In der achtbändigen „Simple Movie Porträt“-Reihe widmete sich der MPW-Verlag, beginnend mit Laura Gemser, weiblichen Erotikfilm-Ikonen vergangener Jahrzehnte oder auch, wie im Falle des zweitens Bands über die „Schulmädchen-Report“-Filme, einer bestimmten Filmreihe. Das dritte 84-seitige Heft, schätzungsweise aus dem Jahre 2007 oder 2008, ist eine Art Zwitter: Von der italienischen Schauspielerin und „Miss Teenage 1974“ Gloria Guida ausgehend, spannt man einen Bogen über durch sie mitinitiierten „Flotte Teens“-Filmreihe hin zum Italo-Sex-Klamauk, der Commedia Sexy all’ Italiana. Es geht also mitnichten lediglich um nackte Haut, sondern um alte Kinophänomene, die aus der durch die sexuellen Revolution ermöglichten Lust an der Freizügigkeit und den daraus resultierenden Gewinnmöglichkeiten in den 1970ern noch vor der Legalisierung von Pornographie entstanden und im Jahre 2018 vielfach in Vergessenheit geraten sind oder schlicht als längst völlig irrelevant gelten, weil die jederzeit gratis per Klick erhältliche Pornographie den Erotikfilm alter Schule längst überflüssig gemacht habe. Dass es sich dabei um ein durchaus faszinierendes Kapitel Populärkultur zwischen Kunst und Kommerz handelt, dessen Bedeutung gerade in der Retrospektive und gerade in Zeiten US-Kino-diktierter Prüderie sich einem ganz neu erschließen kann, wird dabei gern übersehen. Insofern darf man aus cineastischer und europhiler Sicht dankbar sein, dass sich jemand dieser Nischenthemen annimmt, zumal sich Guidas Schaffen eben nicht auf Klamauk beschränkte, sondern sie auch in durchaus ernstzunehmenden Erotikdramen Hauptrollen be- bzw. entkleidete.
Der Band versucht einen Spagat zwischen Bildband und Informationssammlung, der über weite Stecken recht gut gelingt: Zwischen vielen wundervollen Fotografien Guidas und zahlreichen Filmplakaten, Aushangfotos, Coverabbildungen von Heimkinoveröffentlichungen etc. auf wertigem Hochglanzpapier, die für manch einen sicherlich bereits Kaufanreiz genug gewesen sein dürften, versammeln sich nach einem Vorwort Osterieds eine kurz und bündig gehaltene Biographie der blonden Schönheit, eine ausführliche Filmographie inkl. Stab- und kurzen Inhaltsangaben, mittlerweile sicherlich hier und da überholten Informationen zu Veröffentlichungen, und meist knapp gehaltenen, mitunter nicht ganz treffenden Kurzkritiken (Di Leos „Avere vent’anni“ wurde offenbar missverstanden). Auf acht Seiten widmet man sich der „Flotte Teens“-Erotikkomödienreihe und bringt nebenbei Licht ins Titelwirrwarr (viele Filme zählen gar nicht zur Reihe, wurden aufgrund des Erfolgs der „flotten Teens“ jedoch im deutschsprachigen Raum als solche vermarktet). Einen Fauxpas leistet man sich, als man Guidas Ehemann und Schauspielkollegen Johnny Dorelli vorstellt, dies jedoch mit Fotos Alvaro Vitalis illustriert und somit den Eindruck erweckt, Guida sei mit jenem Backpfeifengesicht liiert.
