Günnis Reviews

Autor: Günni (page 39 of 111)

Mad-Taschenbuch Nr. 13: Atonio Prohias – Noch mehr Zündstoff von Spion & Spion

Die beliebte „Spion & Spion“-Reihe kam 1977 zum zweiten Mal in den deutschen Mad-Taschenbüchern zu Ehren. Auf (diesmal nummerierten) 160 Seiten wird sich wieder dialogfrei gegenseitig der Garaus gemacht, wobei die sich jeweils über ein paar Seiten erstreckenden Kurzgeschichten diesmal Titel bekommen haben: „Operation Volltreffer“, „Operation Rückschlag“ bis hin zu „Operation Operation“. Abgefahrene technische Kettenreaktionen scheinen mir diesmal bei den gegenseitigen Mordplänen eine noch größere Rolle zu spielen und wie üblich fällt meist derjenige selbst hinein, der dem anderen eine Grube gräbt – jedoch auch nicht immer, sodass der Ausgang nicht immer feststeht. Die Comics leben in erster Linie von ihrem Einfallsreichtum beim originellen Fallenbau, weniger von ihren Pointen. Wer der beiden namenlosen Spitzgesichter jeweils gewinnt, hält sich wie üblich die Waage. In ihrer komplett sinnbefreit anmutenden Reduzierung der Spionagetätigkeiten auf gegenseitiges Abmurksen ist „Spion & Spion“ ein amüsantes und zugleich makaber-satirisches Kind des Kalten Kriegs, das sich noch viele weitere Jahre behaupten sollte.

12.01.2018, Fanräume, Hamburg: DIE DORKS + STACKHUMANS + LOSER YOUTH

Zum Jahresbeginn hat mich die Zeitfalle endgültig erwischt: Der Semesterendspurt meines Studiums fordert seinen Tribut. Den Eintrag zu meinem ersten Konzert des noch jungen Jahres, das mich in die Fanräume führte, will ich trotzdem nicht unterschlagen, auch wenn’s etwas länger dauerte. Kohle für Anti-G20-Repressionskosten sollte eingespielt werden und eigentlich waren auch AUS DEM RASTER dabei, die jedoch gerade mit ihrem Set durch waren, als ich am ziemlich gut gefüllten Ort des Geschehens aufschlug. Die LOSER YOUTH um Gitarrist, Sänger und Tausendsassa Thommy prügelte gefühlt 40 schnörkellose, rudimentäre Oldestschool-HC-Punk-Eruptionen durch die P.A., kurze, direkt auf den Punkt kommende Songs mit deutschsprachigen, bewusst provokant-plakativen Texten, garniert mit herrlich stumpfen Ansagen und schönem Bass-Gerödel, das hilft, die Stücke voneinander unterscheiden zu können. Brachte gut Stimmung in die Bude und die entspannte Attitüde der Band, die den einen oder anderen Einstieg vergeigte und bisweilen dann einfach zum nächsten Song überging, ist mal echt sympathisch.

Wesentlich brachialer gingen die STACKHUMANS aus Itzehoe im Anschluss zu Werke, die ihren für mich bisher besten Gig ablieferten. Aggressiver, krustiger HC-Punk mit bösem gutturalem Shouting in deutscher Sprache und ohne Rücksicht auf Verluste. Der Fronter rüpelte sich durchs immer heftiger pogende Publikum und war irgendwann wieder barfuß, während seine Band sich durch die Songs fräste und bollerte. Leider spielte die Technik nicht ganz mit und so setzte immer wieder der Bass aus, bis der Bassist irgendwann entnervt ganz abbrach und eine Pause nötig wurde, um den Mist endlich in den Griff zu kriegen. Das unterbrach natürlich den Fluss und ich hatte meine Zweifel, ob man den Stimmungspegel danach würde halten können. Doch Pustekuchen, schon bald ging’s ebenso heftig vor der Bühne weiter, wie’s vor der Zwangspause geendet hatte. Von den Publikumsreaktionen her also das genaue Gegenteil des Lobusch-Gigs vor einigen Monaten – freut mich!

