Günnis Reviews

Autor: Günni (page 107 of 111)

CRACKJAW – GIANTS FROM THE STEREO CD

(www.gordeonmusic.de) / (http://crackjaw.com)

Indie-Rock aus Detroit, Debütalbum. Musikalisch ein Crossover aus Pop-Punk/-Rock, „Nu Metal“ und moshigem Hardcore. Ab und an mal bischn Gebrüll dazwischen, ansonsten poppiger, weinerlicher Gesang. Passt gut in die nächste „Alternative“-Disco, mir schlafen bei sowas aber die Füße ein und ich bekomme Kopfschmerzen. Elf Songs in 34 Minuten. 5. Günni

MONGREL – SPEAK RESISTANCE CD

(www.radar-music.de) / (www.longbeachrecords.de) / (www.mongrel.de)

Flotter, absolut professionell produzierter Skate-HC-Punk aus München, der ohne diesen unerträglichen, schmalzig-poppigen Emo-Gesang auskommt und geradlinig nach vorne losballert. Breaks ja, vertrackte Songs nein, Melodie ja, Pop nein und angenehm rauher, aber dennoch melodischer Gesang. Dürfte musikalisch zum Besten gehören, was dieser Bereich aktuell zu bieten hat. Hat mich echt positiv überrascht. Textlich geht’s in gutem, sicherem Englisch um Missstände wie ungerecht verteilte Reichtümer, Konsumverhalten, Massensterben und Ignoranz, aber auch um persönlichere Themen wie Erwachsenwerden, immer wieder aufzustehen und sich nicht unterkriegen zu lassen – nachzulesen im Booklet auf nettem, mattem Kartonpapier. Wer auf die ganzen melodischen Ami-HC-Bands steht, muss hier unbedingt mal reinhören. Kein Vergleich zu ZSK und Konsorten! 15 Songs (davon eine Ballade) in 50 Minuten. 2. Günni

GARRETTI – PRIMA CHE SI SPENGA LA LUCE CD

(www.antstreet.de) / (www.garretti.it)

Poppiger „Melodicore“ oder sowas mit Emo-Gesang, komplett auf italienisch und so gar nicht weltmeisterlich. Das höre ich mir nicht mal zum Einschlafen an. Um einen geschätzten (gelben) Kritiker-Kollegen zu zitieren: „Laaangweilig!“ 5. Günni

RADIO BADLAND NR. 16 – SEPTEMBER 2006 CD-R

(www.radiobadland.de)

Gewohnt hörenswerte und informative Ausgabe dieser Punk/HC-Radiosendung. Als Interviewpartner holte man sich den SCHROTTGRENZE-Sänger ins Studio, der locker aus dem Nähkästchen plaudert. Mucke gibt’s wieder reichlich, diesmal von (natürlich) SCHROTTGRENZE, RANCID, AVAIL, RED UNION, TRAGEDY und vielen weiteren, insgesamt 12 Songs. Obligatorisch natürlich die Konzerthinweise und das Gewinnspiel. 52 kurzweilige Minuten. Günni

THE PROTO K DISTILLERY – TETRACHORD FOR WATER TROUBLES CD

(www.antstreet.de) / (www.theprotokdistillery)

Nochmal Spaghetti-Core, diesmal neun Tracks lang auf Englisch. Etwas härter als GARRETTI, aber genauso langweilig. Indie-Pop-Punk/Melodicore-Gedöns halt. Texte lagen mir nicht vor, kann ich nix zu sagen, und die Mucke lockt mich nun wirklich nicht vom Boiler. 5. Günni

RADIO BADLAND NR. 15 – AUGUST 2006 CD-R

(www.radiobadland.de)

„Die liebenswerte Lärmbelästigung“ aus dem Radio WMW verzichtete diesmal leider auf Interviewpartner und zollte mit einer (fast) reinen Musiksendung dem Sommerloch Tribut. Die Mucke ist natürlich wieder bunt gemischt – NOFX, REFUSED, COCK SPARRER, NOVOTNY TV, DIE GOLDENEN ZITRONEN, SONDASCHULE etc. – teils von Neuveröffentlichungen, teils Klassiker. Aufgelockert wird das Ganze durch ein Hörspiel. Wie immer gibt’s die eine oder andere Hintergrundinfo zu den Bands, bevor man den Hörer nach einer knappen Stunde mit Genrefremdem in Form von DEICHKIND entlässt. Günni

