Im Jahre 2000 gab der promovierte Braunschweiger Literaturexperte, Musikjournalist, Romanautor und ehemalige Heavy-Metal-Gitarrist Frank Schäfer im Berliner Schwarzkopf-&-Schwarzkopf-Verlag dieses rund 240-seitige Lesetaschenbuch heraus. Über 40 Personen, zumeist aus den Bereichen Literatur und Journalismus, darunter einige durchaus prominente Namen, erinnern sich auf jeweils einer Handvoll Seiten nicht unbedingt immer an ihr tatsächlich erstes, aber zumindest an ihr erstes auf irgendeine Weise bedeutendes oder besonders memorables Rockkonzert, um ihre Eindrücke mit den Leserinnen und Lesern zu teilen. Auch der Begriff „Rock“ wird eher großzügig ausgelegt.
In seinem Vorwort scheint sich Schäfer für die naive Begeisterungsfähigkeit für populär- oder auch subkulturelle Konzertereignisse beinahe zu entschuldigen und für diese Sammlung zu rechtfertigen, bevor Harry Rowohlt (ja, der Harry Rowohlt!) den chronologisch sortierten Reigen mit Bill Haleys Konzert in Hamburg im Jahre 1957 eröffnet, auf dem er kurioserweise eigentlich gar nicht war. Michael Krögers Erinnerungen an den Münsteraner Gig der Rolling Stones 1965 wurden mit der antiquarischen Eintrittskarte, selbstgeschossenen Live-Fotos und einem Liebesdrama angereichert, Wolfgang Doeblings Bericht vom Kinks-Konzert 1966 in Stuttgart ist von Erinnerungen an seinen Nazi-Lehrer geprägt und Herbert Müllers Besuch von Casey Jones & The Governors 1966 oder ’67 in Gaggenau-Ottenau (bitte wo?) endet tragisch. Werner Pieper verschlug es an Ostern 1967 zu Geno Washington ins Londoner Marquee, was er für eine heute fast unvorstellbare Liebeserklärung an England nutzt. Den Stellenwert Londons als so etwas wie die europäische Musikhauptstadt wird von mehreren Autoren unabhängig voneinander betont und angesichts der Bescheidenheit der Beitragenden während ihrer Jugend ist man fast zu Demut geneigt. Es waren eben andere Zeiten…
Eugen Egner versucht sich zunächst aus der Affäre zu ziehen, ließ sich dann aber dazu überreden, seine Eindrücke vom The-Pretty-Things-Gig im Wuppertal des Jahres 1967 mit der Leserschaft zu teilen – wie von nun doch einige weitere Beiträge mit zeitgenössischen Fotos, Zeitungsartikeln und Erinnerungsstücken versehen. Bruchmann und Potthoff interviewten 1968 sogar The Who für ihre Herforder Schülerzeitung, Wolfgang Welt bringt die Essener Song- und Blues-Tage desselben Jahres mit Fußball in Verbindung. Fast noch interessanter als Rainer Balcerowiaks Besuch des Berliner Jimi-Hendrix-Konzerts 1969 sind seine Details zu einem Schachverein. Ralf Sotschek wiederum schildert, wie und warum ein Auftritt der Edgar Broughton Band in Berlin 1971 in einer Straßenschlacht endete, wie überhaupt gerade bei den frühen Berichten immer wieder von Polizeiterror und Gewalt die Rede ist und der Eindruck entsteht, die Exekutive habe Konzerte gern als willkommene Anlässe betrachtet, den Knüppel zu schwingen. Michael Bonder lässt uns daran teilhaben, weshalb er sich nach einem Besuch eines Festivals mit Birth Control und anderen Bands in Salzgitter an Weihnachten 1972 wie ein Held fühlte, während Fritz Tietz anlässlich der Reminiszenz an Ekseption in Bielefeld irgendwann während der frühen Siebziger herrlich sarkastisch die Unannehmlichkeiten größerer Konzerte, seine traurige Kindheit und den Hippiescheiß seiner Jugend beschreibt. Michael Quasthoff kann sich an den Auftritt des Tenorspielers (was soll das sein?) Ben Webster in Hildesheim im August 1973 gar nicht mehr erinnern, bei Pete Maestrani, den Andreas Schäfler 1973 in St. Gallen gesehen haben will, handelt es sich offenbar um fiktionale Figur und Jörg Güldens Abhandlungen über Jerry Lee Lewis versus Chuck Berry kratzt gehörig am Legendenstatus beider Rock’n’Roll-Pioniere.