Die Geister scheiden werden sich vermutlich an Hentschels 14-seitiger Abhandlung über italienische Sexklamotten, da diese doch arg aus Fan-Sicht geschrieben wurde. Das finde ich grundsätzlich nicht unsympathisch und angenehmer als eine bloße Auflistung (die es als netten Bonus am Ende des Kapitel dennoch gibt); wer sich jedoch auf Hentschels Überschwang hin mit diesen Film eindeckt, wird womöglich überrascht davon, wie stumpfsinnig und unlustig dieses Subgenre doch oftmals war. Über die Übersicht inkl. zahlreicher Coverabbildungen freue ich mich nichtsdestotrotz und ich muss zugeben, auf den einen oder anderen genannten Titel neugierig geworden zu sein. Ein Interview mit der „MIG Filmgroup“, die sich deutschsprachigen DVD-Veröffentlichungen aus diesem Bereich gewidmet hat, sowie eines mit Uwe Schier, der seinerzeit maßgeblich dafür verantwortlich zeichnete, diese Filme in deutsche Kinos zu bringen, runden diesen Band ebenso ab wie ein Überblick über weitere Erotik-Darstellerinnen aus der Hochzeit des italienischen Kinos, inkl. ergänzender Angaben und manch eigenartiger Information wie „Sie ist Hobby-Archäologin“ zur 1992 verstorbenen Marisa Mell. Am Ende bekommt man noch etwas MIG-Werbung mit auf den Weg.
Alles in allem eignet sich dieser Porträtband recht gut für den Einstieg in die behandelten Themengebiete. Er wurde mit sichtbarer Liebe zum Detail gestaltet, hält die Erinnerung an jene Kino-Epoche und ihre Protagonistinnen aufrecht und macht neugierig darauf, den eigenen filmischen Horizont zu erweitern, (Sub-)Genres für sich zu entdecken, sich mit ihnen zu beschäftigen und sie einzuordnen und zu bewerten. Zudem fasst er sich gut an und es macht schlicht Spaß, in ihm zu blättern – ein haptisches Erlebnis, das keine Webseite bieten kann. Wie so oft im MPW-Verlag handelt es sich jedoch um eine lediglich semiprofessionelle Veröffentlichung, der ein aufmerksameres Lektorat gut getan hätte – und wie immer finde ich es schade, dass in dieser Hinsicht am falschen Ende gespart wurde.

„Martin Opitz war der Begründer der Schlesischen Dichterschule, deutscher Dichter und ein bedeutender Theoretiker des Barock“, weiß Wikipedia. Germanistikstudenten ist er jedoch in erster Linie als Nervensäge bekannt. Sein o. g. Buch wurde in die Universal-Bibliothek des Reclam-Verlags aufgenommen und rund 220-seitig als eines der berüchtigten gelben Büchlein veröffentlicht, wobei seine o. g. Aufzeichnungen lediglich die ersten 76 Seiten ausmachen. Der übrige Teil besteht aus diversen Anhängen und Anmerkungen, die nicht Teil dieser Besprechung sein sollen. Poeterey, das bedeutet zunächst einmal Dichtkunst/Poetik, aber auch das Nachdenken über dieselbe – und ihre Lehre. Es handelt sich um eine Auftragsarbeit während des 30-jährigen Kriegs mit dem Ziel der Legitimation deutscher Dichtkunst neben der damals gebräuchlichen französischen, lateinischen und griechischen sowie die Etablierung des Deutschen als Hochsprache. Opitz vertritt das Dichterbild des Poeta doctus, also eines Dichters, der sowohl über sprachliches Talent als auch über fundiertes Wissen lateinischer und griechischer Dichtung und ein daraus resultierendes Regelverständnis verfügt. Opitz schlägt eine Brücke zu mittelalterlichen deutschen Dichtern wie Walther von der Vogelweide und versucht auch damit, eine Lanze für die deutsche Poesie zu brechen. So weit, so gut.
