Ins Volksparkstadion zieht es mich ja nun normalerweise nicht unbedingt, doch an diesem Samstag wird es für ein Open-Air-Festival zweckentfremdet. Meine Liebste hat mir zum Geburtstag eine Karte für die unverwüstliche, an Evergreens reiche Radio-Musik meiner Kindheit geschenkt und begleitet mich. Während man mich mit ‘90er-Eurodance und so’nem Zeug jagen kann (Ausnahmen bestätigen die Regel), habe ich im Laufe der Jahrzehnte eine ausgeprägte Schwäche für ‘80er-Wave, Synthie-Pop, Pop-Rock usw. entwickelt, der ich hin und wieder nachgeben muss. Da liegt diese Veranstaltung natürlich nicht nur logistisch nahe. Zudem scheint sich 80er zu einer eigenen Populärkulturgattung entwickelt zu haben, die zu reproduzieren unzählige Menschen ungebrochen als große Freude empfinden. Mir soll’s recht sein, besser als deutscher Säusel-Pop, Plastik-Metal, Bauerntechno oder Autotune-Hip-Hop ist’s allemal.

Um 16:00 Uhr soll‘s losgehen und jeder Act ein Best of seiner ‘80er-Hits spielen. Wir kommen mit unseren Innenraum-Tickets schon kurz nach 15:00 Uhr an und problemlos im Bereich vor der Bühne unter. Ein DJ sorgt für Stimmung, indem er einige ‘80er-Standards abfeuert. Dass er dabei ausgerechnet mit einem Modern-Talking-Song beginnt und sich damit rechtfertigt, eben jener sei in einer Abstimmung auf dem ersten Platz gelandet, halte ich für einen groben Scherz oder eine Sabotage-Aktion Dieters und Thomas‘. Das Publikum, das nach und nach ins Stadion strömt, umfasst mehrere Altersklassen von in den ‘80ern noch nicht Geborenen bis hoch zu Boomern. Einige haben sich albern kostümiert und erinnern mich damit eher ans Schlagermove-Publikum, die meisten aber tragen schlicht ein ans Wetter angepasstes, legeres Outfit. Es ist nämlich weder zu kalt noch zu heiß, dafür trocken – ideales Open-Air-Wetter also. Wir holen uns unser erstes 7-EUR-teures Pils aus HSV-Plastikbechern, schießen als Beweis dafür, das wirklich durchzuziehen, Selfies mit der Bühne im Hintergrund und harren der Dinge, die da kommen mögen. Die Spannung steigt.

Der ehemalige „Formel 1“-Moderator Peter Illmann wird vom DJ begrüßt und führt ab jetzt durchs straffe Programm. Als erste Künstlerin kann er SANDRA ansagen, die den Reigen eröffnet und mit „(I’ll Never Be) Maria Magdalena“ in ihr Set einsteigt. Sie hat eine richtige Band dabei; mit dem superatmosphärischen „Secret Land“ folgt ein weiterer meiner Favoriten, gefolgt von „Everlasting Love“. Über „Little Girl“ hätte ich mich noch gefreut, doch der schaffte es nicht in Set. Stattdessen erklingen „Johnny Wanna Live“, „I Need Love“ und „Heaven Can Wait”, als Zugabe darf natürlich „In the Heat of the Night” nicht fehlen. Das eine oder andere Arrangement wurde verändert, zudem mit coolen Songübergängen gearbeitet, was das Material sehr lebendig erscheinen lässt. Im Hintergrund sind (wie es bei Vielen im Laufe des Abends der Fall sein wird) Auszüge der jeweiligen Videoclips zu sehen. SANDRA singt derart perfekt, dass wir uns fragen, ob da eventuell Playback im Spiel ist. Andererseits ist ‘80er-Sound-typisch sehr viel Hall auf der Stimme und vielleicht der eine oder andere weitere Effekt daraufgelegt. So oder so: Ein gelungener Auftakt, der genauso viel Spaß macht, wie ich es mir erhofft hatte – nicht zuletzt, weil zumindest hier relativ weit vorn der Sound auch wirklich stimmt. An Konfetti und Pyros mangelt es hier übrigens nicht, obwohl es noch am helllichten Tage ist. Es wird geklotzt, nicht gekleckert.