Die bayrischen DORKS um Sängerin/Gitarristin Lizal kannte ich bisher nur von vereinzelten Songs und aus Fanzine-Interviews. Dass sie mit ihrem deutschsprachigen Punkrock wohl dem „Deutschpunk“ zuzurechnen sind, hinderte sie nicht daran, als Soundcheck DIOs „Rainbow in the Dark“ anzuspielen, was nicht der einzige Ausflug ins Metallische bleiben sollte. Andere waren wesentlich vertrauter mit der Band als ich und feierten von der ersten bis zur letzten Sekunde kräftig ab, was Lizal, ihr Co-Sänger und der Rest der Bande fabrizierten. Mein persönlicher Genuss wurde jedoch empfindlich durch Lizals viel zu leise Klampfe und ihren höchstens als Flüstern zu vernehmenden Gesang gestört. Offenbar war die Anlage an ihre Grenzen gelangt oder was auch immer. Soundhexer Norman ließ nichts unversucht, das Problem auszumerzen, doch schienen ihm die Hände gebunden. Irgendwann mittendrin scheint dann doch irgendwas funktioniert zu haben und zumindest Lizals Stimme erklang endlich in voller Pracht, ihre Klampfe blieb jedoch arg unterrepräsentiert. Das ist schade, denn im Gegensatz zu den vorausgegangenen Bands leben die DORKS-Songs neben frechen Texten auch von ihren Melodien. Dem Mob vor der Bühne aber schien das alles herzlich egal und so überwog in jedem Fall der Eindruck einer zünftigen Hamburg-bayrischen Party. Ein weiterer Verweis auf klassischen Metal war das gegen Ende gezockte „Fear of the Dorks“, dem einen oder anderen vielleicht noch als „Fear of the Dark“ von IRON MAIDEN ein Begriff. Geile Scheiße und man setzte sogar noch einen drauf: Vermutlich als Tribut an die nun komplett an einem hoffentlich besseren Ort rödelnde und saufende alte MOTÖRHEAD-Besetzung entließ man mit einem „Ace of Spades“-Cover den Pöbel in die Nacht. Und aufgrund diverser Samstagmorgenverpflichtungen fiel meine sonst so obligatorische Absackertour der Vernunft zum Opfer. Sachen gibt’s…

Bleibt zu hoffen, dass ordentlich Rubel für die gute Sache und gegen die politische G20-Justiz zusammenkam und so lange weitere solch wohlfrequentierte Sausen stattfinden, wie es in diesen „schillernden Zeiten“ vonnöten ist.

Mad-Taschenbuch Nr. 9: George Woodbridge / Larry Siegel – Die große Mad-Lebensfibel

Einen ungeschönten, wenig sentimentalen Blick auf das Leben (eines typischen Mad-Lesers) wirft das neunte Mad-Taschenbuch aus dem Jahre 1976, dessen Inhalt bereit s 1973 in den USA erstveröffentlicht wurde. Das rund 160 Seiten lange Konzept: Links eine großflächige Schwarzweiß-Zeichnung Woodbridges, meist eine Karikatur aus dem Alltag, rechts Larry Siegels (sehr gelungen übersetzter) Text in Strophenform, häufig mit „Schau“ im Imperativ eröffnend: „Schau, ein Baby!“, „Schau, wie du heulst!“, „Schau dich an!“ Auch Interjektionen und Inflektive treten gehäuft und meist wiederholend auf, bereits im Kaufanreiz auf der Büchrückseite: „Scheffel, scheffel, scheffel!“ Sprachlich wird also der kindgerechte Sprachstil herkömmlicher Fibeln persifliert, während es sich inhaltlich um eine absolut pessimistische, desillusorische Sicht auf Leben und Tod eines jugendlichen Versagers und erwachsenen Durchschnittsmanns handelt, der es zwar zu Job, Frau und Kindern im Laufe seiner Existenz bringt, zu dem das wirkliche Glück jedoch stets ausreichend Abstand hält. Neben der augenzwinkernden, ironischen, nicht selten auch auf z.B. Geschlechterklischees zurückgreifenden Betrachtung typischer Lebensstationen wie Kindheit, Jugend, Ehe und Alter schwingt stets Kritik an gesellschaftlichen Konventionen, die die freie Entfaltung des Individuums verhindern, mit, was „Die große Mad-Lebensfibel“ alles in allem zu einem makaber-vergnüglichen, auf den zweiten Blick jedoch durchaus auch etwas traurigen oder zumindest nachdenklich stimmenden, jedenfalls immer etwas hintersinnigen Angelegenheit macht.

