Blaze Bayley, ex-WOLFSBANE-Shouter, den meisten aber natürlich als IRON-MAIDEN-Sänger in den ’90ern bekannt, nachdem Bruce Dickinson die Band verlassen hatte, befand sich auf Tour und kam mit einem Akustik-Set in die Billstedter Bambi Galore. Was er nach seiner von der Kritik durchwachsen aufgenommenen IRON-MAIDEN-Anstellung getrieben hat, habe ich nie verfolgt und sowieso die MAIDEN-Platten ab den 1990ern erst relativ spät für mich entdeckt. So manchen Song aus der BLAZE-Ära finde ich aber große Klasse und hätte man aus den zwei Alben seinerzeit eines mit den ganzen Hits gemacht, wäre die Kritik wohl damals auch wesentlich besser ausgefallen. Unter seinem Namen hat er anschließend neue Bands gegründet und ist der Musikrichtung treu geblieben. Da sich auch meine Freundin als Fan BAYLEYs entpuppte, wurde ich neugierig auf seinen Auftritt im kleinen, sympathischen Club (in dem doch tatsächlich YARD-BOMB-/THRASHING-PUMPGUNS-Rolf an der Kasse saß), hatte mich absichtlich vorher gar nicht darüber informiert, was zu erwarten sein würde und wollte mich überraschen lassen. Natürlich hoffte ich bzw. hofften wir, dass es ein paar MAIDEN-Klassiker aus seiner Phase ins Programm schaffen würden – und wir sollten nicht enttäuscht werden!
Zunächst aber erklommen verhältnismäßig pünktlich SHADOWBANE als lokaler, nicht-akustischer Opener die Bühne, die ihren Stil als „post-apokalyptischen Power Metal“ bezeichnen und von denen ich natürlich noch nie zuvor gehört hatte. Nun zählt Power Metal nicht unbedingt zu meiner favorisierten Musikrichtung und es dürfte auch nicht allzu häufig vorkommen, dass sich eine Band dieses Stils in einen von mir frequentierten Laden verirrt – umso mehr freute ich mich auf den Gig, denn ab und zu habe ich auch einfach Spaß daran, ein Konzert aufzusuchen, mir ein Bier zu holen und mich vor die Bühne zu stellen, um mich (hoffentlich positiv) überraschen zu lassen, mir einfach mal bischn Metal um die Ohren blasen zu lassen und den Musikern zuzusehen, wie sie versuchen, das Publikum für sich zu gewinnen. Nun, ich möchte behaupten, damit alles richtig gemacht zu haben, denn die fünfköpfige Band legte mit sehr differenziertem, angenehmen Sound los und wusste gleich mit dem ersten Song durchaus zu gefallen. Die Band spielte absolut kompetent und der Sänger überzeugte mit gutklassigem, klarem, nicht zu hoch gepitschtem Gesang. Zu genretypischen Peinlichkeiten ließ man sich nicht herab und machte auch keinen auf „Manowar für Arme“ oder dergleichen. Leider war schon nach dem ersten oder zweiten Song die Fußmaschine des Drummers kaputt und hat auch nach der folgenden Reparaturzwangspause zwischendurch immer mal wieder rumgezickt. Die Band ließ sich davon aber nicht in ihrer Spielfreude trüben und nicht aus dem Konzept bringen. Die Rhythmusgitarre klang vom Riffing her teilweise leicht thrashig, was ich als sehr angenehm empfand. Die Leadgitarre zückte manch feine, nie in „Happy Metal“ abdriftende Melodei und die Songs mit ihren kräftigen Refrains klangen treibend, reif und nach alter Schule. Der Sänger bekam zwischendrin eine Verschnaufpause, als die Band ein ziemlich geiles Instrumentalstück spielte, das mir noch thrashiger als die übrigen Songs klang. Währenddessen betrat eine Typ im ABC-Schutzanzug die Szenerie und schenkte dem Publikum nach Frostschutzmittel aussehenden Schnaps oder Likör aus und der Bassist sprang auf den Tresen – gediegene Showeinlage! Ohne Zugabe durften die Jungs dann auch nicht gehen und spielten daraufhin „Bark at the Moon“ von OZZY OSBOURNE in einer Top-Version! SHADOWBANE haben mich definitiv positiv überrascht und man dürfte bestimmt, wenn ein ganzes Album draußen ist, noch weitaus mehr von den Hamburgern hören!