Wenzel Storch hingegen liefert gleich eine ganze lakonische Anekdotensammlung und schließt mit einem wunderbar bekloppten Gedicht, Jörg Feyer beschäftigt sich mit Udo Lindenberg, Dietrich zur Nedden verpasste zwar Hendrix, ist dafür aber gewissermaßen mit auf der Live-Doppel-LP von Jane gelandet, und sicherlich nicht nur für Michael Sailer waren die Synthiepioniere Tangerine Dream 1976 Science-Fiction – urkomisch, wie er beschreibt, was ihn auf deren Münchner Konzert erwartete und wie er daraufhin zum Punk fand. Spannend: Friedhelm Rathjen war 1977 auf dem abgefackelten „First Rider Open Air Festival“ in Scheeßel dabei (inklusive Zeitungsartikel und Foto!). Dirk Knipphals kann seine präpubertäre Begeisterung für Status Quo nicht mehr nachvollziehen und hat diese an den Punk verloren; Matthias Wehrhahn (was ein Name) wiederum war 1979 bei Frank Zappa in Hannover und von da an immer enttäuschter von ihm, schafft es aber prima, mir dessen sperriges Œuvre zu erklären. Was Punk-Literat Jan Off über seinen musikalischen Horizont als immerhin schon Sechstklässler und seine Beweggründe, zusammen mit seinen Klassenkameraden die verfickten Teens zu hören, zu Protokoll gibt, ist einfach nur traurig – was ihm hoffentlich bewusst ist. Irgendwie war er anscheinend auch unangenehm frühreif. Dafür, dass sich seine Geschichte sehr ausgedacht liest, ist die Pointe eher schwach. Vollends enttäuschend ist diese bei Gerhard Henschel ausgefallen, der dadurch wie ein ignoranter, reaktionärer Spießer wirkt.
Doch dann endlich geht’s um Punk, mit Luka Skywalker kommt zudem auch endlich einmal eine Dame zu Wort. Ihre Erinnerungen an Aheads, Out of Order, Neurotic Arseholes und Notdurft Anfang der Achtziger in Bielefeld ist zugleich die Geschichte ihrer Metamorphose vom Hippiemädchen zur Punkette. die konsequent auf großschreibung verzichtende christina nemec hörte 1982 ebenfalls punk, ging aber auch zu drahdiwaberl in villach, fand falco gut und machte damit alles richtig. Und als einziger gab Oliver Maria Schmitt selbst ein Konzert, bevor er eines besuchte. Chapeau! Jürgen Roth muss dann lange im Hinterstübchen kramen, bis er auf Manfred Mann (Köln 1983) als erstes bedeutsames Konzert kommt, Ulrich Blumenbach besuchte im selben Jahre Loudon Wainwright III – bitte wen? Egal, denn das war in London, wo er sich von einer heißen Uschi aufreißen ließ. Rüdiger Wartusch bricht eine Lanze für die NDW-Band Fee, insbesondere ihre Gitarrenarbeit und Texte. Einer meiner persönlichen Höhepunkte des Buchs ist Bernadette Hengsts Beitrag über Ton Steine Scherben und Rio Reiser – ähnlich wie ihr ging’s mir während meiner Pubertät zunächst mit den Böhsen Onkelz und dann sehr bald mit Nirvana, Slime und schließlich allen weiteren deutschsprachigen Punkbands, die wirklich etwas zu sagen hatten.