Mad-Taschenbuch Nr. 5: Antonio Prohias – Spion & Spion

Seit 1961 erfreuen sich die „Spion & Spion“-Comics des Zeichners Antonio Prohias im US-amerikanischen Mad-Magazin großer Beliebtheit, fanden ebenso in den deutschen Mad-Heften Beachtung und debütierten im Taschenbuch-Format 1975: Mit dem fünften Mad-Taschenbuch kamen sie nach Don Martin, Sergio Aragones und Al Jafee zur Ehre, sich auf rund 160 (unnummerierten) Schwarzweiß-Seiten in kurzen Comic-Geschichten sowie großformatigen Einzelbildern gegenseitig an den Kragen gehen zu dürfen. Es handelt sich um zwei spitznasige Gestalten, deren Aussehen an Mensch-Vogel-Hybridwesen erinnert und die sich bis auf ihre weiße bzw. schwarze Kleidung ähneln wie ein Ei dem anderen. Sie versuchen stets, sich gegenseitig zu überlisten, sich geheime Informationen abzujagen oder schlicht, den jeweils anderen auszuschalten. Dabei geht es comichaft überzeichnet gewalttätig zu und derjenige, der dem anderen eine Falle stellt, fällt meist selbst hinein – aber nicht immer, wodurch der Ausgang häufig ungewiss bleibt. Wer jeweils gewinnt, ist sehr ausgewogen und weder Figurengestaltung noch Inhalte lassen Rückschlüsse auf ihre jeweiligen Auftraggeber, ihr politisches Lager oder den konkreten Gegenstand ihrer Spionagetätigkeiten zu. „Spion & Spion“ ist die Persiflage eines Teilbereichs des Kalten Kriegs, die das Schwarzweißdenken jener Ära aufs Korn nimmt, was sich in der Farbgestaltung widerspiegelt. Eine Besonderheit ist, dass die Comics komplett ohne Dialoge, innere Monologe oder erläuternde, einordnende Texte auskommen. Dadurch muss man mitunter schon genauer hinschauen, um die Handlung zu erfassen, was dem Ganzen auch etwas Pantomimisches verleiht, was wiederum ebenfalls zur Schwarzweißgestaltung passt. Mit dem Platz ging man recht großzügig um und platzierte lediglich ein bis zwei Panels pro Seite, sodass man mit diesem Band entsprechend schnell durch ist. „Spion & Spion“ gehören zu den Ikonen der Mad-Welt, sind fest im popkulturellen Gedächtnis verhaftet und wurden später u.a. die titelgebenden Helden von Computerspielen.

Mad-Taschenbuch Nr. 1: Don Martin hat Premiere

Endlich liegt mir nun auch das erste Mad-Taschenbuch vor, bei seinem Erscheinen 1973 noch „Mad Paperback“ genannt. Es war an Stammzeichner Don Martin, dem „Meister des bebilderten Slapsticks und des schwarzen Humors“ (Wikipedia), die 73-bändige Reihe mit seinem unverkennbaren Stil zu eröffnen. 160 Schwarzweiß-Seiten lang darf man sich an seinen Comics erfreuen, derer es neun Stück ins Buch geschafft haben. In „Der Stern von Brooklyn“ macht er sich über das Showgeschäft lustig, „An einem Frühlingstag“ nimmt technischen Fortschritt und Konsum anhand einer – bzw. vieler verschiedener – Armbanduhren aufs Korn, die drei „Rauch über der Prärie“-Teile sind Western-Persiflagen, „Nancy Nett, Stewardess“ ist eine gelungene Parodie auf die Sicherheitsinstruktionen durch Flugbegleiterinnen und mein persönlicher Höhepunkt des Buchs, „Schönheit kann man kaufen“ ist eine Karikatur auf weiblichen Schönheitswahn, „Ein stinknormaler Tag“ zeigt das Privatleben eines Hunds, wenn das Herrchen länger außer Haus ist und „Lance Parkertip“ ist eine jener beliebten Film-noir-Parodien – allesamt natürlich in Martins slapsticklastigem, heillos überzeichnetem, herrlich krudem Stil und mit meist gelungenen, unvorhergesehen Pointen veredelt. Ein bisschen war damals aber schon noch der Wurm drin: Die eine gewichtige Rolle in der ersten Geschichte spielende Spinne hat lediglich sechs Beine und damit eindeutig zwei zu wenig, Hollywood wird teilweise mit „ie“ geschrieben und die Zeichnungen wurden teils sehr unsauber entkoloriert. Bemerkenswertes Detail, das es irgendwie auch in die deutsche Ausgabe geschafft hat: Das eine Domina zierende Hakenkreuz.

Mad-Taschenbuch Nr. 14: Dick de Bartolo / George Woodbridge – Mad-Buch für Freizeit & Sport

1976 in den USA, 1977 übersetzt in Deutschland erschienen, widmet sich das 14. Mad-Taschenbuch 160 Seiten lang und unterteilt in elf Kapitel beliebten Freizeitaktivitäten wie Wandern und Zelten, Segeln, Pflanzen und Blumen, Radfahren, Zeichnen und Malen, Schnorcheln, Basteln, Kegeln, Muskeltraining, Jagdsport sowie Sportfliegen, wovon typische Mad-Leser das Wenigste ernsthaft interessiert haben dürfte. Deshalb widmet sich de Bartolo in seinen Texten – in diesem Falle nicht in Comic-, sondern in Einführungs- und Anleitungsform – auch vielmehr der ironischen bis sarkastischen Verballhornung dieser Sportarten und teils abenteuerlichen Hobbys und derjenigen, die ihnen nachgehen. Pointe beinahe jeden gagreichen, mit Tücken und Klischees spielenden Kapitels ist, dass irgendwie doch alles zum Scheitern verurteilt ist. Trotz George Woodbridges witziger, großflächiger Illustrationen hat man allein den Lesestoff betreffend von diesem Büchlein länger etwas als von einem reinen Comicband, wenngleich es manchmal schwer fällt, sich auf den kleingedruckten Text zu konzentrieren, wenn darunter eine große karikierende Zeichnung um die Aufmerksamkeit buhlt. Viele echte Schmunzler sind dabei, manches wirkt heutzutage aber auch etwas abgegriffen oder überholt. Am größten ist der Lesespaß i.d.R. immer dann, wenn die jeweiligen Aktivitäten als Geldschneiderei der Freizeitindustrie oder als armselige Indizien einer Profilneurose entlarvt werden.