Den Anwesenden im nicht ausverkauften, zu höchstens zwei Dritteln gefüllten Club hat’s anscheinend ebenfalls recht gut gefallen; der Vorteil an einer Raumausnutzung wie dieser ist, dass man sich recht frei bewegen kann, ohne ständig auf irgendwelche Füße zu trampeln oder angerempelt zu werden und auch die Umbaupause angenehm im Inneren verbringen kann, ohne nach Luft japsend in die Eiseskälte nach draußen zu hechten. Diese nutzte ich für ein Pläuschchen mit Rolf. Tja, BLAZE BAYLEY – da hat er früher die großen Hallen mit IRON MAIDEN gerockt und steht jetzt im kleinen Underground-Club auf der Bühne vor nicht mal ausverkaufter Hütte. Bis dahin sollte es aber noch etwas dauern, denn erst setzte sich ein Jungspund mit einer Akustikklampfe an den linken Bühnenrand und begann, das Gerät zu stimmen und einzuspielen. Evtl. BLAZE’ Gitarrenroadie? Plötzlich begann er, unheimlich fingerfertig und versiert „The Trooper“ von IRON MAIDEN anzustimmen und die Zuschauer vor der Bühne stimmten vorsichtig den Gesang an. Der Junge auf der Bühne entpuppte sich als der 25-jährige Belgier Thomas Zwijsen, der mit seinen Gitarrenkünsten per Youtube zu Popularität gelangte und BLAZE auf seiner Tour begleitet. Ein kleines bzw. großes Gitarren-Wunderkind, das weitere IRON-MAIDEN-Klassiker aus der ersten Dickinson-Ära wie „The Evil That Men Do“, „Aces High“ und „Wasted Years“ intonierte, in Mordsgeschwindigkeit wieselflink über die Seiten shreddete und das Publikum aufforderte, die Texte zu singen – welches ihm Folge leistete. Ich glaube, zu „Run to the Hills“ war es, als eine Violinistin namens Anna zu ihm auf die Bühne kam und Dickinsons Gesangsmelodien zu z.B. „Wasted Love“ nachspielte! SO hatte ich MAIDEN-Songs bisher noch nie gehört und es wurde einmal mehr deutlich, um welch großartige Kompositionen es sich dabei handelt, die vermutlich in JEDER Instrumentierung funktionieren. Mit Akustikgitarre und Violine bekamen diese Songs eine ganz eigene Note, einen ganz eigenen Zauber – und für diese Erfahrung bin ich dankbar. Doch wie war das ganze nun einzuordnen? Ein geheimer „Special Guest“? Diese Frage erübrigte sich, als zu den Klängen von „Lord of the Flies“ BLAZE höchstpersönlich die Bühne mit Mikrophon in der Hand betrat und den Text mit seiner schönen, kräftigen, dunklen Stimme schmetterte. Die beiden waren also seine Begleitband, die quasi etliche Songs lang den Teppich für den Meister ausrollten. Älter isser geworden, klar, Glatze trägt er jetzt, aber die Stimme ist dieselbe, unverkennbar. Nun ging’s also richtig los! Leider fiel gleich während des ersten Songs plötzlich Thomas’ Gitarre aus, was im Laufe des Sets immer wieder vorkommen sollte, wovon sich allerdings ebenso wenig jemand aus der Ruhe bringen ließ wie bei SHADOWBANE von der defekten Fußmaschine. Ich glaube, gleich der zweite Song war mein ersehntes „Judgement of Heaven“, dutzende Kehlen sangen von nun an mehr und mehr laut und kehlig mit, „Futureal“ ließ auch nicht lange auf sich warten, … geil! Ich