Vor zehn Jahren oder so wurde mir der zweite „Happy Aua“-Teil geschenkt. Als mir der Vorgänger kürzlich auf einem Flohmarkt in die Hände fiel, musste ich ihn mitnehmen – allein schon, um die Lücke im Regal zu schließen. Nach den ersten drei „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“-Spiegel-Online-Zwiebelfisch-Kolumnensammlungen, die sich –
Als Kleinkind wurden mir diverse Bücher vorgelesen und als Grundschüler machte ich mich selbst an eine ganze Reihe Kinderbücher, wenn ich auch hauptsächlich Comics konsumierte. Klassische Jugendliteratur hingegen habe ich kaum gelesen. Die schwedischen Vettern Sören Olsson und Anders Jacobsson, ausgebildete Lehrer, haben eine fünfzehnbändige Jugendbuchreihe um den pubertierenden Bert Ljung verfasst, die sein Leben vom zwölften bis zum 17. Lebensjahr skizziert. Von 1987 bis 1999 erschien sie im schwedischen Original, von 1990 bis 2005 schließlich ins Deutsche übersetzt bei der Hamburger Verlagsgruppe Friedrich Oetinger. Offenbar allen gemein ist, dass sie ausschließlich aus Berts Tagebucheinträgen bestehen, der Erzähler also gleichzeitig die Hauptfigur ist. Als ich die Bände 5 bis 9 im Tauschschrank entdeckte, offenbar ausgemustert von einer Bücherei, griff ich nach etwas Überlegung neugierig zu, nicht zuletzt aufgrund der ansprechenden bunten Einbandgestaltung. Band 5, „Berts hemmungslose Katastrophen“, 1991 bzw. 1995 erschienen, hatte ich mir nun unlängst einmal zu Gemüte geführt, denn das Thema „Coming of Age“ ist zumindest im Filmbereich oftmals ein gerngesehenes.
Poster-Sammler Dennis King ist ein internationaler Plakat-Guru. Für den zweiten Band der „Art of Modern Rock“-Posterbuchreihe hat er rund 200 subthematisch grob sortierte Plakate zusammengestellt, denen gemein ist, dass sie in irgendeiner Form Bezug nehmen auf ikonische weibliche Figuren und diese zur prominenten Illustration nutzen. Neben einigen wenigen Fotografien handelt es sich überwiegend um stilisierte Zeichnungen: Pop-Art, comichaft, karikierend, auf mythologische Vorbilder oder welche aus Filmen verweisend, mal sexy, mal gefährlich, häufig beides, Rollenbilder bestätigend, persiflierend oder negierend, an den Pin-up-Stil der 1950er angelehnt oder modern, meist kunterbunt und immer echte Hingucker, hinter denen die aufgeführten Bands – meist handelt es sich um Konzertankündigungen – nur die zweite Geige spielen. Im Mittelteil wird das knapp 200 Hochglanzseiten auf festem, wertigem Papier umfassende Buch durch ein Kurz-Interview mit Art Chantry ergänzt, das der Frage nachgeht, ob Nacktheit auf Plakaten Frauen degradiert. Doch natürlich handelt es sich hierbei um keinen Schmuddel, sondern um echte, ästhetische Kunst, die auf Plakaten von zahlreichen Garage-, Punk- und Alternative-Bands ihren Ausdruck findet und inspirierend wirkt: im Hinblick auf die Vielfältigkeit eines Motivs, auf die Gestaltungsmöglichkeiten von Postern und Flyern sowie auf die mögliche Symbiose von ikonographischer Kunst und Rock’n’Roll. Darüber hinaus bietet der Band im handlichen Taschenbuchformat natürlich einen schönen Überblick über die Höhepunkte dieser Form von Plakatkunst unter o. g. Prämisse. Ein Vorwort Kings, einige Zitate zum Thema und ein Index runden diese 2008 bei Edition Olms für den deutschsprachigen Markt lizenzierte Ausgabe ab, deren Sprache englisch ist, die jedoch meist verstummt und stattdessen die Bilder für sich sprechen lässt – weshalb es Spaß macht, sie immer mal wieder zur Hand zu nehmen und in ihr zu blättern.
Mad-Stammzeichner Sergio Aragones wurde 1977 ein drittes Taschenbuch gewidmet, das im US-Original bereits 1974 erschienen war. Auf rund 160 (unnummerierten) Seiten tummeln sich zahlreiche Kurzgeschichten in Comic-Form, die erneut ohne Dia- oder Monologe auskommen und neben Aragones’ karikierendem Strich nette Pointen bieten, die jedoch für Mad-Verhältnisse etwas den Biss vermissen lassen und manchmal arg seicht ausfielen, bisweilen aber auch über gesellschaftssatirische Momente verfügen, die herausstechen, während man das Büchlein gewohnt schnell, aber kurzweilig durchgeblättert hat.
