Im Vermächtnis meiner Großmutter fand ich diesen im Jahre 1970 veröffentlichten, rund 30-seitigen Bildband des kubanischen Fotografen und Kameramanns Mario García „Mayito“ Joya, der zwischen 1959 und 1966 entstandene Bilder zeigt. Diese sind Momentaufnahmen der kubanischen Revolution und zeigen deren schöne Seiten: Das kubanische Volk auf den Straßen, sich mit der Revolution solidarisierend oder direkt mitmachend. Der Titel rührt daher, dass Fidel Castro für seine Reden den Plaza de la Revolución auserkoren hatte.

Der überformatige Band eröffnet mit einer dreisprachigen Kurzbiographie Mayitos und präsentiert die jeweils ein oder zwei Seiten einnehmende Schwarzweißfotos, die leider ohne jegliche weiterführende Information auskommen müssen. Wir sehen demonstrierende und feiernde Menschenmassen/-gruppen, Militär, aber auch Porträts einzelner Menschen. Persönliche Worte des Fotografen in Landessprache schließen dieses Dokument einer Zeit, als auf der mittelamerikanischen Insel kräftig Faschisten- und Ausbeuterärsche getreten wurden.