kam also tatsächlich in den Genuss, die BAYLEY-MAIDEN-Hits vom Originalsänger einmal live zu hören. BLAZE ist demnach nach wie vor bekennendes Mitglied der großen MAIDEN-Familie, und das Schöne an dieser Familie ist, dass jeder nach eigenem Gusto die Songs seiner Ära weiterverwenden darf. So kann man zu Paul Di’Anno gehen, wenn man die ganz alten Klopper hören will (was ich unbedingt noch vorhabe!) und eben zu BLAZE, der in der Mitte des Sets auch einige eigene Songs präsentierte. Und diese klangen ebenfalls höchst angenehm und interessant. BLAZE the Ace war sehr gut bei Stimme, vielleicht besser als früher bei WOLFSBANE und MAIDEN und er hat eine tolle Ausstrahlung, eine große Aura auf der Bühne. Es schien ihm völlig egal zu sein, wie viele Leute letztlich den Weg nach Billstedt gefunden hatten, er schien jeden einzelnen zu dirigieren, gab jedem das Gefühl, direkt angesprochen zu werden – auch das ist die alte MAIDEN-Schule! Zugegeben, mit den Mitmachspielchen („Und jetzt alle so yeeeeaaaahhh!“) hat er’s vielleicht ein bisschen übertrieben, andererseits brachte er dadurch ordentlich Stimmung in den etwas steifen Pöbel und auch ich „sang“ mir die Kehle heiser. Jene Stimmung war natürlich bei den bekannten Stücken am ausgelassensten, doch im geschickt zusammengestellten Set blieb auch reichlich Raum für ruhige Momente, wenn BLATZE-Glatze emotionale, nachdenkliche Ansagen machte wie z.B. zum traurigen „Russian Holiday“, dem Titelstück seiner aktuellen Akustik-EP, bei dem ich fast Pipi inne Augen bekam. Andere seiner jüngeren Songs sind ebenfalls sehr persönlicher Natur, handeln offensichtlich viel von Individualität und dem Glauben an die eigene Persönlichkeit. Das Publikum lauschte aufmerksam und war mit dieser Mischung anscheinend ebenso einverstanden wie ich. Gegen Ende des insgesamt sehr langen Programms häuften sich dann wieder die MAIDEN-Songs, „Sign of the Cross“ wurde ebenso gespielt wie „The Clansmen“, „Man on the Edge“ und sogar UFOs „Doctor Doctor“, seit langer Zeit das Intro für MAIDEN-Konzerte und seinerzeit mit BLAZE am Gesang eine Single-B-Seite. Als Zugabe gab’s dann aber ausgerechnet „The Angel and the Gambler“, einen der MAIDEN-Songs vom „Virtual XI“-Album, den ich nicht leiden kann. Glücklicherweise verzichtete man aber auf die ungefähr 1.000 Wiederholungen des profanen Refrains und sorgte mit einem wahnsinnigen Violinen-Solo im Mittelteil stattdessen für offene Münder. Klasse! Freundlich bedankte sich der Mann bei gefühlt jedem einzelnen für den Besuch des Konzerts und begab sich anschließend für Autogramme etc. hinter den Merchandise-Stand. So neigte sich ein unvergesslicher, überraschungsreicher Abend mit vielen Gänsehautmomenten dem Ende entgegen, der gerade in dieser höchst intimen Atmosphäre grandios war! Ein großes Dankeschön an Sympathiebolzen BLAZE BAYLEY, dessen Auftritte ich unbedingt weiterempfehle und dem ich es von Herzen gönnen würde, noch einmal etwas größer rauszukommen. Viel Glück und Erfolg!