15.12.2017, Menschenzoo, Hamburg: NITRO INJEKZIA + TILIDIN

Normalerweise versuche ich es ja zu vermeiden, Punk-/HC-Konzerte in der Markthalle aufzusuchen, jenem seelenlosen Klotz. Zum Studienbeginn hatte ich jedoch so’n Druckerzeugnis von der Uni bekommen, mit dem ich von Oktober bis Dezember je 1x gratis in alle möglichen Hamburger Veranstaltungsorte hineinkommen solle. Da ich allein schon zeitbedingt noch kein einziges Mal davon Gebrauch gemacht hatte, nahm ich den alljährlichen Besuch der alten UK-Punks von PETER & THE TEST TUBE BABIES zum Anlass, es zumindest einmal zu versuchen. Mir schwante schon nichts Gutes, denn dass ausgerechnet die Markthalle etwas zu verschenken hat, konnte ich kaum glauben. Also habe ich mich brav angestellt, den Wisch schließlich vorgezeigt – und mir die erwartete Abfuhr eingehandelt. „Heute nicht! Und ich habe auch keine Ahnung, wie  man so etwas vorher in Erfahrung bringen kann!“ War klar, fick dich, Drecksladen, und bevor ich bei dir 25 Tacken für’n Punk-Gig latze, müssen schon Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen. Nach einer erkältungsgeplagten, stressigen Woche mit Studium und Arbeit bis zum Exitus + üblichem Vorweihnachtsremmidemmi sowie der unspektakulärsten Firmen“weihnachtsfeier“ ever (wo ich immerhin mittels Powernapping Kraft tanken konnte, sprich: bin mal kurz weggenickt) war ich nun aber auf Trinken geeicht, zumal sich Madame selbst noch auf ihrer etwas opulenteren Weihnachtsfeier befand und sich später mit mir treffen wollte. Zumindest ‘nen Kleinen wollte ich bis dahin schon heben. Bei Hermann im Osborne bot sich die Gelegenheit, in lauschiger Atmosphäre den HSV live verlieren zu sehen, also ab auf den Kiez und die nächsten drei Bier gehoben, bekannte Gesichter gesehen – und den HSV verlieren.

Madame noch auf Weihnachtsfeier. Was nun? Im Menschenzoo sollte irgendein Konzert stattfinden, weit weniger als halb so teuer, dafür weit mehr als doppelt so angenehm wie in Markthalle. Der Plan stand. Am Eingang informierte man mich, dass ich just die kurzfristig als dritte Band aufgrund eines Ausfalls auf ihrer regulären Tour eingesprungenen FEMME KRAWALL versäumt – und damit echt was verpasst – hatte. Sei’s drum, wegen spezieller Bands war ich ohnehin nicht hier, Namen wie TILIDIN und NITRO INKEKZIA sagten mir rein gar nichts. Das machte nichts, denn bald sagte der TILIDIN-Leadsänger und -gitarrist mit alberner Weihnachtsmütze von der Bühne aus etwas, indem er seine Band vorstellte. Das Trio stammt aus Berlin, eigentlich aber von überall aus der Welt, es handelt sich um „Berlin Punkrock mit Migrationsvordergrund“ sowie „Dirty Immigrant Punk Rock’n’Roll“, nicht ganz alltäglich für ‘ne junge Band und mit diesem zum Image umfunktionierten Umstand kokettierte man dann auch in humorvollen Ansagen und Songtexten, wobei interessanterweise die Titel meist englisch, die Texte jedoch deutsch sind. Musikalisch war das ungezwungener, frecher, frischer, freier Punkrock irgendwo zwischen Punk’n’Roll, Schweinepunkröck und ’77-Anleihen, der sofort Bock auf Bewegung machte. Im überraschend gut gefüllten Zoo bildete sich sodann auch flugs eine pogende, gutgelaunte Menschentraube vor der Bühne und ich war mittendrin. Kühles Ratsherrn sorgte für den nötigen Flüssigkeits- und Mineralstoffausgleich während des Stepptanzes und gleichzeitig für einen sich weiter steigernden Spaßfaktor, sodass bereits mit Ende des klasse TILIDIN-Gigs auch meine Erinnerung fleucht.