Nun also Italo-Disco mit GAZEBO. Nicht unbedingt meine favorisierte Musikrichtung. Klar, „I Like Chopin“ ist ein Hit, aber wie kann ich mir das vorstellen? Er setzt sich hinter ein Keyboard, haucht jenen und ein, zwei weitere Songs in Mikro und geht wieder? Nein. Er verzichtet konsequent auf jedes Instrument auf der Bühne, seine Musik war ohnehin stets vollelektronisch. Stattdessen schreitet er wie eine Mischung aus Gentleman und Sugar Daddy verdammt cool aussehend bis an den vorderen Rand des ins Publikum hineinragenden Stegs, steigt mit „Lunatic“ ein, spielt Luftgeige und überrascht mich mit der Information, dass das von Ryan Paris interpretierte „Dolce Vita“ von ihm geschrieben worden sei, weshalb er es jetzt zum Besten gebe. Das wusste ich nicht und ist eine genauso positive Überraschung wie das folgende „Tarzan Boy“, das ebenfalls aus seiner Feder stammt. GAZEBO haut ein Guilty Pleasure nach dem anderen raus, „I Like Chopin“ ist nun an der Reihe. Immer wieder bezieht er das Publikum mit ein und animiert es, ohne Ballermann-Stücke daraus zu machen. Anschließend kündigt Illmann GAZEBOs Meisterstück an; ein Wortspiel, denn gemeint ist „Masterpiece“, mit dem sich GAZEBO verabschiedet. Ich bin positiv überrascht, das hat richtig Laune gemacht!

Mit NIK KERSHAW wird’s britisch. Und rockig! Mit zwei Gitarren und einem fünfsaitigen Angeberbass befinden sich drei Äxte und damit eben eine vollausgewachsene Rockband auf der Bühne. Möglich, dass der Umbau deshalb länger dauerte. Der DJ überbrückt diese Umbaupausen stets mit Musik aus der Konserve, langweilig wird’s also nicht so schnell. KERSHAW eröffnet mit dem mir bis dato unbekannten „Wide Boy“, gefolgt von der großen Hit-Trinität aus „The Riddle“, „Wouldn’t It Be Good“ und „I Won’t Let the Sun Go Down on Me“. Der größte Sänger war er nie, aber er spielt eine wirklich gute Leadgitarre. Der Höhepunkt ist „I Won’t Let the Sun Go Down on Me“, bei dem der Basser richtig ranmuss und das in einer verlängerten, das Publikum einbeziehenden Version dargereicht wird. Großartig! Ich fühle mich längst pudelwohl und gut aufgehoben hier. Der „Kisscam“-Unfug, mit dem sich die Regie die Zeit bis zum nächsten Act vertreibt, ist bald vorüber, und es geht mit einem weiteren Highlight weiter.

Einer meiner liebsten ‘80er-Synthie-Pophits ist „The Great Commandment“ der deutschen CAMOUFLAGE, mit dem die einen topfitten Eindruck hinterlassende Band einsteigt und somit direkt aus dem Vollen schöpft. Ich bin ganz verzückt und bekomme Gänsehaut. Auch hier laufen die Videoclips im Hintergrund dazu und erlauben direkte Gesichtsvergleiche. Und auch hier steht eine richtige Band auf der Bühne, sogar mit echten Drums. Überraschenderweise entscheidet man sich als zweiten Song für „Suspicious Love“ aus dem Jahre 1993, der zeitlich somit etwas aus der Reihe fällt. Leider ging der Gesang hier ein wenig unter den Bässen unter, der Sänger dafür aber voll ab: Er sprang herum wie ein junger Hüpfer. Als dritte und leider schon letzte Nummer folgt „Love Is A Shield“. Schade, dass niemand mit der Mörderflöte aus dem Video auf der Bühne steht. Ich überlege kurz, ob auch mir wohl eine pinke Blümchenweste stehen würde, aber dann ist auch schon Schluss und die Zugaberufe verhallen ungehört.