Wenn der Hamburger Gaußplatz spontan für ein Kneipenkonzert anfragt, sagt man natürlich zu – auch, wenn sich der Bassist gerade irgendwo im Exil („Urlaub“) auf einer einsamen Insel befindet, telefonisch nicht erreichbar ist und erst einen Tag vorher in hiesige Breitengrade zurückkehrt. Glücklicherweise war dieser aber Feuer und Flamme, wenngleich er seinen Rückflug verpasste und erst noch später wieder zur Verfügung stehen sollte. Dies war jedoch noch das Harmloseste in einer Kette aus Pleiten, Pech und Pannen, die uns hinsichtlich des letzten DISILLUSIONED-MOTHERFUCKERS-Gigs im Jahre 2012 das Leben erschwerten. Da man sich eigentlich in einer Art Winterpause befand und dementsprechend länger nicht mehr geprobt hatte, wollte man am Nachmittag vor dem Gig noch einmal den Set im Probebus komplett durchzocken. Unglücklicherweise geriet mein Alkoholkonsum auf einer Party in Kiel am Tage zuvor letztlich dann doch ziemlich außer Kontrolle und erwies sich die Rückfahrt in klirrender Kälte derselben Nacht als nicht ganz unkomplex und anstrengend, so dass ich viel zu spät in die Federn kam – und am nächsten Tag mit Mordskater so dermaßen verschlief, dass ich fast rekordverdächtige zwei Stunden zu spät zur Probe antrat. Nach den ersten paar Songs riss zudem eine Saite an Kais Gitarre, Ersatz befand sich nicht auf Lager und alle saitenführenden Läden hatten zu – perfekte Organisation im Hause DMF! Glücklicherweise konnte uns Wurzel, der sich auch um den Sound und allgemeinen Ablauf des Konzerts kümmerte, mit einer Ersatzgitarre aus seinem Fundus aushelfen – dafür noch einmal vielen Dank! Diese war aufgrund ihres verkürzten Halses ungewohnt in der Handhabung für Kai, sollte ihren Dienst aber tadellos verrichten. Meine alternden Knochen jedoch zollten Kälte, Bewegungsmangel etc. Tribut und die damals noch unbehandelten Lendenwirbelprobleme, die ich bereits einige Tage mit mir herumschleppte, erreichten einen neuen Höhepunkt. Normales Gehen wurde zum leichten Hinken, an schmerzfreie Bewegung war nicht zu denken und ich fand mich mit dem Gedanken ab, in der ohnehin schon engen Kneipe in den Bewegungsmöglichkeiten weiter eingeschränkt zu sein. Die Zeit bis zum Beginn nutzte ich, um etwas feste Nahrung in den Magen zu bekommen und mit Konterbieren dem Kater etwas entgegenzusetzen, was jedoch nicht so recht funktionieren wollte. Die gemütliche, beheizte Gaußplatz-Kneipe „El Dorado“ füllte sich zwischenzeitlich zusehends mit vielen Interessierten, die „zwischen den Jahren“ die Nase voll hatten von Idylle und Kitsch und sich durch die Kälte zum Ort des Geschehens schlugen. Irgendwann fiel der Startschuss und wir eröffneten für die CITY RATS aus Israel. Witzigerweise fanden zwei unserer bis dato drei Auftritte auf Bauwagenplätzen mit israelischen Bands statt – um uns eine ausgewiesene Israel-Konnektschn anzudichten, ist es aber wohl noch zu früh. 😉 Wie dem auch sei, im Publikum befanden sich viele, die uns zum ersten Mal sahen und wir gaben unser Bestes; auch das neue Stück „Montag, der 13.“ fand in den Set, wenngleich ich den Text noch vom Zettel ablesen musste. Wie gewohnt von solchen Auftrittsmöglichkeiten gibt es weder eine richtige Bühne noch Monitorboxen, was für solche Orte auch leicht überdimensioniert wäre. So stand man sich also wieder Auge in Auge gegenüber, wie es sich für eine vernünftige Hardcore-Punk-Show gehört. Die Bude war rappelvoll und es wurde somit unser bislang größter Auftritt. Mit letzten Kraftreserven brüllte ich die Texte heraus und vermied schmerzhafte Bewegungen wie z.B. Sprünge. Satan sei Dank konnte ich mich auf meine trotz aller widrigen Umstände souveränen Mitstreiter verlassen, die für eine früh abgebrochene Probe erstaunlich gut bei der Sache waren, nur kleinere Patzer schlichen sich ein wie z.B. eine etwas zusammenimprovisierte Version des Coversongs „Les Rebelles“, was aber kaum jemand bemerkt haben dürfte. Generell versicherten mir anschließend viele, dass man uns bzw. meinem verkaterten und angeschlagenen Häufchen Elend, das von meiner vorherigen Existenz noch übriggeblieben war, davon nichts oder kaum etwas angemerkt hätte und der Gig gut rüberkam, lediglich der Sound für den einen oder anderen wahlweise zu laut oder zu leise war, aber irgendwas ist ja immer und vor allem stark abhängig von der Perspektive zur Bühne. Eine Zugabe noch und: Uff, geschafft, und geschworen: Nie wieder so abschießen am Tag vorher!