Gerald Fricke war 1986 bei den Simple Minds, was ihm etwas unangenehm zu sein scheint. Studentenpunk Martin Büsser schreibt ansprechend und witzig über Nomeansno und was sie in den Achtzigern dem dahinsiechenden Punkrock an Innovation und Erneuerung einhauchten, scheint angesichts seines Rundumschlags gegen jene musikalische Dekade aber sowohl den Metal als auch Gruppen wie Depeche Mode & Co. verpennt zu haben – und unter „Mauerfall“, Implosion des Sozialismus und Ende der Rockmusik macht er’s nicht. Uff… Köstlich hingegen, wie Hartmut El Kurdi seine anfängliche Abneigung gegen Ton Steine Scherben zu Papier brachte – und wie er ausgerechnet über die von TSS-Fans so ablehnend aufgenommene Solokarriere Reisers zu eben jenem fand, den er 1988 in Eschwege live sah. Seine bizarren Erlebnisse auf jenem Konzert teilt er ebenfalls mit uns. Herausgeber Schäfer höchstpersönlich wurde das Privileg zuteil, dem „Monsters of Rock“-Festival 1988 im Bochumer Ruhrstadion beizuwohnen, wo Headliner Iron Maiden ihr damals aktuelles Götteralbum „Seventh Son of a Seventh Son“ vorstellten. Dafür hätte ich als 9-jähriger Knirps, der gerade den Metal für sich entdeckt hatte, meinen linken Arm gegeben, doch Schäfer? Macht daraus „… of the Seventh Son“, aus Karlsquell „Carlsquell“, aus Kiss’ „Deuce“ „Deuth“ – und ging mitten im Maiden-Set. Sakrileg! Christian Kortmann war im selben Jahr bei Kim Wilde und Michael Jackson, wofür ich meinen anderen Arm gegeben hätte, hadert aber ebenfalls mit diesem epochalen Ereignis der Popmusik. Was stimmt mit diesen Menschen nicht?
Mit Birgit Fuß bleiben wir im Jahre 1988: Sie war bei Bon Jovi in der Münchner Olympiahalle und schreibt sehr schön darüber. Ja, das „New Jersey“-Album fand ich damals auch ganz cool und hatte es mir zu Weihnachten schenken lassen. „Born To Be My Baby“, „Wild is the Wind“, „Bad Medicine“ … Wenn schon kalkulierter Schlüpferstürmer-Hardrock, dann so! Ob ihr letzter Absatz stimmt und es sich wirklich niemandem mehr vermitteln lässt, weshalb einem Twisted Sister, Guns N’ Roses oder eben Bon Jovi einst sehr viel bedeuteten…? Arne Willander vermittelt einen Eindruck davon, welch hartes Brot es sein kann, als Redakteur einer Lokalzeitung auf Konzerte gehen zu müssen und stellt eine amüsant widersprüchliche Liste an Regeln auf, Andreas Klotz hat sich Schäfers Lieblings-AC/DC-Anekdote ausgeliehen und gibt diese in Gedichtform wieder, Christian Göttner beschreibt das Phänomen The Prodigy in blumigen Worten und Knarf Röllem war bei den verdammten Kiss und steht zu diesem Guilty Pleasure. Ilse Holze, angeblich Lyrikerin und Ergotherapeutin in Leiferde bei Gifhorn, war 1999 in Wacken und schreibt verdächtig dem Schäfer ähnlich („Carlsquell“) … Interessant lesen sich die dort stattgefundenen Band-Reunions – als habe sich die Metal-Welt gerade auf ihre große Renaissance in den 2000ern vorbereitet.
Abschließend war Ulrich Holbein 1999 bei den Bad-Hersfeld-Hippies, hört eigentlich gar keine „U-Musik“ und berichtet in extrem blumiger bis verschwurbelter Sprache seinem Freund Sommerbert in Briefform davon. Damit wird das breite Spektrum dieses Buchs, sowohl was Beitragende als auch Musikstile betrifft, abgerundet. Der Zeitraum der beschriebenen Ereignisse, der sich über 42 Jahre erstreckt, macht aus dem Buch ein Stück weit auch eine Geschichtsabriss der Live-Musik im deutschsprachigen Raum, die einiges über den sich verändernden Zeitgeist, aber auch die gesellschaftlichen Bedingungen und Begleiterscheinungen verrät. Der besondere Zauber, der aus Rockmusik eine Alltagsflucht und Verheißung einer anderen, besseren, weil aufregenderen Welt machte, weicht in den Berichten zunehmend anderen Faktoren – parallel dazu sinkt aber auch die Gefahr, sein familiäres oder gesellschaftlichen Ansehen oder seine körperliche Unversehrtheit – Stichwort Bullenterror – durch einen Konzertbesuch aufs Spiel zu setzen. Anekdotenreich erfährt man zudem von ganz unterschiedlichen Herangehensweisen an Live-Ereignisse, von verschiedenen Erwartungshaltungen und ebensolchen Schlüssen, die gezogen werden. Der überwiegende Teil der in Buchform gebrachten bunten Mischung ist lesenswert und unterhaltsam, wobei die Laienautorinnen und -autoren den Profis der schreibenden Zunft nicht zwangsläufig nachstehen. Der nach einem Hit der ewigen Frank-Schäfer-Lieblinge Thin Lizzy betitelte Sammelband lässt sich prima häppchenweise zu Gemüte führen, lädt meist dazu ein, das jeweils nächste Kapitel zumindest kurz anzulesen (um dann doch dranzubleiben) und liefert ganz nebenbei zahlreiche Musiktipps mit.