YAKUZI – ONE TO ALL! CD

(www.rookierecords.de)

Pop-/Ska-Punk mit Bläsern von Leuten, die zuviel LESS THAN JAKE, MAD CADDIES oder sowas gehört haben. Ist aber ’ne deutsche Band. Den Sänger, der rauh und rotzig klingen will, sich aber eher nach stimmbrüchigem Teenie anhört, find’ ich ziemlich nervig und die Mucke rauscht ohne Höhepunkte durch. Wenig eigenständiger Pop-Punk amerikanischer Prägung, der niemandem wehtut. Die englischen Texte sind auch nicht immer das Gelbe… können aber alle im Booklet nachgelesen werden. 14 Songs in 42 Minuten. 4. Günni

MANMADE – BURN THIS PLACE TO THE GROUND CD-R

(www.manmade.de)

Diese Band besteht aus alten Hasen, die schon bei Bands wie EROSION, EMILS, OHL, BAFFDECKS, COMBAT SHOCK und und und… ihr Unwesen trieben bzw. es immer noch tun und nun in der gleichen Besetzung, die schon seinerzeit das geniale VOLKSWIDERSTAND-Coveralbum einprügelte, drei Songs aus ihrem eigentlich fertigen Album als Demo auskoppelten – man befindet sich nämlich noch auf Labelsuche! Diese sollte allerdings nicht allzu lange dauern, denn ihr Sound hat’s in sich! Ein Crossover aus Thrash Metal und heftigem Hardcore, der mit sägenden Riffs, tiefer gestimmten Gitarren und wütendem Geshoute/Gegröhle an Bands wie NAILBOMB erinnert. Vielleicht so’ne Art zeitgemäßer Thrashcore – allerdings nicht im Sinne von glattpoliert und überproduziert. Hier rappelt’s noch ordentlich in der Kiste, die Aufnahme kommt direkt und ungehobelt daher. Die Texte kann ich jetzt zwar nicht nachlesen, aber sie handeln von den knallharten Realitäten und Perversitäten dieser Welt. Auf diesem Demo sind zwei in englischer und einer in deutscher Sprache, das komplette Material umfasst allerdings lediglich zwei deutsche Texte. Schade, dass die CD-R nach sieben Minuten schon durch ist, denn die geht verdammt gut ab! Also, Labels – aufgemerkt! 2. Günni

RAW INSTINKT – DAS SIND WIR CD

(www.oi-punk.de) / (www.rawinstinkt.com)

Typischer deutscher Klischee-Oi! ohne jegliche Überraschungen. Midtempo-Songs, hier und da mal ’ne HC-Anleihe, Gröhlgesang und (überwiegend deutsche) Texte gegen Kinderschänder, Extremisten, über sich selbst sowie ein paar Totalausfälle wie „Alkoholiker“ („Ich bin Alkoholiker – und der größte Asi der Stadt / und von meinem Bier kriegt keiner was ab“) oder „Zuppelsong“ („Ich bin der Wichser, ich wichs zu jeder Zeit“ blabla…). Potential ist vorhanden, aber das hab’ ich alles schon besser und origineller gehört. Übrigens, „Instinkt“ schreibt man im Englischen mit „c“ – in diesem Zusammenhang auch irgendwie seltsam, dass in einem Song zwar „Raw Instinkt, ja, das sind wir“ gesungen wird, im Booklet aber „New Instincts, ja, …“ steht!? Verstehe das, wer will. 12 Songs + Bonustrack in 40 Minuten. 4. Günni

HELLPETROL – …CAN GIVE YOU A HARD TIME EP

(www.volxdroge.de) / (www.myruin.de) / (www.strictly-commercial.de) / (www.hellpetrol.de)

Hübsch aufgemachte 4-Song-EP, das gibt schonmal ’nen Pluspunkt! Die Düsseldorfer Band, die sich übrigens nach einem Farbton aus der Farbtafel der „Brigitte“ (!) benannt und mit Hölle, Tod & Teufel eher weniger zu tun hat, spielt frischen, flotten, poppigen Punk’n’Roll mit englischen Texten über das Unvermögen, nicht Surfen zu können, das Leben an und für sich, Buddy Holly und falsche Gegner bei Kloppereien. Die Aufnahmen stammen übrigens zum Teil schon aus 2003. Das Beiblatt kommt mit Linernotes. Limitiert auf 500 Stück. Kurzweiliges Vergnügen, mit gefällt’s ganz gut! 3+ Günni

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