Alte Kumpels unseres Gitarreros Kai luden zur großangelegten Geburtstagsparty mit lokalen Bands nach Ennepetal bei Hagen in unmittelbarer Ruhrpottnähe. Der Veranstaltungsort entpuppte sich als überdimensionierter „Krombacher-Club“, eine Art von Krombacher gesponsertes Vereinsheim/-lokal, das die Eltern der Feiernden zur Verfügung stellten. Man hatte nicht nur einen schönen Kneipenraum mit Tresen, sondern auch noch einen Speisesaal, einen schnieken Backstageraum und den Konzertsaal mit zweigeteilter Bühne und massig Platz vor selbiger. Und alles war mit Krombacher vollgepflastert, überall stand Bier herum, eigener Kühlschank im Backstagebereich, massenweise leckeres Essen – wow! Es gab Freibier bis zum Abwinken und vor allem aber ein Wiedersehen mit den Hagener Chaoten, der KWW etc. Feine Sache das, nur leider kamen dann doch einige Gäste weniger als ursprünglich von den Gastgebern erwartet – eigenartig. Womit kann man denn heutzutage noch Leute vom heimischen Sofa locken, wenn nicht mit einer solchen Party?!
Kurzfristig angeboten bekommen und natürlich nicht ausgeschlagen: Unser (DISILLUSIONED MOTHERFUCKERS) allererster Auftritt als „Heimspiel“, proben wir doch seit geraumer Zeit auch auf dem Hamburger Rondenbarg, als Vorgruppe für ALERT aus Israel auf einem Donnerstagabend. Die perfekte „Testumgebung“, um sich live mal auszuprobieren, da eben im kleinen Rahmen der rustikalen Kneipe. Nichtsdestotrotz ging mir bischn die Flatter, die ich mit fester (danke, René, für den schmackhaften Auflauf) und flüssiger Nahrung bekämpfte. Draußen gab’s Hamburg-typisch mal wieder Wetter, Wetter, Wetter, aber in der gemütlichen Kneipe war’s dank Ofen mollig warm. Eine Bühne im engeren Sinne gibt es nicht, man steht also quasi Auge in Auge dem Publikum (sofern vorhanden) gegenüber. Den Sound besorgte Norman am Mischpult, der auch das Konzert organisiert hatte. Irgendwann zu leicht fortgeschrittener Stunde ging’s dann los und wir prügelten unseren satte sieben Songs (wow!) umfassenden Set herunter. Das flutschte eigentlich alles ganz passabel und die rund 40 Anwesenden zeigten sich durchaus interessiert und begeisterungswillig. Als Zugabe gab’s dann noch mal „Elbdisharmonie“, so dass man insgesamt mit paar Ansagen (die ich aufgrund der israelischen Gäste und anderer anwesender Ausländer spontan sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch machte – wenn ich’s nicht gerade vergessen hatte…) auf ca. 25 Minuten „Stagetime“ kam. Im Anschluss hatte ich das gute Gefühl, dass man für solche Gigs in der Tat mittlerweile recht livetauglich ist und konnte mich nun zusammen mit den Bandkollegen ins Vergnügen stürzen und die großartigen ALERT abfeiern, die uns eindrucksvoll bewiesen, wie man als HC-Punk-Band abgehen und das Publikum mit einbeziehen kann, wenn man schon ein paar Jährchen miteinander zockt und ordentlich eingespielt ist. Sehr aggressiver Sound mit Keif-Gesang, stilistisch irgendwo zwischen Anarcho- und Chaos-Punk einzuordnen, von fidelen Jungs, die kurzerhand die nicht vorhandene Bühne vergrößerten und durchs Publikum sprangen etc., jegliche Distanz vermissen ließen und eine geile kleine Donnerstagabend-Party mit uns feierten. Geile Scheiße, gerne wieder und danke an alle für alles!