Immer mal wieder lässt Illmann durchblicken, dass man im Zeitverzug sei, anscheinend hat die eine oder andere Umbaupause wesentlich länger als vorgesehen gedauert. Ich hatte das Gefühl, dass KIM WILDEs Set gekürzt wurde, um wieder ein bisschen Zeit reinzuholen – kann mir nämlich nicht vorstellen, dass man sie für nur vier Songs auf die Bühne holte. Diese zählen zwar zu ihren größten Hits, da wir auf Toilette und anschließend an einer der überteuerten Fressbuden etwas zu essen holen sind, verpassen wir aber die ersten beiden Nummern und sehen die letzten beiden eher von hinten. Fotos kann ich auch keine machen, da ich die Hände voll habe. Schade, aber besser dies passiert bei Kim als anderswo, denn die hatte ich vor wenigen Jahren ja tatsächlich schon in der Hamburger Fabrik livegesehen. Ihre Co-Sängerin ist übrigens deutlich sichtbar schwanger, da dürfte in Kürze eine Babypause anstehen.

Die folgende Pause wird dafür genutzt, Veranstalter Markus Krampe mit viel Tamtam vorzustellen. Der angepeilte Rekord „Größte 80er-Party der Welt“ wurde trotz um die 40.000 Besucherinnen und Besucher nicht geknackt, letztes Jahr in Gelsenkirchen seien’s mehr gewesen. Als er bekannt gibt, wen er fürs nächste Jahr verpflichtet habe, gibt’s einige „Ohs“ und „Ahs“ zu hören, bei Verkündigung der Teilnahme Dieter Bohlens aber auch Buhrufe und Pfiffe. Zurecht, denn ‘80er-Pop schön und gut – dessen Karikatur brauche ich aber nicht.

Eine echte, tourende Band sind auch ALPHAVILLE, die nun als nächstes Highlight folgen. Und auch sie schmuggeln eine jüngere Nummer ins Set, auf „Big in Japan“ folgt „Carry Your Flag“. Weiter geht’s mit „Sounds Like a Melody“, gesanglich stark variiert – vielleicht nicht unbedingt zum Besten. Dafür wird aber richtig dick aufgefahren, mit Background-Sängerinnen und allem Pipapo, und mittendrin Sänger Marian Gold, der richtig Bock hat, auch mal einen Spruch gegen die AfD raushaut und voller Inbrunst zum großen Finale übergeht: „Forever Young“, für mich eine der ‘80er-Pop-Hymnen schlechthin, in einer verlängerten Version – ganz groß und doch so schnell auch schon wieder vorbei.

Aber es geht ja noch weiter: Die britische CUTTING CREW ist vor allem für ihren Megahit „(I Just) Died In Your Arms“ bekannt, aus dem Debütalbum wurden aber auch weitere Singles ausgekoppelt. So beispielsweise „One for the Mockingbird“, mit dem der Sänger und der Gitarrist zusammen mit der Showband des Abends ihr Set eröffnen – ein Good-Time-Rocker, den kaum jemand kennt. Weshalb man „The One I Love / Play With Fire“ von R.E.M. covert, wenn man fünf Studioalben veröffentlicht hat, erschließt sich mir ebenso wenig wie in einem 20- bis 30-minütigen Slot ein einen Solospot für den Gitarristen unterzubringen. Damit dürften aber zumindest die vielen Trägerinnen und Träger von Hardrock- und Metal-Shirts auf ihre Kosten kommen, die man vielleicht nicht unbedingt auf einer solchen Veranstaltung erwartet hätte. Das Solo ist dann auch pures Gefühl, richtig gut – Michael Schenker wäre stolz gewesen. Die weiteren Songs sind die Schnulze „I’ve Been in Love Before“ und natürlich „(I Just) Died In Your Arms“.  Nachdem zu Beginn des Sets etwas nachgepegelt wurde, entpuppt sich die Gesangsleistung als ebenfalls sehr stark. Der Sänger bekundet zudem seine Solidarität mit der Ukraine. Illmann stellt im Anschluss die Backingband vor, die an diesem Tag bei diversen Acts mitspielt.