Da es nicht nur mir so geht, ist nicht exakt überliefert, ob die hinzustoßende Herzdame noch etwas von TILIDIN gesehen hatte oder erst zu NITRO INJEKZIA auf den Plan trat. Jedenfalls war meine Freude groß, als auch sie kurzerhand zu bleiben und weiterzufeiern beschloss, was wir dann auch kräftig taten. NITRO INJEKZIA ist auch so’ne Migratentruppe in Trio-Größe, russisch und kanadisch, aber ebenfalls aus Berlin. Im Gegensatz zu TILIDIN sang man (soweit mich meine Erinnerungsfetzen nicht täuschen, mehr noch als sonst ist ab jetzt hier alles ohne Gewähr) verstärkt auf Russisch, was dem Ganzen natürlich bischn was Exotisches verlieh. Musikalisch ließ man’s richtig krachen, meist treibender Uptempo-Punkrock mit geilen Melodien, ohne dabei zu poppig o.ä. zu werden. An diesem Abend und in meiner Stimmung kam das einer Offenbarung gleich und so wurde getanzt, gefeiert und gesoffen, als gäb’s kein Morgen mehr – womit ich auch alles andere als allein war. Verdammt großartiger Gig, irgendwie auch eine perfekte Bandkombination an diesem Abend, da gibt’s mal so rein gar nix dran zu mäkeln – auch nicht am Sound, den P.A.-Hexer Norman einmal mehr brillant abgemischt hatte. NITRO INJEKZIA hätte ich eigentlich auch kennen können, das sind weder Frischlinge noch ein Untergrund-Geheimsttipp; keine Ahnung, weshalb die bisher unter meinem Radar flogen.

Zwischendurch outete sich übrigens irgendein Spacko, indem er das FREI.WILD-Shirt offenbarte, das er unter seiner Oberbekleidung trug. Tolle Provo, Digger – wenn man Spaß daran hat, flugs herauskomplimentiert zu werden (wie geschehen). Im Anschluss an den Liveteil blieben wir dann noch auf ein paar Absacker sowie etwas Powernapping, um nach dem Erwachen am Tresen den Heimweg anzutäuschen, aber doch noch im Treibeis auf die Absacker von den Absackern zu landen. In Schlangenlinien ging’s in den gar nicht mal mehr so frühen Morgenstunden schließlich in die Pofe, wo ich am nächsten Nachmittag herrlich ausgepowert und mit geleertem Arbeitsspeicher erwachte und freudig feststellte, TILIDIN-Merch mitgenommen zu haben (EP für die Sammlung und schickes Shört für die Dame). Die spontanen Partys sind eben meist die besten. An diesem Wochenende habe ich aber natürlich so gut wie gar nichts mehr von dem auf die Reihe bekommen, was ich mir so vorgenommen hatte. Danke an TILIDIN, NITRO INJEKZIA, den Menschenzoo und den Alkohol, mich derart erfolgreich vor Überarbeitung geschützt zu haben!

01.12.2017, Hamburg, Bambi Galore: NIGHT VIPER + INDIAN NIGHTMARE + GAME OVER

Am ersten Dezemberabend lockte das Billstedter Bambi mal wieder mit einem fetten Viererpaket, das ich mir keinesfalls entgehen lassen wollte. Da es mir momentan an einem Freitagabend jedoch nicht ohne weiteres möglich ist, überpünktlich zu erscheinen, verpasste ich glatt die erste Band, die US-Thrasher von EUPHORIA. Zu den Italienern von GAME OVER stand ich aber Gewehr bei Fuß und wurde im mittlerweile rauchfreien besten Metal-Club Hamburgs Zeuge, wie das Quartett, das bereits aus einigen Album-Veröffentlichungen schöpfen kann, einen satten Stiefel rüden ’80er-Thrash voller Spielfreude herunterprügelte und sowohl mich als auch das sich aus den „üblichen“ Bambi-Gängern, angereichert durch einige Punks, zusammensetzende Publikum in Verzückung und Feierlaune versetzte. Bis auf den Sänger/Bassisten sah die Band wie direkt aus der Hochzeit des Thrashs herübergebeamt aus (inkl. ausgeblichenem JUDAS-PRIEST-Shirt und Schnurri) und spielte einen punkig-schnellen, sehr aggressiven, wenig feinsinnigen, dabei technisch durchaus anspruchsvollen versierten Sound, der live noch besser als von (mir eine Idee zu modern produzierter (das neue Album „Claiming Supremacy“ muss ich mir aber erst noch anhören)) Platte knallte, Energie freisetzte und eine Spannung erzeugte, die den gesamten Abend lang gehalten werden sollte – wenn auch über weite Strecken der Sound ein wenig übersteuert wirkte und der Gesang etwas unterging. Als letzten Song coverte man ANTHRAX’ „Metal Thrashing Mad“ in einer unglaublich geilen Version mit dem EUPHORIA-Sänger am Mic, bevor man die Bühne für INDIAN NIGHTMARE räumte.

