauso wenig mag ich diese Art, Texte zu schreiben, bei der nicht selten scheinbar zusammenhanglose Phrasen aneinandergereiht werden, man als Hörer aber spürt, wie die Band einem weiszumachen versucht, das sei alles enorm bedeutungsschwanger. Keine Ahnung, vielleicht würde es ja sogar Spaß machen, sich intensiver damit auseinanderzusetzen, wenn… ja, wenn es irgendetwas gebe, was Interesse für die Band wecken würde. Leider finde ich nichts. Ich schließe daher mit einem Zitat aus „Regenbogen, rot fehlt!“: „Was wollt ihr eigentlich sagen? Wem wollt ihr was eigentlich sagen?“ Das auf mattem Papier gedruckte Booklet enthält alle Texte in einer fürchterlichen Handschrift, Bilder der Band sucht (?) man vergeblich. 14 Songs in 37 Minuten. Anspieltipp: Alles und nichts. 4-. Günni

DIE SIFFER – VIEL NICHTS UM LÄRM CD

(www.nix-gut.de) / (www.diesiffer.de)

Unlustiger, ärgerlicher Fun-Punk mit obligatorischen Bläsereinsätzen und Gute-Laune-Melodien. Ist zwar fett produziert und kommt in sehr schöner Aufmachung mit Klapp-Digipak und professionell gestaltetem, dickem Booklet mit allen Texten und vielen Bildern daher, geht mir aber total auf den Sack. Könnten gut mit den wiedervereinten HBW auf Tour gehen. 16 Songs in 45 Minuten. 5. Günni

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