Die beliebte „Spion & Spion“-Reihe kam 1977 zum zweiten Mal in den deutschen Mad-Taschenbüchern zu Ehren. Auf (diesmal nummerierten) 160 Seiten wird sich wieder dialogfrei gegenseitig der Garaus gemacht, wobei die sich jeweils über ein paar Seiten erstreckenden Kurzgeschichten diesmal Titel bekommen haben: „Operation Volltreffer“, „Operation Rückschlag“ bis hin zu „Operation Operation“. Abgefahrene technische Kettenreaktionen scheinen mir diesmal bei den gegenseitigen Mordplänen eine noch größere Rolle zu spielen und wie üblich fällt meist derjenige selbst hinein, der dem anderen eine Grube gräbt – jedoch auch nicht immer, sodass der Ausgang nicht immer feststeht. Die Comics leben in erster Linie von ihrem Einfallsreichtum beim originellen Fallenbau, weniger von ihren Pointen. Wer der beiden namenlosen Spitzgesichter jeweils gewinnt, hält sich wie üblich die Waage. In ihrer komplett sinnbefreit anmutenden Reduzierung der Spionagetätigkeiten auf gegenseitiges Abmurksen ist „Spion & Spion“ ein amüsantes und zugleich makaber-satirisches Kind des Kalten Kriegs, das sich noch viele weitere Jahre behaupten sollte.
Einen ungeschönten, wenig sentimentalen Blick auf das Leben (eines typischen Mad-Lesers) wirft das neunte Mad-Taschenbuch aus dem Jahre 1976, dessen Inhalt bereit s 1973 in den USA erstveröffentlicht wurde. Das rund 160 Seiten lange Konzept: Links eine großflächige Schwarzweiß-Zeichnung Woodbridges, meist eine Karikatur aus dem Alltag, rechts Larry Siegels (sehr gelungen übersetzter) Text in Strophenform, häufig mit „Schau“ im Imperativ eröffnend: „Schau, ein Baby!“, „Schau, wie du heulst!“, „Schau dich an!“ Auch Interjektionen und Inflektive treten gehäuft und meist wiederholend auf, bereits im Kaufanreiz auf der Büchrückseite: „Scheffel, scheffel, scheffel!“ Sprachlich wird also der kindgerechte Sprachstil herkömmlicher Fibeln persifliert, während es sich inhaltlich um eine absolut pessimistische, desillusorische Sicht auf Leben und Tod eines jugendlichen Versagers und erwachsenen Durchschnittsmanns handelt, der es zwar zu Job, Frau und Kindern im Laufe seiner Existenz bringt, zu dem das wirkliche Glück jedoch stets ausreichend Abstand hält. Neben der augenzwinkernden, ironischen, nicht selten auch auf z.B. Geschlechterklischees zurückgreifenden Betrachtung typischer Lebensstationen wie Kindheit, Jugend, Ehe und Alter schwingt stets Kritik an gesellschaftlichen Konventionen, die die freie Entfaltung des Individuums verhindern, mit, was „Die große Mad-Lebensfibel“ alles in allem zu einem makaber-vergnüglichen, auf den zweiten Blick jedoch durchaus auch etwas traurigen oder zumindest nachdenklich stimmenden, jedenfalls immer etwas hintersinnigen Angelegenheit macht.