Für diejenigen, die solchen Anthologien nicht grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen, gern persönlich geprägte Konzertberichte und Artverwandtes lesen und über den eigenen musikalischen Tellerrand hinausblicken (und es sei nur, um sich in ihm bestätigt zu sehen), dürfte das Konzept aufgegangen sein. Nicht verkneifen kann ich mir aber, das Lektorat des Verlags die „Never growing old-Tour“ (S. 72 oben) als anschauliches Beispiel dafür zu nennen, dass auch Eigennamen enthaltende Wortzusammensetzungen, wirklich, ganz in echt, durchgehend mit Bindestrichen versehen gehören. Denn wer würde schon freiwillig auf eine niemals wachsende Alttour gehen?

„Mad-Chefdenker Don Martin“ (so bezeichnet man ihn in diesem Buch) ging innerhalb der deutschen Mad-Taschenbuch-Reihe im Jahre 1981 bereits in die sechste Runde. Die im US-amerikanischen Original bereits 1979 veröffentlichten Comic-Strips erstrecken sich wie gehabt über 160 (diesmal leider unnummerierte) Schwarzweiß-Seiten und gehen recht großzügig mit dem vorhandenen Platz um, mehr als ein bis zwei Panels pro Seite bekommt man nicht geboten. Den ersten Gag liefert dafür bereits das Cover, das den Titel dahingehend interpretiert, eine typische Don-Martin-Figur nasebohrend abzubilden. Textliche Unterstützung erhielt Martin von Dick de Bartolo, Don Edwing, John Gibbons, Frank Jacobs und Nick Meglin – eine fruchtbare Kooperation, die neben nur wenige Seiten umfassenden Gags um Soundwords, Slapstick und Absurditäten „Die Star-Story“ zu bieten hat, die nicht weniger als eine hervorragend gealterte Parodie auf typisch US-amerikanische Geschichten um Aufstieg und Fall von Rockstars darstellt, mit einer Persiflage der Anatomiestudien da Vincis aufwartet, ein grandioses neues Kriminalabenteuer Käpt’n Hirnis, diesmal im Zirkus, erzählt und Okkult-Horror à la „Der Exorzist“ oder „Das Omen“ aufs Korn nimmt – ganz zu schweigen davon, wie TV-Seifenopern in „Familie Fröhn“ durch den Kakao gezogen werden (ähnlich der „Feinbein-Saga“ aus Martins Mad-TB Nr. 17). Meines Erachtens handelt es sich bei diesem Büchlein um die bis zum damaligen Zeitpunkt besten und lustigsten Arbeiten Don Martins, mit denen er seinen Kultstatus untermauerte. Tatsächlich auch eines meiner liebsten Mad-Taschenbücher!