Bei jenen Berlinern, die sich ungewöhnlicherweise aus Menschen mit Migrationshintergrund aus den verschiedensten Ländern zusammensetzt, handelt es sich um eine erst 2014 gegründete Band auf dem Kriegspfad, die sich den Begriff „Metalpunksteel“ angeeignet hat und auf die sich seither Metaller und Punks gleichsam einigen können. Das Debüt-Album „Taking Back The Land“ läuft mir gut rein mit seiner wahnsinnigen Mischung aus Speed- und Thrash-Metal sowie Hardcore-Punk, die die wie kannibalistische Endzeit-Indianer in irrer Kostümierung und Maskerade aussehenden Musiker unter Zuhilfenahme einer Extraportion Hall auch live reproduzieren. Zwei Fünftel der Band waren zudem in VENOM-Leibchen gehüllt, was zusätzliche Sympathiepunkte bringt. Das Publikum drehte nun endgültig feil, vor der Bühne war kaum noch ein Durchkommen. Erweitert wurde die rasende Show durch Auftritte einer leichtbekleideten Feuerspuckerin, was in solch einer kleinen Location natürlich schnell zum sprichwörtlichen Spiel mit dem Feuer werden kann – geil, dass das trotzdem so stattfinden konnte. So heizte man dem Mob also in jederlei Hinsicht kräftig ein und verausgabte sich gut auf der Bühne, bis als letzter Donnerschlag „Riders of Doom“ erschallte, der sich wohl als so etwas wie der herausstechende Bandhit herauskristallisiert hat, bevor das Kriegsbeil wieder temporär begraben wurde. Die Gruppe Punks hatte sich einen Spaß daraus gemacht, immer wieder Wasserblasen aus einer Blubberpistole in die Luft zu schießen, was nun nicht ganz so spektakulär wie die Feuershow ausfiel, aber als witziger Kontrast fungierte, haha… Spitzenband, die es sehr ernst zu meinen scheint und das richtige Gefühl für ihren Stil mitbringt, den zu genießen jedoch ein gewisses Faible für Over-the-top-Speed-Metal-Madness inkl. spitzer Schreie, schriller Töne und Evil-Attitude-Terror-Riffs vonnöten ist. Klasse auch, dass ich endlich einen Haken hinter „Die ma live gucken“ setzen kann.

Musikalisch in gemäßigtere Fahrwasser begaben sich schließlich NIGHT VIPER aus Schweden, die dem klassischen Heavy Metal frönen, gerade ihr neues, zweites Album „Exterminator“ veröffentlicht haben und aufgrund ihrer unprätentiösen No-Bullshit-Attitüde sowie ihrer catchy Songs und ihrer erstklassigen Sängerin bestens ankommen. Die Kapelle um  Tom Sutton von THE ORDER OF ISRAFEL schüttelte Haar, die Sängerin auch mal einen Schellenkranz, zündete Konfettikanonen und hatte sichtlich Spaß am sie mit offenen Haaren und Armen empfangenden Publikum, von dem sie sich anfeuern ließ. „Nu Metal“, Elektronik, pathetischer Bombast oder anbiedernder Kitsch hatten hier nichts verloren und dennoch wirkte der klassische Stil der Band weder altbacken noch rückwärtsgewandt, sondern knackfrisch und hungrig. Allerdings fehlen mir noch ein paar mehr lupenreine Hits, sodass ich glaubte, nun guten Gewissens auch mal während des Sets eine dampfen gehen zu können und mich prompt vor der Tür festquatschte. Den Gig habe ich also nicht komplett verfolgt. Von der guten Stimmung war ich dennoch ergriffen und ließ mich mitreißen, bevor ich nach einem letzten Pilsener Urquell brav den Heimweg antrat und ein Konzert hinter mir hatte, das mehr noch als andere besonders vom speziellen Vibe zwischen Bands und Publikum lebte, mir eine verdammt gute Zeit bescherte und seine 16,- EUR Eintritt letztlich wert war.