Seit 1961 erfreuen sich die „Spion & Spion“-Comics des Zeichners Antonio Prohias im US-amerikanischen Mad-Magazin großer Beliebtheit, fanden ebenso in den deutschen Mad-Heften Beachtung und debütierten im Taschenbuch-Format 1975: Mit dem fünften Mad-Taschenbuch kamen sie nach Don Martin, Sergio Aragones und Al Jafee zur Ehre, sich auf rund 160 (unnummerierten) Schwarzweiß-Seiten in kurzen Comic-Geschichten sowie großformatigen Einzelbildern gegenseitig an den Kragen gehen zu dürfen. Es handelt sich um zwei spitznasige Gestalten, deren Aussehen an Mensch-Vogel-Hybridwesen erinnert und die sich bis auf ihre weiße bzw. schwarze Kleidung ähneln wie ein Ei dem anderen. Sie versuchen stets, sich gegenseitig zu überlisten, sich geheime Informationen abzujagen oder schlicht, den jeweils anderen auszuschalten. Dabei geht es comichaft überzeichnet gewalttätig zu und derjenige, der dem anderen eine Falle stellt, fällt meist selbst hinein – aber nicht immer, wodurch der Ausgang häufig ungewiss bleibt. Wer jeweils gewinnt, ist sehr ausgewogen und weder Figurengestaltung noch Inhalte lassen Rückschlüsse auf ihre jeweiligen Auftraggeber, ihr politisches Lager oder den konkreten Gegenstand ihrer Spionagetätigkeiten zu. „Spion & Spion“ ist die Persiflage eines Teilbereichs des Kalten Kriegs, die das Schwarzweißdenken jener Ära aufs Korn nimmt, was sich in der Farbgestaltung widerspiegelt. Eine Besonderheit ist, dass die Comics komplett ohne Dialoge, innere Monologe oder erläuternde, einordnende Texte auskommen. Dadurch muss man mitunter schon genauer hinschauen, um die Handlung zu erfassen, was dem Ganzen auch etwas Pantomimisches verleiht, was wiederum ebenfalls zur Schwarzweißgestaltung passt. Mit dem Platz ging man recht großzügig um und platzierte lediglich ein bis zwei Panels pro Seite, sodass man mit diesem Band entsprechend schnell durch ist. „Spion & Spion“ gehören zu den Ikonen der Mad-Welt, sind fest im popkulturellen Gedächtnis verhaftet und wurden später u.a. die titelgebenden Helden von Computerspielen.
Endlich liegt mir nun auch das erste Mad-Taschenbuch vor, bei seinem Erscheinen 1973 noch „Mad Paperback“ genannt. Es war an Stammzeichner Don Martin, dem „Meister des bebilderten Slapsticks und des schwarzen Humors“ (Wikipedia), die 73-bändige Reihe mit seinem unverkennbaren Stil zu eröffnen. 160 Schwarzweiß-Seiten lang darf man sich an seinen Comics erfreuen, derer es neun Stück ins Buch geschafft haben. In „Der Stern von Brooklyn“ macht er sich über das Showgeschäft lustig, „An einem Frühlingstag“ nimmt technischen Fortschritt und Konsum anhand einer – bzw. vieler verschiedener – Armbanduhren aufs Korn, die drei „Rauch über der Prärie“-Teile sind Western-Persiflagen, „Nancy Nett, Stewardess“ ist eine gelungene Parodie auf die Sicherheitsinstruktionen durch Flugbegleiterinnen und mein persönlicher Höhepunkt des Buchs, „Schönheit kann man kaufen“ ist eine Karikatur auf weiblichen Schönheitswahn, „Ein stinknormaler Tag“ zeigt das Privatleben eines Hunds, wenn das Herrchen länger außer Haus ist und „Lance Parkertip“ ist eine jener beliebten Film-noir-Parodien – allesamt natürlich in Martins slapsticklastigem, heillos überzeichnetem, herrlich krudem Stil und mit meist gelungenen, unvorhergesehen Pointen veredelt. Ein bisschen war damals aber schon noch der Wurm drin: Die eine gewichtige Rolle in der ersten Geschichte spielende Spinne hat lediglich sechs Beine und damit eindeutig zwei zu wenig, Hollywood wird teilweise mit „ie“ geschrieben und die Zeichnungen wurden teils sehr unsauber entkoloriert. Bemerkenswertes Detail, das es irgendwie auch in die deutsche Ausgabe geschafft hat: Das eine Domina zierende Hakenkreuz.