Während ihre Tänzerinnen schon in Pose stehen, wird noch die Gitarre gestimmt: „Busenwunder“, Ex-Pin-up-Girl und Pop-Sängerin SAMANTHA FOX kommt mit ihrem Gitarristen sowie, reichlich übertrieben, Deutschlandfahne auf die Bühne, liefert dann aber ab: Harmlos beginnend mit „Nothing’s Gonna Stop Me Now“ und der Coverversion „I Only Wanna Be With You“ (die klasse rüberkommt und mitzusingen Spaß macht) über „I Surrender (To the Spirit of the Night)“ und „Do Ya Do Ya (Wanna Please Me)“ zum großen Finale, das mit einem balladesken Klavierintro eingeleitete „Touch Me (I Want Your Body)“. Ihr Gesang ist zu Beginn des Sets zu leise, wird aber wie zuvor bei CUTTING CREW rasch hochgezogen. Zu meinem persönlichen Bedauern verzichtet Sam auf mein Lieblingsstück, „Naughty Girls (Need Love Too)“ – und ich stelle gerade fest, dass sie’s irgendwie mit teilgeklammerten Songtiteln hat. Auch sie hat sich übrigens super gehalten und macht einen fitten, durchtrainierten Eindruck.

STARSHIP sind ja auch ein Phänomen: Aus dem Psychedelic Rock kommend und aus JEFFERSON AIRPLANE und JEFFERSON STARSHIP geformt, zocken die in ‘80ern plötzlich supereingängigen Pop und Rock und landen mehrere Megahits. Ich will hier und heute natürlich meinen Karaoke-Fave „We Built This City“ sowie Romantik pur mit „Nothing’s Gonna Stop Us Now“ hören, mit letzterem geht’s dann auch los. Sänger Mickey Thomas kommt mit Sängerin (das dürfte Stephanie Calvert sein), die ihre Parts überaus durchdringend singt, wie es die Songs verlangen. Alles andere besorgt die Backingband. „Sara“ sowie die JEFFERSON-STARSHIP-Nummer „Jane“ runden das Set ab.

Ich muss gestehen, dass ich mit CULTURE CLUB respektive BOY GEORGE früher nicht viel anfangen konnte. Musikalisch war mir das zu seicht und „Do You Really Want to Heart Me“ zu dick aufgetragen und zu larmoyant. Dass BOY GEORGE homosexuell ist und seine Kunst immer auch ein Statement über die Musik hinaus war, er zu einer Ikone der nichtheteronormativen Bewegung wurde und unzählige Menschen dazu ermutigt haben dürfte, zu sich selbst zu stehen, erschloss sich mir damals als Kind noch nicht, und bis ich das alles – auch in Bezug auf andere Künstlerinnen und Künstler – richtig einordnen konnte, vergingen doch noch einige Jahre. Mittlerweile ziehe ich den Hut davor, und dem Charme von „Karma Chameleon“ konnte ich mich irgendwann auch nicht mehr entziehen. BOY GEORGE betritt hier zusammen mit dem Sänger Vangelis Polydorou und einer mir unbekannten Sängerin die Bühne und lässt sich zudem von der Festival-Backingband begleiten. „Church Of The Poison Mind“ entpuppt sich als angenehm lässige Mischung aus Pop, Soul und etwas Reggae und wird mit WHAM!s „I’m Your Man“ verbunden, was erstaunlich gut zusammenpasst. Die weiteren Nummern sind „Time (Clock of the Heart), „Do You Really Want to Hurt Me” in einer musikalisch ganz neuen Version und natürlich „Karma Chameleon“. BOY GEORGE legt einen superlockeren Auftritt hin, lächelt dabei unentwegt und scheint mit sich und der Welt im Reinen. Pure positive Energie.