24.11.2017, Lobusch, Hamburg: PESTARZT + ABRUPT + KANISTERKOPF

Auweia, schon wieder zwei Wochen her – aber speziell in der Vorweihnachtszeit kommt man ja zu nix, schon gar nicht zum Führen des Konzerttagebuchs. Also mal im Hinterstübchen (und den spärlichen Notizen) gekramt – wat war da los? Zunächst einmal trotz nur spärlichster Werbung in den sozialen Netzwerken eine erfreulich gefüllte Lobusch, in der sich zudem einige Freunde und gute Bekannte herumtrieben, ohne dass man sich verabredet hätte. Einer war gar auf dem falschen Gig gelandet, aber kurzerhand dageblieben. Gegen 22:30 Uhr gaben sich endlich einmal wieder KANISTERKOPF die Ehre, jenes lokale Trio, das sich dem wuchtigen Mehr-so-90s-style-Hardcore verschrieben hat. Die englischsprachigen Songs haben Schmackes und Groove, die Band verfügt über ausgefeilte Gitarrenarbeit und einen Bassisten/Sänger in Personalunion mit schön rau-räudiger Stimme sowie als vielleicht größten Trumpf mit Sympathiebolzen Herrn Lehmann über jemanden, der an seinen Kesseln den reinsten Drum-Porno anrührt! Nicht nur, dass man arschtight zusammenspielt, das Präzisionsdrumming mit seinen zahlreichen Fills und sonstigen Kabinettstückchen ist noch mal eine Klasse für sich. Ungefähr ab der Hälfte des Sets war das Publikum weichgeklopft und erwachte aus seiner Schockstarre, was sich in einem gepflegten Pogo vor der Bühne widerspiegelte. Der Gesang war zwischenzeitlich etwas leise geworden, wurde irgendwann aber nachreguliert, zwischen den Songs gab sich die Band ziemlich maulfaul – man lässt die Songs für sich sprechen. Die „Zugabe!“-Rufe am Ende wurden zunächst mit „Coole Bands spielen keine!“ quittiert; die Band ließ sich dennoch überreden und mit „Aber da wir keine coole Band sind…“ wurde der NWOBHM-Klassiker „2 Minutes To Midnight“ von IRON MAIDEN eingeleitet, das bekanntlich in einer stark dem eigenen Stil angepassten Version dargeboten wird. Alles in allem der bisher beste Gig der Band, den ich bisher gesehen habe und wie üblich gefallen mir persönlich die schneller durchgepeitschten Songs am besten, die jedoch gerade im Kontrast zu eher schleppenden Stücken, Feedback-Spielereien und Groove-Monstern ihre Wirkung entfachen.

Von ABRUPT aus Göttingen hatte ich bis dato noch überhaupt nichts gehört, doch wieder einmal sollte sich bewahrheiten, dass das rein gar nichts über die Qualitäten einer Band aussagt. Derbe kehliger, meist deutschsprachiger Gesang eines Nietenkaisers trifft auf geile, zum Teil metallisch-melodische Gitarren-Leads und bei manch Song auch eine leichte Crust-Schlagseite, stilistisch würde ich das als düsteren und garstigen Hardcore-Punk einordnen. Das entsprach schon ziemlich exakt meinem Geschmack. Gerade anfänglich war der Gesang herrlich dominant, später übte er sich gar in gutturalem tiefem Geröchel. Der beste Song war vielleicht „Deutschland von hinten“, „Who cares?“ ist ebenfalls spontan hängengeblieben. Kuriosum am Rande: Der Drummer verlor zwischendurch einen Stick und hatte offenbar kein einziges Ersatzexemplar parat. Das blieb aber auch die einzige hörbare Panne eines sehr überzeugenden Gigs, der – passend zum Bandnamen – ziemlich abrupt endete. Da hoffe ich doch, dass man die Göttinger noch öfter in Hamburg zu Gesicht (und Gehör) bekommen wird.

Bei PESTARZT hatte ich dann schon gut einen im Tee. Das betont antifaschistische Bandkollektiv aus Serbien prügelte sich durch diverse 20-Sekunden-Songs, die ebenfalls gern sehr unvermittelt endeten und zu denen der vermummte Shouter durchs Publikum sprang. Eine Zugabe wollte man nicht spielen und irgendwie war die Chose zumindest gefühlt ziemlich schnell wieder vorbei – einmal flott durchgerauscht sozusagen. Der Mob hatte seinen Spaß, die Band vermutlich auch und wer seinen Hardcore eruptiv, kurz und schmerzhaft mag, könnte mal einen Termin zur Darmspiegelung bei Dr. PESTARZT vereinbaren (evtl. vorher die Krankenkasse konsultieren).

Die „Disgigz“-Konzertgruppe hatte einen weiteren lohnenden Abend aus dem Boden gestemmt und die altehrwürdige Lobusch zum Beben gebracht. Schönes Ding – weiter so!

18.11.2017, Gängeviertel, Hamburg: F*CKING ANGRY + EAT THE BITCH + AFFE SUCHT STOCK

Die unermüdliche „Beyond Borders“-Konzertgruppe hatte vorgewarnt: Die räumlichen Kapazitäten seien begrenzt und man solle möglichst pünktlich erscheinen. Tatsächlich füllte sich an diesem Abend der jüngst renovierte Schuppen in Windeseile und relativ zeitig begann die Berliner Band mit dem seltsamen Bandnamen: Die wohl noch sehr jungen AFFE SUCHT STOCK spielten melodischen, wohl eher ‘90er-inspirierten Punkrock mit vornehmlich deutschen, kritischen Texten, für deren Interpretation sich der Drummer und die Gitarristin abwechselten, unterstützt von mehrstimmigem Background-Gesang. Mit zwei Gitarren war man relativ breit aufgestellt und zauberte manch nette Melodie hervor, wenngleich dem Gitarristen gleich beim ersten Song eine Saite riss. Die anderen drei machten zunächst ohne ihn weiter, bis er mit EAT-THE-BITCH-Tims Klampfe wiederkam und weiterfideln konnte. Nicht jeder Song war ein Kracher, doch einige Sahnestücke waren dazwischen und  die Band wirkte doch sehr charmant und bestimmt nicht unsympathisch. Am besten lief mir aber das letzte Stück rein; astreiner Hardcore mit derbem, ohrenscheinlich englischem Gesang von hinter der Schießbude wech, der irgendwie auch auf die kommende Steigerung des Härtegrads vorbereite.