ISBN: 3-88724-006-5
Als ideale Reiselektüre empfiehlt sich das 29. deutsche Mad-Taschenbuch, das 1981 – zwei Jahre nach der US-amerikanischen Originalausgabe – auch hierzulande erschienen ist und das Debüt des Duos Frank Jacobs (Text) und Paul Peter Porges (Zeichnungen) innerhalb dieser Reihe darstellte. Nach einem Vorwort des Redakteurs Nick Meglin wird in 17 abwechslungsreichen Kapiteln im gewohnten Umfang von rund 160 Schwarzweißseiten das Thema Reisen auf humorvolle bis satirische Weise abgehandelt. Zu aus einzelnen Karikaturen und etwas Text bestehende „Du weißt, du hättest lieber zuhause bleiben sollen, wenn…“– und „Die Lust am Reisen kann einem total vergehen, wenn…“-Gags, einem Reisequiz in mehreren Teilen und typischen Phrasen für verschiedene touristische Ziele gesellen sich erzählerische, mehrseitige kleine bebilderte Geschichten wie „Sechs langweilige Tage für langweilige Menschen“ oder der Comic vom Besuch bei einem Fluglotsen, mit grafischen Perspektiven operierende Gags wie verschiedenen Ansichten des schiefen Turms von Pisa und in Comicform dargereichte „Dumm und schlau auf Reisen“-Gegenüberstellungen. Textlastiger fallen die Urlaubskarten und ihre „Übersetzungen“ durch die Mad-Redaktion aus, schneller durchgeblättert hingegen sind die „ausländischen Warnschilder, die man unbedingt kennen muss“. Somit ist dieses Taschenbuch eine Sammlung thematisch verwandter Gags in verschiedenen Darreichungsformen, die zahlreiche Klischees aufs Korn nehmen, dabei insbesondere aus heutiger Sicht nicht immer politisch korrekt ausfallen und zu einem vergnüglichen Reisebegleiter für ironie- und sarkasmusbegabte Menschen mit einer Vorliebe für den typischen Mad-Humor werden – wenngleich aufgrund der globalen Entwicklungen seit Erscheinen des Buchs nicht alle aufgegriffenen und überspitzt verarbeiteten Beobachtungen noch Gültigkeit besitzen.

Mad-Urgestein Sergio Aragones‘ fünfter Band innerhalb der Mad-Taschenbuchreihe erschien im US-amerikanischen Original bereits im Jahre 1977, drei Jahre später folgte die deutsche Ausgabe. Aragones blieb seinem Stil treu und füllte die rund 160 Schwarzweißseiten mit ein- bis dreiseitigen gezeichneten Gags ohne jede Sprech- oder Denkblase oder sonstigen Text. Seine karikierenden Strichzeichnungen sind unverkennbar und enthalten einfache, aber auch etwas hintergründige Witze, die diesmal besonders gern diverse Klischees aufs Korn nehmen. Mitunter tummeln sich in einzelnen Bildern fast schon wimmelbildartig solch viele Details, dass man genauer hingucken muss, um alles zu erfassen oder auch, um die Pointe nicht zu verpassen. Dieser Umstand führt dazu, dass der Lesefluss immer mal wieder etwas gebremst wird, wodurch man das recht großzügig mit seinen Platzverhältnissen umgehende Büchlein nicht ganz so schnell durchgeblättert hat, wie es zunächst den Anschein haben mag. Schön auch, wie die Titelzeichnung auf der allerletzten Seite fortgesetzt wird.
ISBN: 3-89324-100-0
Für seinen im Jahre 2017 im Innsbrucker Limbus-Verlag in gebundener Form veröffentlichten Roman „Hühnergötter“ schlüpft der freie Braunschweiger Journalist, Autor und Literaturkritiker sowie Ex-Heavy-Metal-Gitarrist Frank Schäfer rund 200 Seiten und 25 Kapitel lang erneut in die Rolle seines Alter Ego Friedrich „Fritz“ Pfäfflin – zehn Jahre nach
Die Journalisten Ralf Heimann und Jörg Homering-Elsner sammeln seit einigen Jahren auf ihrer Facebook-Seite „Perlen des Lokaljournalismus“ (und deren Pendant „Kurioses aus der Presseschau“) Mumpitz, Stuss und Stilblüten, den deutschsprachige Zeitungen in Printform und auf ihren Web-Präsenzen anscheinend unablässig produzieren. Eine Art Best of bot bereits das im Münchner Wilhelm-Heyne-Verlag erschienene querformatige Taschenbuch „Lepra-Gruppe hat sich aufgelöst“. Im Jahre 2017 folgte dessen Nachfolger „Bauchchirurg schneidet hervorragend ab“.