Was ich über seine Bedeutung schrieb, trifft auch auf FRANKIE GOES TO HOLLYWOOD zu, einer für die queere Community unheimlich wichtigen Band, die seinerzeit durchaus als provokant aufgefasst worden war. Meins waren sie nie so ganz; für die Songs schien man Instrumente und Samples aufeinanderzuschichten, als gäb’s kein Morgen mehr, und mir war’s generell etwas zu dick aufgetragen. Deren Sänger HOLLY JOHNSON obliegt es hier nun, mit seiner unverwechselbaren Stimme das große Finale einzuläuten. Auch er lässt sich von besagter Backingband begleiten und singt die großen FRANKIE…-Klassiker „Welcome to the Pleasuredome“, „Two Tribes“, „Relax“ und die Megaschnulze „The Power of Love“. Ein nichtsdestotrotz beeindruckender Auftritt. Seine Stimme scheint kaum gealtert, es ist mittlerweile dunkel und die Lightshow kommt voll zur Geltung, aus den Boxen dringt der typische FRANKIE…-Soundwall. Das ganze Stadion feiert den in schwarzes Leder und Nieten gewandeten HOLLY JOHNSON, und wahrscheinlich bin ich der Einzige, der lieber „Love Train“ und „Americanos“ aus dessen Solokarriere gehört hätte. Das spielt aber überhaupt keine Rolle, denn geflasht bin ich trotzdem – auch von der Pyroshow, die hier noch einmal größer als bei den vorausgegangenen Acts ausfällt. Meiner Liebsten geht’s ähnlich und gemeinsam treten wir nun, gegen 22:30 Uhr, den Rückweg an.

So hatte ich unterm Strich tatsächlich an jedem einzelnen Auftritt hier Spaß, muss den nicht selten ja auch nicht mehr ganz taufrischen Acts Respekt zollen und sehe mich darin bestätigt, welch lebendige Dekade die ‘80er auch im Mainstream-Bereich waren, wie viel Abwechslung und Kreativität sie hergaben und mit wie viel echtem Können sie allen synthetischen Einflüssen zum Trotz verbunden waren. Ich begrüße es zudem sehr, dass hier weitestmöglich auf Playback verzichtet und so authentische Live-Erlebnisse geschaffen wurden. Da stört es mich dann auch kein bisschen, dass es nicht genau wie auf Platte klingt, sondern erfreue mich an Variationen, Abweichungen, dem einen oder anderen nicht getroffenen Ton – das macht es lebendig! Nicht damit gerechnet hätte ich, wie problemlos es auch nach jedem Gang zum WC möglich war, wieder in den vordersten Bereich zu gelangen. Auch wenn es dort von Auftritt zu Auftritt immer voller wurde, kam es nie zu unangenehmem Gedrängel. Offenbar haben die Besucherinnen und Besucher solcher Veranstaltungen darauf keinen Bock und verteilen sich freiwillig übers ganz Areal. Apropos: Wir standen direkt vor einem der großen Lautsprecherriegel, da war der Sound natürlich gut. Passte etwas nicht gleich, wurde schnell nachgeregelt. Ein Stadion gleichmäßig zu beschallen, ist aber natürlich eine Herausforderung. Ich habe die Kritik vernommen, dass in einigen Sitzplatzblöcken der Sound unter aller Kanone und sogar asynchron gewesen sein soll. Ich hoffe, dass das Veranstaltungsteam sich dies zu Herzen nimmt und Abhilfe schafft oder vielleicht nächstes Mal auf den einen oder anderen besonders unattraktiven Block verzichtet. Denn natürlich soll auch, wer nicht mehr ohne Weiteres sieben bis acht Stunden im Getümmel stehen kann oder will, die Chance auf den vollen audiovisuellen Genuss erhalten.  Abgesehen von den indiskutablen Preisen fürs leibliche Wohl war’s für mich ein schönes Erlebnis und etwas Besonderes – und nicht zuletzt eine gelungene Rekontextualisierung des Volksparkstadions…

P.S.: Bessere Fotos professioneller Fotografinnen und Fotografen gibt’s an mehreren Stellen im Netz, bei Interesse einfach mal danach umgucken. Das hier sind nur meine Amateurknipsereien.

P.P.S.: Nicht unterschlagen möchte ich den Bonnie-Tyler-Tribut, auch wenn ich ihn größtenteils verpasst habe: Zwischen zwei abendlichen Acts spielte der DJ „Total Eclipse of the Heart“ und das halbe Stadion sang mit und leuchtete mit seinen Smartphones dazu.