So richtig proppevoll war’s dann pünktlich zu EAT THE BITCH, die m.E. bekanntlich zu den stärksten jungen und hungrigen Bands aus Hamburgs Underground zählen. Ich hatte mich irgendwo im vorderen Drittel hinter den Pogoreihen relativ mittig positioniert und empfand den Sound anfangs als gewöhnungsbedürftig, der Bass war zu laut und die Drums zu leise. Dies besserte sich im Laufe des Sets, wobei andere die Akustik offenbar ganz anders wahrgenommen haben und von zu lauter Gitarre u.ä. sprachen – evtl. sehr standpunktabhängig gewesen? Die Band hatte ihre Setlist kräftig überarbeitet, sodass sich Bekanntes mit neuem Material abwechselte. Die neuen Songs lassen hoffen, denn sie scheinen die Mischung aus desillusionierter Aggressivität, ruppiger Härte und Eingängigkeit bzw. Wiedererkennungseffekt konsequent weiterzuführen: „Nazideutschland 2.0“ z.B. ist direkt hängengeblieben. Man traute sich jedoch anscheinend auch etwas und öffnete sich für neue Einflüsse, was in einem als experimentell angekündigten Song mit Sprechgesang Ausdruck fand. Vor der Bühne ging’s ganz gut zur Sache; kein Wunder, denn Jonas Gesang zwischen Wut und Hysterie mit ihren harmonischen Einsprengseln wirkte erneut dem Wahnsinn nahe und besonders in Kombination mit Basser Manus diesmal sehr lautem, herrlich angepisstem Aggro-„Background“-Gesang knallte das bestens, während die Instrumente das gewohnte HC-Punk-Gewitter fernab von Monotonie oder moderner, kalkulierter Kantenlosigkeit erbarmungslos durchbretterten. Da ballt sich schnell einiges zusammen, das nach Entladung schreit – und schließlich findet. Zwei als Zugaben eingeplante Songs wurden ohne das ihnen normalerweise vorausgehende Ritual nahtlos ans reguläre Set gehängt, wobei der erste, das ältere „Elend“, ein bisschen vermurkst wurde und Jona am Schluss doch hörbar aus der Puste war – doch das bin ich nach einem geilen Gig auch und ist natürlich kein Makel, sondern Ausdruck dafür, dass ohne Rücksicht auf Verluste alles gegeben wurde.

F*CKING ANGRY aus der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn traten an, den Stimmungspegel zu halten oder gar zu toppen. Seit ihrem 2015er Album „Dancing in the Streets“ ist der Vierer szeneintern recht populär, und zwar zu Recht, denn die Platte ist geil. Das Live-Erlebnis übertrumpft den Hörgenuss aus der Konserve jedoch i.d.R., so auch hier: Schnörkelloser, meist schnell gespielter Oldschool-HC trifft auf unaufdringliche Melodien und wird von einer Sängerin veredelt, deren raue, schnoddrige, rotzige Stimme mich positiv ein bisschen an die unvergessene Wendy O. Williams erinnert. Die bissigen Texte sind mal in deutscher, mal in englischer Sprache verfasst und waren Teilen des Publikums durchaus bekannt. Da wurde nicht nur getanzt, sondern auch fistgeraised und mitgesungen, NOTGEMEINSCHAFT-PETER-PAN-Stemmen übernahm gar kurzerhand einen ganzen Song und empfahl sich damit als Hardcore-Shouter. „Atomstrom“ ist so was wie der Hit der Band, vermutlich aufgrund seiner Verbreitung auf CD-Beilagen und seiner hartnäckigen Ohrwum-Qualitäten – dementsprechenden Widerhall fand er seitens des Publikums. Es war eng, allen war heiß, Bierspritzer eine willkommene Abkühlung, aber die Bands waren klasse, die Atmosphäre entspannt und die euphorische Stimmung spätestens jetzt auf ihrem Siedepunkt, sodass es gern noch länger so hätte weitergehen können. Nach dem Schlusspfiff verkaufte sich die F*CKING-ANGRY-Scheibe wie geschnitten Brot. Das Plattenkaufen auf Konzerten sollte ich aber evtl. doch noch mal überdenken, denn diese war nicht die erste, die es nach einer anschließenden Kneipentour doch deutlich entfernt vom Mint-Zustand nach Hause geschafft hat (wenigstens hat sie es überhaupt geschafft) …

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